Tutorial: macOS unter Windows mit VMware installieren
Hier ist ein ausführliches Tutorial, wie du macOS in einer virtuellen Umgebung unter Windows mithilfe von VMware installierst.
Diese Anleitung führt dich durch die notwendigen Schritte, um ein Apple-Betriebssystem auf einem Windows-PC zu emulieren.
1. Voraussetzungen
Bevor du beginnst, stelle sicher, dass deine Hardware leistungsstark genug ist:
- Prozessor: Intel oder AMD (Intel wird nativ besser unterstützt; AMD erfordert zusätzliche Konfigurationszeilen).
- Arbeitsspeicher: Mindestens 8 GB RAM (16 GB empfohlen).
- Festplatte: Mindestens 80 GB freier Speicherplatz (SSD empfohlen).
- Software:
- VMware Workstation Player (kostenlos) oder Pro.
- Ein macOS Unlocker (ein kleines Tool, das VMware beibringt, dass macOS installiert werden darf).
- Ein macOS ISO-Image der gewünschten Version.
2. Schritt: VMware für macOS vorbereiten (Der Unlocker)
Standardmäßig erlaubt VMware die Installation von macOS nur auf Apple-Hardware. Um dies unter Windows freizuschalten, nutzt man einen „Unlocker“.
- Schließe VMware komplett (auch alle Hintergrundprozesse).
- Lade ein aktuelles Unlocker-Tool (z. B. von GitHub) herunter.
- Entpacke die Datei, klicke mit der rechten Maustaste auf die Datei
win-install.cmd(oder ähnlich) und wähle „Als Administrator ausführen“. - Ein Konsolenfenster öffnet sich, lädt Dateien herunter und patcht VMware. Warte, bis das Fenster von selbst schließt.
3. Schritt: Die virtuelle Maschine erstellen
- Öffne VMware und klicke auf „Create a New Virtual Machine“.
- Wähle „Installer disc image file (iso)“ und wähle deine macOS ISO-Datei aus.
- Im nächsten Fenster wählst du bei Betriebssystem „Apple Mac OS X“ aus. (Sollte dieser Punkt nicht erscheinen, war der Unlocker aus Schritt 2 nicht erfolgreich).
- Wähle die Version aus, die deiner ISO entspricht (z. B. macOS 13 oder 14).
- Benenne die VM und wähle den Speicherort.
- Festplattengröße: Weise mindestens 80 GB zu und wähle „Store virtual disk as a single file“.
4. Schritt: Hardware-Konfiguration anpassen
Bevor du startest, klicke auf „Edit virtual machine settings“:
- Memory (RAM): Gib der VM mindestens 4 GB (besser 8 GB).
- Processors: Weise mindestens 4 Kerne zu.
- Virtualization engine: Aktiviere (falls verfügbar) „Virtualize Intel VT-x/EPT“.
5. Schritt: Die VMX-Datei bearbeiten (Wichtig!)
Damit macOS bootet, muss eine kleine Änderung an der Konfigurationsdatei vorgenommen werden.
- Gehe in den Ordner, in dem du die virtuelle Maschine gespeichert hast.
- Suche die Datei mit der Endung .vmx (Typ: VMware Virtual Machine Configuration).
- Öffne sie mit dem Editor (Notepad).
- Gehe ganz ans Ende der Datei und füge folgenden Befehl hinzu:
smc.version = "0" - (Nur für AMD-Nutzer: Hier müssen meist zusätzliche „cpuid“-Zeilen eingefügt werden, damit der Apple-Kernel startet).
- Speichere und schließe die Datei.
6. Schritt: macOS Installation
- Starte die virtuelle Maschine in VMware.
- Nach dem Ladebalken erscheint die Sprachauswahl. Wähle „Deutsch“.
- Wähle im Menü zuerst das Festplattendienstprogramm (Disk Utility).
- Wähle die virtuelle Festplatte (meist „VMware Virtual SATA Hard Drive Media“) und klicke auf „Löschen“ (Erase).
- Name: macOS HD
- Format: APFS
- Schließe das Festplattendienstprogramm und wähle „macOS installieren“.
- Folge den Anweisungen auf dem Bildschirm. Die VM wird mehrmals neu starten.
7. Schritt: VMware Tools installieren (Grafik & Performance)
Nachdem macOS eingerichtet ist, läuft es meist ruckelig und die Auflösung ist falsch.
- Klicke in der VMware-Menüleiste (oben) auf VM > Install VMware Tools.
- Ein virtuelles Laufwerk erscheint auf dem macOS-Desktop. Öffne es und starte die Installation.
- Wichtig: Du musst in den macOS-Systemeinstellungen unter „Sicherheit“ die Ausführung der Systemerweiterung von VMware erlauben und den Mac (die VM) neu starten.
Fertig!
Du hast nun ein voll funktionsfähiges macOS in einer virtuellen Umgebung unter Windows.
Hinweis: Die Performance in einer VM wird nie so flüssig sein wie auf echter Hardware, da keine volle Grafikbeschleunigung (GPU-Passthrough) unterstützt wird. Für Software-Tests oder einfaches Ausprobieren reicht es jedoch völlig aus.