Tutorial: Nur eine Website unter Windows 10 erlauben (Kiosk-Modus & Proxy)

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Hier ist ein ausführliches Tutorial, wie du Windows 10 so konfigurierst, dass nur eine einzige Website aufgerufen werden kann und alle anderen blockiert werden.

Ich stelle dir die zwei effektivsten Methoden vor: Den Kiosk-Modus (professionell und sicher) und die Proxy-Methode (einfacher für den schnellen Gebrauch).


Es gibt verschiedene Szenarien, in denen man den Zugriff auf das Internet einschränken möchte – sei es für ein Terminal in einem Geschäft, für Kinder oder in einer Bildungsumgebung.


Methode 1: Der Kiosk-Modus (Zugeordneter Zugriff)

Dies ist die sauberste Methode von Microsoft. Sie sperrt den Computer so weit ab, dass nur der Microsoft Edge Browser startet und nur eine von dir definierte Website anzeigt.

Schritt 1: Ein lokales Benutzerkonto erstellen

Der Kiosk-Modus funktioniert am besten mit einem separaten Konto.

  1. Gehe zu Einstellungen > Konten > Familie und andere Benutzer.
  2. Klicke auf Diesem PC eine andere Person hinzufügen.
  3. Wähle Ich kenne die Anmeldeinformationen für diese Person nicht und dann Benutzer ohne Microsoft-Konto hinzufügen.
  4. Nenne das Konto z. B. „Kiosk-User“ (kein Passwort erforderlich).

Schritt 2: Kiosk-Modus einrichten

  1. Bleibe in den Einstellungen unter Familie und andere Benutzer.
  2. Scrolle nach unten zu Kiosk einrichten und klicke auf Zugeordneter Zugriff.
  3. Klicke auf Erste Schritte.
  4. Gib dem Kiosk einen Namen (z. B. „Web-Anzeige“).
  5. Wähle als App Microsoft Edge aus.
  6. Wähle die Option Als digitale Anzeige oder interaktiver Kiosk.
  7. Gib die URL der Website ein, die erlaubt sein soll.
  8. Stelle das Zeitintervall für den Neustart von Edge ein (falls der Browser nach Inaktivität zurückgesetzt werden soll).

Wie man ihn beendet:

Um den Kiosk-Modus zu verlassen, drücke gleichzeitig Strg + Alt + Entf.


Methode 2: Die Proxy-Server-Methode (Systemweit)

Diese Methode ist nützlich, wenn du kein neues Konto anlegen möchtest. Wir leiten den gesamten Internetverkehr ins "Nichts" um, außer für die eine Webseite, die wir als Ausnahme hinzufügen.

Schritt 1: Proxy-Einstellungen öffnen

  1. Drücke die Windows-Taste, tippe Internetoptionen ein und drücke Enter.
  2. Gehe auf den Reiter Verbindungen.
  3. Klicke unten auf LAN-Einstellungen.

Schritt 2: Proxy aktivieren

  1. Setze einen Haken bei Proxy-Server für LAN verwenden.
  2. Gib bei Adresse 127.0.0.1 ein und bei Port 80 (dies ist eine Sackgasse).
  3. Setze den Haken bei Proxyserver für lokale Adressen umgehen.

Schritt 3: Die Ausnahme (deine Website) hinzufügen

  1. Klicke im selben Fenster auf Erweitert.
  2. Im Feld Ausnahmen (unten) löschst du alles Vorhandene.
  3. Gib dort die Website ein, die erlaubt sein soll, z.B.: *.google.com; google.com
    • Wichtig: Trenne mehrere Adressen mit einem Semikolon.
  4. Bestätige alles mit OK.

Ergebnis: Jeder Browser wird nun versuchen, über den toten Proxy zu laden und Fehlermeldungen anzeigen – außer bei der Website, die du in den Ausnahmen eingetragen hast.


Methode 3: Browser-Erweiterungen (Einfachste Lösung)

Wenn es nicht absolut manipulationssicher sein muss (z. B. für die eigene Konzentration), kannst du Browser-Add-ons nutzen.

  1. Installiere eine Erweiterung wie "BlockSite" oder "StayFocusd" (verfügbar für Chrome und Edge).
  2. Nutze die Funktion "Whitelist Mode".
  3. Füge deine erlaubte Website zur Whitelist hinzu.
  4. Alle anderen Seiten werden automatisch gesperrt.
  5. Du kannst diese Erweiterungen meist mit einem Passwort schützen.

Welche Methode soll ich wählen?

  • Kiosk-Modus: Ideal für öffentliche PCs. Der Nutzer kann Windows nicht verlassen, keine anderen Programme öffnen und nichts verstellen.
  • Proxy-Methode: Gut für normale Windows-Nutzerkonten, um das Surfen systemweit einzuschränken. Erfahrene Nutzer können dies jedoch in den Einstellungen rückgängig machen.
  • Erweiterungen: Gut für Selbstdisziplin oder Kinder, aber leicht zu umgehen, wenn man einen anderen Browser installiert.

Hinweis: Denke daran, dass viele moderne Websites Ressourcen (wie Bilder oder Skripte) von anderen Domains nachladen (z.B. von CDNs oder Google Fonts). Wenn die Website nach der Sperre "kaputt" aussieht, musst du auch diese Ressourcen-Domains in die Ausnahmenliste aufnehmen.

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