Bis zu welchem Jahr enthielt das ursprüngliche Rezept von Coca-Cola tatsächlich geringe Mengen an echtem Kokain?
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Das ursprüngliche Rezept von Coca-Cola enthielt bis zum Jahr 1903 geringe Mengen an Kokain.
Hier sind einige Details zur Geschichte:
- Namensgebung: Der Name „Coca-Cola“ leitet sich von den beiden ursprünglichen Hauptzutaten ab: der Kokapflanze (aus deren Blättern Kokain gewonnen wird) und der Kolanuss (die Koffein liefert).
- Menge: In der Anfangszeit (das Getränk wurde 1886 von John Pemberton erfunden) enthielt ein Glas Coca-Cola schätzungsweise etwa 9 Milligramm Kokain. Zum Vergleich: Eine typische „Line“ Kokain enthält heute etwa 50 bis 100 Milligramm.
- Warum wurde es entfernt? Um die Jahrhundertwende geriet Kokain zunehmend in die Kritik, da die Suchtgefahr und die negativen gesundheitlichen Folgen offensichtlich wurden. Zudem gab es in den USA rassistisch motivierte Ängste, dass der Konsum der Droge durch die schwarze Bevölkerung zu Gewalt führen könnte.
- Der Übergang: Ab 1903 stellte das Unternehmen auf „entkokainisierte“ Kokablätter um. Anstatt frischer Blätter wurden Blattrückstände verwendet, denen das Kokain bereits entzogen worden war.
Heutige Situation: Auch heute noch enthält Coca-Cola (als einziges Unternehmen weltweit mit dieser Sondergenehmigung) einen Extrakt aus Kokablättern für das Aroma. Die Blätter werden jedoch in einer speziellen Anlage in New Jersey (der Firma Stepan Company) vollständig vom Kokain befreit, bevor sie zur Herstellung des Sirups verwendet werden. Das extrahierte Kokain wird für medizinische Zwecke (z. B. Lokalanästhesie in der Augenheilkunde) an Pharmaunternehmen verkauft.