Kann man mit einem Glätteisen neben glatten Haaren auch Locken stylen?
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Ja, absolut! Das Glätteisen ist ein echtes Multitalent. Tatsächlich nutzen viele Profis lieber ein Glätteisen als einen Lockenstab, da die Locken oft moderner wirken und länger halten.
Hier ist eine kurze Anleitung und die wichtigsten Tipps, wie das funktioniert:
Die Grundtechnik (Schritt-für-Schritt)
- Vorbereitung: Das Haar muss vollständig trocken sein. Trage unbedingt einen Hitzeschutz auf.
- Abteilen: Teile das Haar in Partien auf. Je kleiner die Strähne, desto lockiger das Ergebnis; je größer die Strähne, desto welliger.
- Ansetzen: Setze das Glätteisen am Haaransatz (oder dort, wo die Locke beginnen soll) an.
- Drehen: Schließe das Glätteisen und drehe es um 180 Grad (eine halbe Drehung) oder 360 Grad (eine volle Drehung) um die eigene Achse. Das Haar sollte nun einmal um das Gehäuse des Eisens gewickelt sein.
- Gleiten: Ziehe das Glätteisen nun langsam und gleichmäßig bis nach unten zu den Spitzen durch – ähnlich wie man ein Geschenkband mit einer Schere kräuselt.
- Abkühlen: Lass die Locke in deiner Hand kurz auskühlen, bevor du sie loslässt.
Welches Glätteisen eignet sich am besten?
Nicht jedes Glätteisen ist ideal für Locken. Achte auf folgende Merkmale:
- Abgerundete Kanten: Das Gehäuse sollte außen rund sein. Wenn das Eisen zu eckig ist, entstehen unschöne Knicke im Haar.
- Beschichtung: Hochwertige Keramik- oder Titanplatten lassen das Haar besser gleiten.
- Breite: Ein schmales bis mittellanges Eisen (ca. 2,5 bis 3 cm breit) ist am flexibelsten.
Profi-Tipps für perfekte Ergebnisse
- Die Geschwindigkeit: Ziehst du zu schnell, wird die Locke zu schwach. Ziehst du zu langsam, strapazierst du das Haar unnötig durch die Hitze.
- Richtung wechseln: Für einen natürlichen Look solltest du die Locken abwechselnd nach innen (zum Gesicht) und nach außen (vom Gesicht weg) drehen. Die Strähnen direkt am Gesicht sollten jedoch immer nach außen gedreht werden, um das Gesicht zu öffnen.
- Nicht kämmen, solange es heiß ist: Warte, bis alle Locken komplett abgekühlt sind. Fahre erst dann vorsichtig mit den Fingern oder einem grobzinkigen Kamm durch, um sie aufzulockern. So entsteht ein schöner "Beach Wave"-Look.
- Winkel des Eisens: Wenn du das Glätteisen beim Ziehen senkrecht hältst, werden die Locken eher spiralförmig und langgezogen. Hältst du es waagerecht, bekommst du mehr Volumen am Ansatz.
Es erfordert am Anfang meistens ein bisschen Übung (besonders am Hinterkopf), aber sobald man den Dreh raus hat, geht es oft schneller als mit einem Lockenstab!