Turbo-Boost für den USB-Stick: So erhöhst du die Übertragungsgeschwindigkeit (Tutorial 2018)
Hier ist ein ausführliches Tutorial, das die gängigsten Methoden zur Beschleunigung von USB-Sticks (Stand 2018, aber auch heute noch größtenteils gültig) zusammenfasst.
Es ist frustrierend, wenn das Kopieren von Filmen oder großen Ordnern auf den USB-Stick ewig dauert. Oft schöpft Windows das volle Potenzial der Hardware nicht aus, da die Standardeinstellungen auf Sicherheit und nicht auf Tempo ausgelegt sind. In diesem Tutorial zeigen wir dir, wie du deinen USB-Stick spürbar schneller machst.
Methode 1: Die Windows-Richtlinien ändern (Schreibcache aktivieren)
Standardmäßig nutzt Windows die Einstellung „Schnelles Entfernen“. Das bedeutet, dass Daten sofort geschrieben werden, damit man den Stick jederzeit abziehen kann. Das bremst die Geschwindigkeit. Wir stellen dies auf „Bessere Leistung“ um.
- Stecke den USB-Stick in den Computer.
- Öffne den Geräte-Manager (Rechtsklick auf das Startmenü-Symbol -> Geräte-Manager).
- Suche den Punkt Laufwerke und klappe ihn auf.
- Mache einen Rechtsklick auf deinen USB-Stick und wähle Eigenschaften.
- Gehe zum Reiter Richtlinien.
- Wähle die Option Bessere Leistung aus und bestätige mit OK.
Wichtig: Wenn diese Option aktiv ist, musst du den USB-Stick immer über das Symbol „Hardware sicher entfernen“ in der Taskleiste auswerfen, um Datenverlust zu vermeiden!
Methode 2: Das Dateisystem auf NTFS umstellen
Viele USB-Sticks sind ab Werk im alten FAT32-Format formatiert. Dieses ist zwar mit fast allen Geräten kompatibel, aber deutlich langsamer als NTFS.
- Sichere alle wichtigen Daten vom Stick, da dieser formatiert wird.
- Öffne den Windows Explorer (Dieser PC).
- Rechtsklick auf den USB-Stick -> Formatieren....
- Wähle unter Dateisystem NTFS (oder exFAT für große Dateien auf verschiedenen Betriebssystemen).
- Stelle die Größe der Zuordnungseinheiten auf einen höheren Wert (z. B. 64 KB), wenn du hauptsächlich große Dateien speicherst.
- Klicke auf Starten.
Methode 3: USB 3.0 Ports richtig nutzen
Es klingt simpel, wird aber oft übersehen:
- Blaue Ports: Achte darauf, dass du (falls vorhanden) die blauen USB-Steckplätze deines PCs nutzt. Das sind USB 3.0 / 3.1 Ports, die bis zu 10-mal schneller sind als die schwarzen USB 2.0 Ports.
- Direkt am Mainboard: Schließe den Stick bei einem Desktop-PC direkt hinten am Gehäuse (Mainboard) an, statt an der Frontseite oder an einem USB-Hub. Die vorderen Anschlüsse sind oft über lange, minderwertige Kabel intern verbunden, was die Geschwindigkeit drosselt.
Methode 4: USB-Treiber im Geräte-Manager aktualisieren
Veraltete Treiber für den USB-Controller können die Geschwindigkeit limitieren.
- Öffne erneut den Geräte-Manager.
- Gehe ganz nach unten zu USB-Controller.
- Suche Einträge wie „USB 3.0 Host Controller“ oder „Root Hub“.
- Rechtsklick -> Treiber aktualisieren -> Automatisch nach aktualisierter Treibersoftware suchen.
Methode 5: Den USB-Stick auf Fehler prüfen
Manchmal verlangsamen Dateisystemfehler den Kopiervorgang.
- Rechtsklick auf den USB-Stick im Explorer -> Eigenschaften.
- Reiter Tools.
- Klicke unter „Fehlerüberprüfung“ auf Prüfen.
- Lasse Windows das Laufwerk scannen und ggf. reparieren.
Fazit
Durch das Umstellen der Windows-Richtlinien (Schreibcache) und die Formatierung auf NTFS lassen sich oft die größten Geschwindigkeitssprünge erzielen. Wenn der Stick dennoch extrem langsam bleibt, könnte es an der Hardware selbst liegen (billige Speicherchips), da auch die beste Software einen langsamen Controller nicht „zaubern“ lassen kann.
Zusammenfassung der Profi-Tipps:
- Immer „Hardware sicher entfernen“ nutzen!
- Blaue USB-Ports bevorzugen.
- Bei großen Dateien NTFS nutzen.