Durch welches technische Verfahren wird H-Milch für mehrere Monate ungekühlt haltbar gemacht?
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H-Milch (haltbare Milch) wird durch das Verfahren der Ultrahocherhitzung (daher auch die Bezeichnung UHT-Milch, von englisch Ultra-High Temperature) für mehrere Monate haltbar gemacht.
Hier sind die Details des technischen Verfahrens:
- Erhitzung: Die Milch wird für einen sehr kurzen Zeitraum (etwa 2 bis 5 Sekunden) auf eine Temperatur von 135 °C bis 150 °C erhitzt.
- Keimtötung: Durch diese extrem hohen Temperaturen werden nicht nur vermehrungsfähige Bakterien abgetötet, sondern auch deren widerstandsfähige Überdauerungsformen, die sogenannten Sporen. Dies unterscheidet die H-Milch von der herkömmlichen Frischmilch (Pasteurisierung), bei der Sporen überleben können.
- Homogenisierung: Meist wird die Milch im gleichen Zuge homogenisiert. Dabei werden die Fettkügelchen der Milch unter hohem Druck zerkleinert, damit sie sich gleichmäßig verteilen und die Milch später nicht aufrahmt.
- Aseptische Abfüllung: Damit die Milch ungekühlt haltbar bleibt, muss sie nach der Erhitzung unter sterilen (keimfreien) Bedingungen in luft- und lichtdichte Verbundverpackungen (z. B. Tetra Pak) abgefüllt werden.
Warum hält sie so lange? Da durch das UHT-Verfahren praktisch alle Mikroorganismen abgetötet wurden und die Verpackung verhindert, dass neue Keime, Licht oder Sauerstoff an das Produkt gelangen, unterbleiben die natürlichen Verderbsprozesse für lange Zeit.
Hinweis: Einmal geöffnet, ist H-Milch genauso anfällig für Keime aus der Umgebung wie Frischmilch und muss dann im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb weniger Tage verbraucht werden.