In welche Richtung muss die Faser verlaufen, damit das Rinderfilet nach dem Schneiden zart bleibt?
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Damit das Rinderfilet (und jedes andere Stück Fleisch) nach dem Schneiden so zart wie möglich ist, musst du es immer quer zur Faser schneiden.
Hier ist die einfache Erklärung, warum das so wichtig ist und wie du es machst:
1. Die goldene Regel: Quer zur Faser
Stell dir die Muskelfasern wie ein Bündel dünner Strohhalme vor, die nebeneinander liegen.
- Falsch (mit der Faser): Wenn du parallel zu diesen "Strohhalmen" schneidest, bleiben die Fasern lang. Beim Kauen muss dein Gebiss diese langen, zähen Fasern erst mühsam zerkleinern. Das Fleisch wirkt zäh.
- Richtig (quer zur Faser): Wenn du die Fasern im 90-Grad-Winkel durchschneidest, kürzt du sie auf die Dicke der Scheibe (z. B. 2 cm bei einem Steak). Die Arbeit, die langen Fasern zu trennen, hat das Messer bereits erledigt. Das Fleisch zergeht auf der Zunge.
2. Wie erkenne ich die Faserrichtung?
Schau dir das rohe Fleisch genau an. Du siehst feine Linien, die über das Fleisch verlaufen – das sind die Muskelfasern.
- Beim ganzen Rinderfilet verlaufen die Fasern der Länge nach (vom dicken Kopf bis zur spitzen Seite).
- Um Medaillons oder Steaks zu schneiden, setzt du das Messer also so an, dass du das Filet in Scheiben schneidest (wie eine Salami).
3. Tipps für das perfekte Ergebnis:
- Vor dem Braten: Wenn du Steaks schneidest, achte penibel auf den 90-Grad-Winkel.
- Nach dem Braten (beim Tranchieren): Wenn du ein ganzes Filet am Stück gart, lass es nach dem Ofen unbedingt 5–10 Minuten ruhen (in Alufolie oder bei geringer Wärme). So entspannen sich die Fasern und der Fleischsaft läuft beim Anschneiden nicht so stark heraus. Schneide es erst dann quer zur Faser in Scheiben.
- Scharfes Messer: Benutze ein Messer ohne Wellenschliff, um die Fasern sauber zu trennen und nicht zu zerreißen.
Zusammenfassend: Messer immer im rechten Winkel zu den sichtbaren Linien im Fleisch ansetzen!