Durch welches technische Verfahren wird H-Milch für mehrere Monate ungekühlt haltbar gemacht?

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H-Milch (haltbare Milch) wird durch das Verfahren der Ultrahocherhitzung (daher auch die Bezeichnung UHT-Milch, von englisch Ultra-High Temperature) für mehrere Monate haltbar gemacht.

Hier sind die Details des technischen Verfahrens:

  1. Erhitzung: Die Milch wird für einen sehr kurzen Zeitraum (etwa 2 bis 5 Sekunden) auf eine Temperatur von 135 °C bis 150 °C erhitzt.
  2. Keimtötung: Durch diese extrem hohen Temperaturen werden nicht nur vermehrungsfähige Bakterien abgetötet, sondern auch deren widerstandsfähige Überdauerungsformen, die sogenannten Sporen. Dies unterscheidet die H-Milch von der herkömmlichen Frischmilch (Pasteurisierung), bei der Sporen überleben können.
  3. Homogenisierung: Meist wird die Milch im gleichen Zuge homogenisiert. Dabei werden die Fettkügelchen der Milch unter hohem Druck zerkleinert, damit sie sich gleichmäßig verteilen und die Milch später nicht aufrahmt.
  4. Aseptische Abfüllung: Damit die Milch ungekühlt haltbar bleibt, muss sie nach der Erhitzung unter sterilen (keimfreien) Bedingungen in luft- und lichtdichte Verbundverpackungen (z. B. Tetra Pak) abgefüllt werden.

Warum hält sie so lange? Da durch das UHT-Verfahren praktisch alle Mikroorganismen abgetötet wurden und die Verpackung verhindert, dass neue Keime, Licht oder Sauerstoff an das Produkt gelangen, unterbleiben die natürlichen Verderbsprozesse für lange Zeit.

Hinweis: Einmal geöffnet, ist H-Milch genauso anfällig für Keime aus der Umgebung wie Frischmilch und muss dann im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb weniger Tage verbraucht werden.