Windows Installation: „Es wurden keine Gerätetreiber gefunden“ – So löst du das Problem

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Hier ist ein ausführliches Tutorial, das dir hilft, die Fehlermeldung „Es wurden keine Gerätetreiber gefunden“ während der Windows-Installation zu beheben.


Wenn du Windows (10 oder 11) neu installieren möchtest und bei der Auswahl des Laufwerks die Meldung erscheint, dass keine Treiber gefunden wurden, liegt das meist daran, dass das Installationsprogramm den Controller deiner Festplatte (meist NVMe-SSDs bei neueren Intel-Prozessoren) nicht erkennt.

Hier sind die drei effektivsten Lösungen.


Lösung 1: Intel Rapid Storage Technology (IRST) Treiber laden (Häufigste Ursache)

Moderne Laptops (ab der 11. Generation Intel Core) nutzen die „Intel VMD“-Technologie. Windows bringt standardmäßig oft nicht den passenden Treiber mit, um die Festplatte unter diesem Controller zu sehen.

Schritt 1: Treiber herunterladen

  1. Gehe an einen funktionierenden PC.
  2. Besuche die Support-Seite deines Laptop-Herstellers (z. B. ASUS, HP, Dell, Lenovo) oder die Intel-Website.
  3. Suche nach dem „Intel Rapid Storage Technology (IRST) Driver“.
  4. Lade die F6-Flopy-Treiber (als .zip-Datei) herunter.

Schritt 2: Treiber auf den USB-Stick kopieren

  1. Entpacke die heruntergeladene ZIP-Datei.
  2. Kopiere den gesamten Ordner mit den entpackten Dateien auf den Windows-Installations-USB-Stick, den du gerade verwendest.

Schritt 3: Treiber während der Installation laden

  1. Starte die Windows-Installation erneut bis zu dem Punkt, an dem die Laufwerke fehlen.
  2. Klicke unten links auf „Treiber laden“.
  3. Klicke auf „Durchsuchen“ und wähle den Ordner auf deinem USB-Stick aus, in den du die Treiber kopiert hast.
  4. Wähle den passenden Treiber aus der Liste (meistens der oberste) und klicke auf „Weiter“.
  5. Deine Festplatte sollte nun in der Liste erscheinen.

Lösung 2: VMD im BIOS/UEFI deaktivieren

Falls du keine Treiber herunterladen möchtest oder kannst, gibt es einen Workaround im BIOS.

  1. Starte den PC neu und drücke wiederholt die BIOS-Taste (meist F2, F10, F12 oder Entf).
  2. Suche nach dem Menüpunkt „Advanced“ (Erweitert) oder „Storage Configuration“.
  3. Suche nach einem Eintrag namens „VMD Setup Menu“ oder „Intel VMD Technology“.
  4. Stelle diesen auf „Disabled“ (Deaktiviert).
  5. Speichere die Einstellungen mit F10 und starte neu.
  6. Die Festplatte sollte nun ohne zusätzliche Treiber erkannt werden (da sie nun im Standard-AHCI-Modus läuft).

Lösung 3: Den USB-Port oder das Installationsmedium wechseln

Manchmal liegt das Problem nicht an der Festplatte, sondern am USB-Stick selbst oder am Port.

  • USB 3.0 vs. 2.0: Wenn du einen sehr alten PC installierst, stecke den USB-Stick in einen USB 2.0 Port (die schwarzen Ports, nicht die blauen). Windows 7/8-Setups haben oft keine Treiber für USB 3.0.
  • Anderer Port: Probiere testweise einen Port direkt am Mainboard (Rückseite) statt am Gehäuse-Frontpanel.
  • Medium neu erstellen: Falls die Fehlermeldung bereits direkt nach dem Starten des Setups kommt („Ein erforderlicher Medientreiber fehlt“), ist oft das Installationsmedium fehlerhaft. Erstelle den USB-Stick neu mit dem offiziellen Microsoft Media Creation Tool.

Lösung 4: Festplatte über die Eingabeaufforderung vorbereiten

Falls die Platte erkannt wird, aber Partitionen Probleme machen, hilft oft ein „Clean“.

  1. Drücke im Installationsbildschirm Shift + F10, um die Eingabeaufforderung zu öffnen.
  2. Tippe folgende Befehle nacheinander ein und bestätige jeweils mit Enter:
    • diskpart
    • list disk (Schau nach, welche Nummer deine Festplatte hat, z. B. Disk 0)
    • select disk 0 (Ersetze 0 durch deine Nummer)
    • clean (Achtung: Dabei werden alle Daten auf dieser Platte gelöscht!)
    • exit
  3. Schließe das Fenster und klicke auf „Aktualisieren“.

Zusammenfassung

In 90 % der Fälle bei modernen PCs ist Lösung 1 (IRST-Treiber) der richtige Weg. Bei älteren PCs hilft oft das Umstecken des USB-Sticks. Viel Erfolg bei der Installation!

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