Gegen welche Arten von Schmerzen wird Ibuprofen primär eingesetzt?
Ibuprofen ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR). Es wirkt dreifach: schmerzstillend (analgetisch), entzündungshemmend (antiphlogistisch) und fiebersenkend (antipyretisch).
Primär wird Ibuprofen bei folgenden Arten von Schmerzen eingesetzt:
1. Akute leichte bis mäßig starke Schmerzen
- Kopfschmerzen: Insbesondere Spannungskopfschmerzen und Migräne.
- Zahnschmerzen: Häufig nach zahnärztlichen Eingriffen oder bei Entzündungen im Kieferbereich.
- Regelschmerzen (Dysmenorrhö): Da Ibuprofen die Bildung von Prostaglandinen hemmt, die für das Zusammenziehen der Gebärmutter verantwortlich sind, ist es hier besonders wirksam.
2. Entzündlich bedingte Schmerzen
Durch seine entzündungshemmende Komponente ist Ibuprofen ideal bei:
- Gelenkschmerzen und Arthritis: Bei rheumatischen Erkrankungen oder aktivierter Arthrose.
- Schwellungen und Entzündungen nach Verletzungen: Zum Beispiel nach Verstauchungen, Prellungen oder Zerrungen (Sportverletzungen).
- Schleimbeutelentzündungen oder Sehnenreizungen: Wie etwa beim Tennisarm.
3. Schmerzen am Bewegungsapparat
- Rückenschmerzen: Bei Hexenschuss oder muskulären Verspannungen.
- Muskelschmerzen: Nach Überlastung oder im Rahmen von grippalen Infekten.
4. Schmerzen bei Infekten
- Halsschmerzen und Ohrenschmerzen: Oft im Rahmen einer Erkältung oder Grippe, wobei hier auch die fiebersenkende Wirkung hilfreich ist.
Wichtige Unterscheidung zu anderen Schmerzmitteln:
Im Gegensatz zu Paracetamol wirkt Ibuprofen stark entzündungshemmend. Daher ist es bei Schmerzen, die mit Schwellungen oder Rötungen einhergehen (wie Verletzungen oder Rheuma), meist die bessere Wahl.
Hinweis: Ibuprofen sollte ohne ärztlichen Rat nur kurzzeitig (maximal 3-4 Tage hintereinander) und in der passenden Dosierung eingenommen werden, da es bei längerer Anwendung den Magen und die Nieren belasten kann.