Ist eine dunkle Verfärbung des Stuhls bei der Einnahme von Eisen-Präparaten normal?

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Ja, das ist völlig normal und sogar eine sehr häufige Begleiterscheinung.

Hier sind die wichtigsten Fakten dazu:

Warum verfärbt sich der Stuhl?

Der Körper kann pro Tag nur eine begrenzte Menge Eisen über den Darm aufnehmen. Das überschüssige Eisen, das nicht in den Blutkreislauf gelangt, verbleibt im Dickdarm. Dort reagiert es mit Schwefelverbindungen zu Eisensulfid. Dieser Stoff hat eine tiefschwarze bis dunkelgrüne Farbe und färbt den Stuhl entsprechend ein.

Wie sieht diese Verfärbung aus?

  • Die Farbe kann von dunkelgrün über dunkelbraun bis tiefschwarz reichen.
  • Die Konsistenz des Stuhls bleibt dabei meist normal (es sei denn, das Präparat verursacht als Nebenwirkung Verstopfung).

Wann sollte man vorsichtig sein? (Abgrenzung zum „Teerstuhl“)

Es ist wichtig, die harmlose Verfärbung durch Eisen von sogenanntem Teerstuhl (Meläna) zu unterscheiden, der auf Blutungen im oberen Magen-Darm-Trakt hindeutet.

Anzeichen für echten Teerstuhl (ärztlich abklären!):

  1. Konsistenz: Teerstuhl ist klebrig, glänzend und zäh (wie flüssiger Teer). Eisen-Stuhl ist meist von normaler Konsistenz.
  2. Geruch: Teerstuhl riecht extrem unangenehm, faulig und stechend.
  3. Begleitsymptome: Wenn zusätzlich starke Magenschmerzen, Übelkeit, Schwindel oder Kreislaufprobleme auftreten.

Was passiert nach dem Absetzen?

Sobald Sie das Eisenpräparat absetzen, normalisiert sich die Farbe des Stuhls in der Regel innerhalb von zwei bis drei Tagen.

Fazit: Solange Sie sich ansonsten gut fühlen und keine starken Schmerzen oder eine klebrige Konsistenz bemerken, ist die dunkle Verfärbung lediglich ein Zeichen dafür, dass das Eisen in Ihrem Verdauungstrakt angekommen ist.

Hinweis: Diese Information dient der allgemeinen Aufklärung und ersetzt keine ärztliche Diagnose. Wenn Sie unsicher sind, sprechen Sie kurz mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

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