Tutorial: Laptop-Akku lädt nicht? So beheben Sie den Fehler „Netzbetrieb, wird nicht geladen“ (Windows 10/11)

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Hier ist ein ausführliches Tutorial, um das Problem „Netzbetrieb, wird nicht geladen“ unter Windows 10 und 11 zu beheben.


Es ist frustrierend: Der Laptop ist eingesteckt, das Symbol in der Taskleiste zeigt den Netzstecker, aber der Akkustand steigt nicht. Dieses Problem kann sowohl Software- als auch Hardware-Ursachen haben. Gehen Sie die folgenden Schritte der Reihe nach durch.


Schritt 1: Die Basis-Hardware prüfen

Bevor wir in die Einstellungen gehen, schließen Sie physische Fehler aus:

  • Steckdose wechseln: Testen Sie eine andere Wandsteckdose.
  • Kabel prüfen: Ist das Netzteil beschädigt oder geknickt? Sitzt der Stecker fest im Laptop?
  • Original-Netzteil: Verwenden Sie immer das Original-Ladegerät. USB-C-Ladegeräte von Handys haben oft nicht genug Watt, um einen Laptop zu laden.
  • Überhitzung: Wenn der Laptop sehr heiß ist, stoppt die Ladeelektronik oft den Ladevorgang zum Schutz des Akkus. Lassen Sie ihn abkühlen.

Schritt 2: Den Akku-Treiber neu installieren (Häufigste Lösung)

Windows nutzt spezielle Treiber, um mit dem Akku zu kommunizieren. Wenn diese fehlerhaft sind, lädt der Akku nicht.

  1. Drücken Sie die Tastenkombination Windows-Taste + X und wählen Sie den Geräte-Manager.
  2. Suchen Sie den Punkt Akkus und klappen Sie ihn auf.
  3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf „Microsoft ACPI-konforme Kontrollmethoden电池“ (oder ähnlich: Microsoft ACPI-Compliant Control Method Battery).
  4. Wählen Sie Gerät deinstallieren. (Keine Sorge, der Treiber installiert sich beim Neustart von selbst neu).
  5. Starten Sie Ihren Laptop neu.
  6. Schließen Sie das Netzkabel an und prüfen Sie, ob er wieder lädt.

Schritt 3: Den „Power-Reset“ durchführen (Reststromentleerung)

Manchmal bleibt statische Aufladung im Gerät hängen, die die Ladeelektronik stört.

  1. Schalten Sie den Laptop komplett aus.
  2. Trennen Sie das Netzteil vom Laptop.
  3. Falls der Akku entnehmbar ist: Nehmen Sie ihn heraus.
  4. Halten Sie den Ein-/Ausschalter für ca. 30 bis 60 Sekunden gedrückt.
  5. Setzen Sie den Akku wieder ein (falls entnommen).
  6. Schließen Sie das Netzteil an und starten Sie den Laptop.

Schritt 4: Windows-Problembehandlung nutzen

Windows hat ein integriertes Tool zur Fehlerbehebung bei Energieproblemen.

  1. Drücken Sie die Windows-Taste und tippen Sie Problembehandlung ein.
  2. Wählen Sie Zusätzliche Problembehandlungen (Windows 10) oder Andere Problembehandlungen (Windows 11).
  3. Suchen Sie den Punkt Stromversorgung (Power) und klicken Sie auf Ausführen.
  4. Folgen Sie den Anweisungen auf dem Bildschirm.

Schritt 5: Herstellerspezifische Akku-Einstellungen prüfen

Viele Hersteller (Lenovo, Dell, HP, ASUS) haben Apps vorinstalliert, die die Lebensdauer des Akkus verlängern sollen.

  • Erhaltungsmodus / Battery Health Mode: Diese Funktionen verhindern oft, dass der Akku über 60 % oder 80 % lädt.
  • Suchen Sie nach Programmen wie Lenovo Vantage, MyASUS oder Dell Power Manager.
  • Prüfen Sie dort, ob ein Limit für die Akkuladung eingestellt ist und deaktivieren Sie es testweise.

Schritt 6: BIOS/UEFI-Update

Manchmal liegt der Fehler tief im System. Ein veraltetes BIOS kann Ladeprobleme verursachen.

  1. Gehen Sie auf die Support-Webseite Ihres Laptop-Herstellers.
  2. Geben Sie Ihre Modellnummer ein.
  3. Suchen Sie nach BIOS-Updates.
  4. Installieren Sie das Update (Achtung: Der Laptop muss währenddessen unbedingt am Strom bleiben!).

Wann ist der Akku defekt?

Wenn keiner der Schritte hilft, ist wahrscheinlich die Hardware beschädigt. Sie können den Zustand des Akkus prüfen:

  1. Drücken Sie Windows + X und wählen Sie Terminal (Admin) oder Eingabeaufforderung (Administrator).
  2. Tippen Sie den Befehl ein: powercfg /batteryreport
  3. Öffnen Sie die erstellte HTML-Datei (der Pfad wird in der Konsole angezeigt).
  4. Vergleichen Sie Design Capacity (Kapazität bei Kauf) mit Full Charge Capacity (aktuelle Kapazität). Ist der Wert der aktuellen Kapazität sehr niedrig, ist der Akku verbraucht und muss ersetzt werden.

Tipp: Falls Ihr Laptop noch Garantie hat, wenden Sie sich an den Hersteller, da Akkus oft als Verschleißteil anders behandelt werden als der Rest des Geräts.

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