Tutorial: So erstellst du deinen eigenen VPN-Server unter Windows 7

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Hier ist ein detailliertes Tutorial, wie du unter Windows 7 einen eigenen VPN-Server einrichtest.


Einen eigenen VPN-Server (Virtual Private Network) zu Hause einzurichten, ermöglicht es dir, von unterwegs sicher auf dein Heimnetzwerk zuzugreifen oder verschlüsselt im Internet zu surfen. Windows 7 verfügt über eine integrierte Funktion für eingehende Verbindungen, die das Protokoll PPTP nutzt.

Wichtiger Hinweis vorab:

Windows 7 wird von Microsoft nicht mehr unterstützt (End of Life). Zudem gilt das PPTP-Protokoll heute als nicht mehr absolut sicher. Nutze dieses Setup daher idealerweise nur für private Zwecke und stelle sicher, dass dein System aktuelle Antivirensoftware besitzt.


Schritt 1: Eingehende Verbindungen vorbereiten

  1. Klicke auf den Start-Button und öffne die Systemsteuerung.
  2. Wähle Netzwerk und Internet und dann das Netzwerk- und Freigabecenter.
  3. Klicke in der linken Spalte auf den Link Adaptereinstellungen ändern.
  4. Drücke einmal die Alt-Taste, damit die klassische Menüleiste am oberen Rand erscheint.
  5. Klicke auf Datei und wähle den Punkt Neue eingehende Verbindung....

Schritt 2: Benutzer auswählen

  1. Es öffnet sich ein Fenster, in dem du gefragt wirst, wer eine Verbindung zu diesem Computer herstellen darf.
  2. Es ist ratsam, einen neuen Benutzer speziell für das VPN anzulegen:
    • Klicke auf Benutzer hinzufügen.
    • Vergib einen Namen (z. B. "VPN-User") und ein starkes Passwort.
    • Klicke auf OK.
  3. Setze das Häkchen bei dem neu erstellten Benutzer und klicke auf Weiter.

Schritt 3: Art der Verbindung festlegen

  1. Setze das Häkchen bei der Option Über das Internet.
  2. Klicke auf Weiter.

Schritt 4: Netzwerkprotokolle konfigurieren

  1. Hier siehst du eine Liste von Protokollen. Standardmäßig ist Internetprotokoll Version 4 (TCP/IPv4) ausgewählt. Markiere es und klicke auf Eigenschaften.
  2. Stelle sicher, dass Anrufern den Zugriff auf das lokale Netzwerk erlauben aktiviert ist.
  3. Bei der IP-Adresszuweisung empfiehlt es sich, eine feste Range zu vergeben:
    • Wähle IP-Adressen angeben.
    • Gib einen Bereich aus deinem Heimnetzwerk ein, der nicht von deinem Router belegt ist (z. B. 192.168.1.200 bis 192.168.1.210).
  4. Bestätige mit OK und klicke dann auf Zugriff erlauben.

Windows schließt nun die Konfiguration ab. Dein Computer ist jetzt theoretisch bereit, VPN-Verbindungen anzunehmen.


Schritt 5: Den Router konfigurieren (Port-Forwarding)

Damit Anfragen aus dem Internet überhaupt bei deinem Windows 7 PC ankommen, musst du an deinem Router eine Portfreigabe einrichten:

  1. Logge dich in das Menü deines Routers ein (meistens über 192.168.1.1 oder 192.168.178.1).
  2. Suche die Einstellungen für Portfreigabe oder Port Forwarding.
  3. Erstelle eine neue Freigabe:
    • Protokoll: TCP
    • Port: 1723
    • Ziel-IP: Die lokale IP-Adresse deines Windows 7 PCs (z. B. 192.168.1.15).
  4. Zusätzlich muss der Router das GRE-Protokoll (Protokoll 47) unterstützen und durchlassen (oft unter der Option "PPTP Passthrough" zu finden).

Schritt 6: Die Firewall prüfen

Normalerweise öffnet Windows die Firewall automatisch für diesen Dienst. Falls es Verbindungsprobleme gibt:

  1. Gehe in der Systemsteuerung zur Windows-Firewall.
  2. Klicke auf Ein Programm oder Feature durch die Windows-Firewall zulassen.
  3. Stelle sicher, dass Eingehende Verbindung (Routing und RAS) aktiviert ist.

Schritt 7: Verbindung von einem Client aufbauen

Um dich nun von einem anderen Ort (z. B. mit einem Laptop über das Handy-Hotspot) zu verbinden, benötigst du deine öffentliche IP-Adresse. Diese findest du heraus, indem du auf dem Windows 7 PC eine Webseite wie wieistmeineip.de aufrufst.

Am Client (z. B. Windows 10 Laptop):

  1. Gehe zu VPN-Einstellungen.
  2. Verbindung hinzufügen:
    • VPN-Anbieter: Windows (integriert)
    • Servername oder IP-Adresse: Deine öffentliche IP-Adresse (oder deine DynDNS-Adresse).
    • VPN-Typ: PPTP
    • Benutzername/Passwort: Die Daten, die du in Schritt 2 festgelegt hast.

Tipps für den Dauerbetrieb:

  • DynDNS: Da sich die öffentliche IP-Adresse deines Heimanschlusses meist alle 24 Stunden ändert, solltest du einen DynDNS-Dienst (wie No-IP oder DuckDNS) nutzen, damit dein Server immer unter derselben Adresse (z. B. meinhomevpn.ddns.net) erreichbar bleibt.
  • Energieoptionen: Der PC muss eingeschaltet sein, damit der VPN-Server funktioniert. Deaktiviere den "Energiesparmodus" in den Windows-Energieoptionen.
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