Windows Arbeitsspeicherdiagnose hängt? So löst du das Problem!
Hier ist ein ausführliches Tutorial, das dir hilft, wenn die Windows-Arbeitsspeicherdiagnose (Windows Memory Diagnostic) scheinbar feststeckt.
Es ist ein bekanntes Phänomen: Du startest die Windows-Arbeitsspeicherdiagnose, um deinen RAM zu prüfen, und der Fortschrittsbalken bleibt bei 21 % oder 89 % stehen. Oft wirkt es so, als wäre das System eingefroren. In diesem Tutorial erfährst du, warum das passiert und wie du das Problem löst.
Schritt 1: Die "Gedulds-Methode" (Meistens die Lösung)
Bevor du den Computer ausschaltest, musst du wissen: Die Anzeige der Windows-Arbeitsspeicherdiagnose ist ungenau.
- Das Problem: Das Tool bleibt oft stundenlang bei einem bestimmten Prozentsatz (besonders 21 %) stehen, obwohl es im Hintergrund weiterarbeitet. Das liegt daran, dass bestimmte Tests bei modernen RAM-Riegeln sehr zeitintensiv sind.
- Die Lösung: Warte mindestens 2 bis 4 Stunden ab. In vielen Fällen springt die Anzeige plötzlich von 21 % auf 90 % oder schließt den Test erfolgreich ab.
Schritt 2: Den Test sicher abbrechen
Wenn sich nach mehr als 5 Stunden absolut nichts getan hat, ist das Tool wahrscheinlich wirklich abgestürzt.
- Drücke die Esc-Taste, um den Test zu beenden (falls das Tool noch reagiert).
- Sollte das nicht funktionieren, halte den Power-Button an deinem PC/Laptop gedrückt, bis das Gerät komplett ausschaltet.
- Starte den Computer neu. Windows sollte ganz normal hochfahren. Keine Sorge: Ein Abbruch der Diagnose beschädigt deine Hardware nicht.
Schritt 3: Die Ergebnisse im Ereignisprotokoll prüfen
Falls das Tool fertig geworden ist, aber beim Neustart kein Ergebnis anzeigt (oder du wissen willst, ob trotz Abbruch etwas gefunden wurde):
- Drücke
Windows-Taste + R, gibeventvwr.mscein und drücke Enter. - Navigiere zu: Windows-Protokolle -> System.
- Klicke in der rechten Spalte auf Suchen und gib
MemoryDiagnostics-Resultsein. - Hier siehst du die Details. Wenn dort steht "Keine Fehler", ist dein RAM physisch wahrscheinlich in Ordnung.
Schritt 4: Hardware-Check (Physische Lösung)
Wenn die Diagnose immer wieder hängen bleibt, kann das auf einen tatsächlichen Defekt oder ein Kontaktproblem hindeuten.
- PC vom Strom trennen und Gehäuse öffnen.
- RAM-Riegel entfernen: Nimm die Arbeitsspeicher-Module vorsichtig aus den Slots.
- Reinigen: Puste die Slots vorsichtig aus (Druckluftspray) und reinige die Kontakte der Riegel mit einem trockenen Tuch.
- Einzeln testen: Setze nur einen Riegel ein und starte die Diagnose erneut. Wiederhole das mit dem anderen Riegel. So findest du heraus, ob ein spezifisches Modul defekt ist.
Schritt 5: Die bessere Alternative nutzen (MemTest86)
Wenn das Windows-eigene Tool unzuverlässig ist, greifen Profis zu MemTest86. Es ist deutlich gründlicher und zeigt den Fortschritt präziser an.
- Lade dir das kostenlose Tool MemTest86 (Free Edition) herunter.
- Erstelle mit dem Tool einen bootfähigen USB-Stick.
- Starte deinen PC vom USB-Stick (Boot-Menü beim Start aufrufen, meist F11 oder F12).
- Lasse den Test laufen. Wenn hier rote Zeilen erscheinen, ist dein RAM definitiv defekt und muss ausgetauscht werden.
Zusammenfassung / Tipps
- Hängt bei 21 %? Meistens kein Fehler, sondern nur ein langsamer Testschritt. Abwarten!
- XMP-Profil: Falls du deinen RAM im BIOS übertaktet hast (XMP oder DOCP), schalte dies testweise aus, bevor du die Diagnose startest. Übertaktung kann dazu führen, dass das Tool einfriert.
- BIOS-Update: Manchmal hilft ein BIOS-Update des Mainboards, um Kompatibilitätsprobleme mit dem RAM-Test zu beheben.
Mit diesen Schritten solltest du das Problem in den Griff bekommen! Wenn der RAM-Test Fehler meldet, ist ein Austausch der Module meist unumgänglich.