Kann eine falsch eingestellte Nackenstütze Kopfschmerzen verursachen?

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Ja, definitiv. Eine falsch eingestellte Nackenstütze – ob im Auto, am Bürostuhl oder in Form eines Nackenkissens im Bett – ist eine sehr häufige Ursache für Kopfschmerzen.

Hier ist erklärt, warum das passiert und worauf du achten solltest:

1. Wie entstehen die Kopfschmerzen?

Wenn die Nackenstütze nicht richtig sitzt, wird die Halswirbelsäule in eine unnatürliche Position gezwungen. Das führt zu:

  • Muskelverspannungen: Die feine Muskulatur im Nacken und am Hinterkopf muss Schwerstarbeit leisten, um den Kopf zu stabilisieren. Diese Verspannungen strahlen oft nach oben in den Kopf aus (sogenannter Spannungskopfschmerz).
  • Fehlstellung der Wirbel: Eine falsche Stütze kann die natürliche S-Kurve der Halswirbelsäule überstrecken oder stauchen.
  • Nervenreizungen: Im Nacken verlaufen wichtige Nervenbahnen. Durch Druck oder Fehlstellung können diese gereizt werden, was stechende oder ziehende Schmerzen bis in die Stirn oder hinter die Augen verursachen kann.

2. Die häufigsten Fehlerquellen

Im Auto:

  • Zu niedrig: Die Oberkante der Kopfstütze sollte idealerweise mit der Oberkante des Kopfes abschließen. Ist sie zu niedrig, wirkt sie bei einem Aufprall nicht – und im Alltag drückt sie oft gegen den Nackenknick, was die Muskulatur verkürzt.
  • Zu weit hinten: Wenn der Kopf keinen Kontakt zur Stütze hat, sackt man oft in ein "Hohlkreuz" im Nacken oder schiebt das Kinn nach vorne (Schildkröten-Haltung).

Am Bürostuhl:

  • Zu weit vorne: Sie drückt den Kopf nach vorne, was die Nackenmuskeln massiv überdehnt.
  • Falsche Höhe: Sie sollte die natürliche Wölbung des Nackens sanft unterstützen und nicht den Hinterkopf nach oben oder unten schieben.

Beim Schlafen (Nackenstützkissen):

  • Zu hoch: Der Nacken wird abgeknickt (Seitenlage).
  • Zu niedrig: Der Kopf überstreckt nach hinten.
  • Beides führt dazu, dass man morgens bereits mit Kopfschmerzen aufwacht.

3. Was kannst du tun?

  1. Höhe prüfen: Die Stütze sollte den Kopf dort auffangen, wo er sich natürlicherweise befindet. Bei der Kopfstütze im Auto ist die Oberkante des Kopfes der Richtwert.
  2. Abstand verringern: Der Abstand zwischen Hinterkopf und Stütze sollte so gering wie möglich sein (ca. 2-3 cm im Auto), ohne dass der Kopf aktiv nach vorne gedrückt wird.
  3. Haltung checken: Achte darauf, dass deine Ohren in einer Linie mit deinen Schultern sind. Wenn du den Kopf weit nach vorne schiebst, um die Stütze zu erreichen, ist die Einstellung (oder deine Sitzposition) falsch.
  4. Entspannung: Wenn die Schmerzen bereits da sind, helfen Wärme (Kirschkernkissen), sanfte Dehnübungen oder eine leichte Massage der Schläfen und des Nackenansatzes.

Fazit: Wenn du regelmäßig unter Kopfschmerzen leidest, die sich im Tagesverlauf verschlimmern oder direkt nach dem Aufstehen/Autofahren auftreten, ist die Nackenstütze ein Hauptverdächtiger. Eine Korrektur um nur wenige Zentimeter kann oft einen riesigen Unterschied machen.

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