Aus welchen Fleischsorten besteht ein klassisches Wiener Würstchen?
Ein klassisches Wiener Würstchen (in Österreich meist „Frankfurter“ genannt) besteht traditionell aus einer Mischung von zwei Fleischsorten:
- Schweinefleisch: Dies ist meist der Hauptbestandteil und sorgt für die Zartheit.
- Rindfleisch: Dies wird hinzugefügt, um der Wurst Bindung und einen kräftigeren Geschmack zu verleihen.
Zusätzlich gehören zur Herstellung:
- Speck: Für die Saftigkeit und den Geschmack.
- Trinkwasser (in Form von Eis): Um beim Zerkleinern im Kutter eine feine Emulsion (das Brät) zu erzeugen, ohne dass das Fett schmilzt.
- Gewürze: Typischerweise Salz (Nitritpökelsalz für die rosa Farbe), Pfeffer, Koriander, Muskatblüte und Ingwer.
Besonderheit: Das Brät wird in Saitlinge (dünne Schafsdärme) gefüllt, was den charakteristischen „Knack“ beim Hineinbeißen erzeugt. Danach werden sie heißgeräuchert und anschließend gebrüht.
Hintergrund zur Geschichte: Der Name „Wiener“ stammt von dem Metzger Johann Georg Lahner. Er lernte das Handwerk in Frankfurt (wo die Würstchen damals rein aus Schweinefleisch bestanden), zog dann nach Wien und mischte dort Rindfleisch unter das Schweinefleisch – eine Kombination, die damals in Frankfurt aufgrund strenger Zunftregeln nicht erlaubt war. Deshalb heißen sie in Deutschland „Wiener“ und in Österreich „Frankfurter“.