Tutorial: Erstellen eines Wasserfalldiagramms in Excel 2016

Melden

Hier ist ein ausführliches Tutorial, wie du in Excel 2016 ein Wasserfalldiagramm (Waterfall Chart) erstellst. Seit der Version 2016 ist dies ein integrierter Diagrammtyp, was den Prozess im Vergleich zu älteren Versionen massiv vereinfacht.

Ein Wasserfalldiagramm eignet sich hervorragend, um zu zeigen, wie ein Anfangswert durch eine Reihe von positiven und negativen Werten (z. B. Einnahmen und Ausgaben) zu einem Endwert gelangt.


Schritt 1: Die Daten vorbereiten

Damit Excel das Diagramm korrekt interpretieren kann, müssen deine Daten logisch aufgebaut sein.

  1. Erstelle eine Tabelle mit zwei Spalten: Beschreibung und Betrag.
  2. Trage deinen Startwert ein.
  3. Trage die Veränderungen ein (positive Werte für Zunahmen, negative Werte für Abnahmen).
  4. Trage den Endwert ein (dieser sollte die Summe aller vorherigen Zeilen sein).

Beispiel: | Beschreibung | Betrag | | :--- | :--- | | Startkapital | 5000 | | Verkauf Produkt A | 1200 | | Verkauf Produkt B | 800 | | Mietkosten | -1500 | | Marketing | -500 | | Endbestand | 5000 |


Schritt 2: Das Diagramm einfügen

  1. Markiere den gesamten Datenbereich (einschließlich der Beschriftungen).
  2. Gehe im Menüband auf die Registerkarte Einfügen.
  3. Klicke in der Gruppe „Diagramme“ auf das Symbol für Wasserfall-, Trichter-, Kurs-, Oberflächen- oder Netzdiagramm einfügen (es sieht aus wie kleine Treppenstufen).
  4. Wähle unter der Rubrik „Wasserfall“ das erste Symbol aus.

Excel erstellt nun ein Standard-Wasserfalldiagramm. Wichtig: Der Endwert wird wahrscheinlich noch wie eine normale Veränderung „schwebend“ angezeigt. Das korrigieren wir im nächsten Schritt.


Schritt 3: Den Summenbalken festlegen („Als Summe festlegen“)

Im Wasserfalldiagramm müssen Start- und Endwerte (und ggf. Zwischensummen) am Boden (der X-Achse) verankert sein, anstatt in der Luft zu schweben.

  1. Klicke im Diagramm einmal auf die Datenreihe (alle Balken werden markiert).
  2. Klicke nun ein zweites Mal nur auf den Balken, den du als Summe definieren möchtest (z. B. „Endbestand“ oder „Startkapital“). Jetzt sollte nur dieser eine Balken markiert sein.
  3. Mache einen Rechtsklick auf diesen Balken.
  4. Wähle im Kontextmenü die Option Als Summe festlegen.

Der Balken beginnt nun bei Null auf der X-Achse. In der Legende erscheint er meist in einer anderen Farbe (standardmäßig grau).


Schritt 4: Das Design anpassen

Um das Diagramm übersichtlicher zu machen, kannst du folgende Anpassungen vornehmen:

  • Farben ändern: Excel nutzt meist Blau für Zunahmen und Orange für Abnahmen. Du kannst dies ändern, indem du die Datenreihe rechtsanklickst -> Datenreihen formatieren -> Füllung und Linie. (Klassisch ist Grün für Plus und Rot für Minus).
  • Verbindungslinien: Die feinen Linien zwischen den Balken zeigen den Fluss der Werte. Du kannst sie im Menü Datenreihen formatieren unter den Reihenoptionen ein- oder ausschalten.
  • Datenbeschriftungen: Klicke auf das „+“-Symbol rechts oben am Diagramm und setze ein Häkchen bei Datenbeschriftungen, damit die exakten Werte über den Balken stehen.

Häufige Fehler und Tipps

  • Negativer Endwert: Wenn dein Endergebnis negativ ist, wird der Balken nach unten unter die X-Achse ragen. Das ist korrekt so.
  • Zwischensummen: Wenn du ein sehr langes Diagramm hast (z. B. ein ganzes Geschäftsjahr), kannst du auch Zwischensummen (z. B. „Halbjahresergebnis“) einfügen. Markiere diesen Balken einfach ebenfalls mit Rechtsklick -> Als Summe festlegen.
  • Keine Formeln nötig: Du musst Excel nicht sagen, dass der Endwert eine Summe ist – das Programm erkennt die Differenzen automatisch, solange du den Balken als „Summe“ markierst.

Fertig! Dein Wasserfalldiagramm in Excel 2016 ist nun einsatzbereit und visualisiert professionell die Entwicklung deiner Zahlen.

0