Hilft Wundschutzcreme auch bei einer bereits bestehenden Windeldermatitis?

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Ja, Wundschutzcreme hilft auch bei einer bereits bestehenden Windeldermatitis, sie ist sogar ein wesentlicher Teil der Behandlung.

Hier ist, wie sie wirkt und was du beachten solltest:

1. Wie hilft die Creme?

Die meisten Wundschutzcremes enthalten Zinkoxid. Das hat zwei entscheidende Vorteile:

  • Schutzbarriere: Die Creme bildet einen Schutzfilm auf der Haut. Dieser verhindert, dass Urin und Kot die bereits gereizte Haut direkt berühren und weiter reizen.
  • Heilung: Zink wirkt leicht austrocknend und entzündungshemmend. Es hilft dabei, dass die Haut regeneriert.

2. Worauf sollte man bei der Anwendung achten?

  • Haut reinigen: Bevor du die Creme aufträgst, muss der Po sauber und vor allem völlig trocken sein. Feuchtigkeit unter der Creme kann die Reizung verschlimmern.
  • Dicke der Schicht: Bei einer aktiven Rötung darf die Schicht ruhig etwas dicker sein als zur reinen Vorbeugung, damit sie wie ein echtes "Schutzschild" wirkt.
  • Nicht reiben: Trage die Creme vorsichtig und ohne Druck auf, um die schmerzende Haut nicht zusätzlich zu belasten.

3. Wichtige Begleitmaßnahmen

Nur Creme allein reicht oft nicht aus. Damit die Windeldermatitis schnell abheilt:

  • Viel Luft: Lass dein Baby so oft wie möglich ohne Windel strampeln. Luft ist das beste Heilmittel.
  • Häufiges Wickeln: Wechsle die Windel sofort nach dem Stuhlgang und öfter als sonst bei Urin.
  • Nur Wasser nutzen: Verzichte bei wunder Haut auf Feuchttücher mit Duftstoffen oder Alkohol. Nutze lieber lauwarmes Wasser und Einmalwaschlappen oder Wattepads.

4. Wann reicht normale Wundschutzcreme nicht mehr aus?

Es gibt zwei Situationen, in denen eine einfache Wundschutzcreme nicht hilft:

  1. Windelsoor (Pilzinfektion): Wenn die Rötung sehr stark ist, kleine rote Pusteln am Rand hat oder in die Hautfalten geht, ist oft ein Hefepilz im Spiel. Hier hilft nur eine spezielle Anti-Pilz-Salbe (mit Wirkstoffen wie Nystatin oder Clotrimazol) aus der Apotheke.
  2. Bakterielle Infektion: Wenn die Haut nässt, blutet oder das Baby Fieber bekommt.

Fazit: Bei einer leichten bis mittelschweren Windeldermatitis ist Wundschutzcreme (mit Zink) das Mittel der Wahl. Wenn es nach 2 bis 3 Tagen nicht deutlich besser wird oder sich verschlimmert, solltest du einen Kinderarzt aufsuchen.

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