Tutorial: Windows kann die Microsoft-Software-Lizenzbedingungen nicht finden – So lösen Sie das Problem

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Hier ist ein ausführliches Tutorial in Deutsch, um den Fehler „Windows kann die Microsoft-Software-Lizenzbedingungen nicht finden“ (Windows cannot find the Microsoft Software License Terms) zu beheben.


Dieser Fehler tritt meistens während einer Neuinstallation von Windows 10 oder Windows 11 auf. Er verhindert, dass der Setup-Prozess fortgesetzt wird, da Windows die notwendigen Lizenzdateien nicht verifizieren kann. Dies kann an defekten Installationsmedien, falschen Einstellungen in virtuellen Maschinen oder Hardware-Konfigurationen liegen.

Hier sind die effektivsten Lösungen, um diesen Fehler zu beheben.


Lösung 1: Hardware-Ressourcen anpassen (Nur bei Virtuellen Maschinen wie VirtualBox/VMware)

Wenn Sie Windows in einer virtuellen Umgebung installieren, ist dies die häufigste Ursache. Windows denkt, dass die Hardware nicht ausreicht, um die Lizenzbedingungen zu verarbeiten.

  1. RAM erhöhen: Stellen Sie sicher, dass der virtuellen Maschine mindestens 4 GB (4096 MB) RAM zugewiesen sind.
  2. CPU-Kerne: Erhöhen Sie die Anzahl der Prozessorkerne auf mindestens 2.
  3. Floppy-Laufwerk deaktivieren: Gehen Sie in die Einstellungen der VM und entfernen Sie das virtuelle Diskettenlaufwerk (Floppy), da dies oft Konflikte verursacht.

Lösung 2: Das Installationsmedium neu erstellen

Oft ist das USB-Laufwerk oder die ISO-Datei beschädigt.

  1. Laden Sie das offizielle Media Creation Tool von der Microsoft-Website herunter.
  2. Verwenden Sie einen anderen USB-Stick (mindestens 8 GB).
  3. Erstellen Sie das Installationsmedium neu.
    • Tipp: Wenn das Media Creation Tool fehlschlägt, versuchen Sie das Tool Rufus, um die ISO auf den Stick zu brennen. Wählen Sie in Rufus als Partitionsschema „GPT“ für moderne UEFI-Systeme.

Lösung 3: Den USB-Port wechseln

Klingt simpel, ist aber oft effektiv:

  • Wenn der USB-Stick in einem USB 3.0-Port (blau) steckt, stecken Sie ihn in einen USB 2.0-Port (schwarz).
  • Während des Setups fehlen manchmal die Treiber für USB 3.0, was dazu führt, dass Windows den Kontakt zum Installationsmedium verliert und die Lizenzbedingungen nicht „findet“.

Lösung 4: Die Festplatte manuell mit Diskpart löschen

Manchmal verhindern alte Partitionen oder ein falsches Partitionsformat die Installation.

Achtung: Dabei werden alle Daten auf der Zielfestplatte gelöscht!

  1. Wenn der Fehler erscheint, drücken Sie Umschalt (Shift) + F10, um die Eingabeaufforderung zu öffnen.
  2. Geben Sie folgende Befehle nacheinander ein und bestätigen Sie jeden mit Enter:
    • diskpart
    • list disk (Identifizieren Sie Ihre Festplatte, meist Disk 0)
    • select disk 0 (Ersetzen Sie "0" durch die Nummer Ihrer Festplatte)
    • clean
  3. Schließen Sie das Fenster und starten Sie die Installation erneut.

Lösung 5: Erstellen einer eigenen Konfigurationsdatei (ei.cfg)

Sie können Windows zwingen, die Abfrage der Edition zu überspringen, was oft den Lizenzfehler umgeht.

  1. Schließen Sie den USB-Installationsstick an einen funktionierenden PC an.
  2. Öffnen Sie den Ordner sources auf dem Stick.
  3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste in den Ordner -> Neu -> Textdokument.
  4. Nennen Sie die Datei ei.cfg (stellen Sie sicher, dass die Dateiendung nicht .txt ist).
  5. Öffnen Sie die Datei mit dem Editor und fügen Sie folgenden Inhalt ein:
    [Channel]
    Retail
  6. Speichern Sie die Datei und versuchen Sie die Installation erneut.

Lösung 6: BIOS/UEFI-Einstellungen prüfen

Einige Sicherheitseinstellungen im BIOS können das Setup stören.

  1. Starten Sie Ihren PC neu und gehen Sie ins BIOS (meist F2, F12, Entf oder Esc drücken).
  2. Suchen Sie nach Secure Boot und stellen Sie es testweise auf Disabled (Deaktiviert).
  3. Stellen Sie sicher, dass der SATA-Modus auf AHCI eingestellt ist (nicht RAID oder IDE).
  4. Speichern Sie die Änderungen und starten Sie vom USB-Stick.

Zusammenfassung

In den meisten Fällen liegt es an einem beschädigten USB-Stick oder – bei virtuellen Maschinen – an zu wenig zugewiesenem Arbeitsspeicher. Wenn Sie diese beiden Punkte prüfen, sollte die Installation in 90% der Fälle reibungslos funktionieren.

Viel Erfolg bei der Installation!

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