Können die Dämpfe von Allzweckreinigern bei unzureichender Belüftung die Atemwege reizen?

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Ja, die Dämpfe von Allzweckreinigern können die Atemwege reizen, insbesondere wenn sie in geschlossenen Räumen mit unzureichender Belüftung verwendet werden.

Hier sind die wichtigsten Gründe und Hintergründe dazu:

1. Inhaltsstoffe als Auslöser

Viele handelsübliche Reinigungsmittel enthalten chemische Substanzen, die in die Luft übergehen (sogenannte flüchtige organische Verbindungen oder VOCs):

  • Duftstoffe: Stoffe wie Limonen oder Linalool verleihen Reinigern einen frischen Duft (z. B. Zitrone), können aber bei Inhalation die Schleimhäute reizen oder Allergien auslösen.
  • Lösungsmittel: Alkohole oder Glykolether, die Schmutz lösen, können beim Einatmen Reizungen im Rachen und in der Lunge verursachen.
  • Ammoniak oder Säuren: Einige Reiniger enthalten Ammoniak oder Essigsäure, deren stechender Geruch allein schon ein Warnsignal für die Reizung der Atemwege ist.

2. Symptome einer Reizung

Wenn die Konzentration der Dämpfe in der Luft zu hoch ist (z. B. in einem kleinen Badezimmer ohne Fenster), können folgende Symptome auftreten:

  • Hustenreiz oder Kratzen im Hals.
  • Brennen in der Nase oder im Rachen.
  • Kurzatmigkeit oder ein Engegefühl in der Brust.
  • Kopfschmerzen oder Schwindel.
  • Bei Asthmatikern: Auslösung eines Asthmaanfalls.

3. Besondere Gefahren durch Sprühnebel

Wenn der Allzweckreiniger in einer Sprühflasche verwendet wird, ist das Risiko höher. Durch das Sprühen entstehen feine Aerosole, die sehr tief in die Lunge (bis in die Alveolen) vordringen können, was die Reizwirkung verstärkt.

4. Risiko von Mischreaktionen

Eine große Gefahr besteht, wenn verschiedene Reiniger gemischt werden (absichtlich oder unabsichtlich auf derselben Oberfläche). Wenn beispielsweise ein chlorhaltiger Reiniger mit einem sauren Allzweckreiniger (z. B. Essigreiniger) in Kontakt kommt, entsteht lebensgefährliches Chlorgas, das die Atemwege schwer verätzen kann.

Tipps zur sicheren Anwendung:

  • Lüften: Immer Fenster und Türen öffnen, während und nach dem Putzen.
  • Nicht sprühen: Den Reiniger lieber auf ein Tuch geben und dann wischen, anstatt ihn großflächig zu versprühen. So entstehen weniger Aerosole in der Atemluft.
  • Dosierung: Nicht mehr Reiniger verwenden als auf der Packung angegeben ("Viel hilft viel" gilt hier nicht).
  • Schutz: Menschen mit empfindlichen Atemwegen oder Asthma sollten auf duftstofffreie Produkte oder natürliche Alternativen (wie verdünnten Essig oder Natron) zurückgreifen.
  • Kaltes Wasser: Reiniger möglichst mit kaltem oder lauwarmem Wasser verwenden. Heißes Wasser verstärkt das Verdampfen der Chemikalien.

Fazit: Allzweckreiniger sind bei normalem Gebrauch meist sicher, aber in engen, schlecht belüfteten Räumen können sie definitiv zu gesundheitlichen Beschwerden der Atemwege führen.

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