Schritt-für-Schritt-Anleitung: So entfernst du den Google Chrome Redirect-Virus dauerhaft

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Wenn Google Chrome dich plötzlich ohne dein Einverständnis auf fremde Webseiten, dubiose Suchmaschinen (wie Yahoo, Bing-Klone oder unbekannte Suchanbieter) oder unseriöse Werbeportale umleitet, hat sich dein Browser mit einem sogenannten Redirect-Virus (Browser-Hijacker) infiziert.

Diese Malware manipuliert die Einstellungen deines Browsers. Folge dieser Anleitung, um das Problem vollständig zu beheben.


Schritt 1: Schädliche Chrome-Erweiterungen entfernen

In den meisten Fällen versteckt sich der Redirect-Virus in einer manipulierten Erweiterung, die unbemerkt installiert wurde.

  1. Öffne Google Chrome.
  2. Klicke oben rechts auf die drei Punkte (Menü) > Erweiterungen > Erweiterungen verwalten (oder gib chrome://extensions/ in die Adressleiste ein).
  3. Gehe die Liste sorgfältig durch. Suche nach Erweiterungen, die du nicht selbst installiert hast, die verdächtig klingen oder deren Name aus sinnlosen Zeichenketten besteht.
  4. Klicke bei verdächtigen Einträgen auf Entfernen.

Schritt 2: Verknüpfung von Google Chrome bereinigen

Manchmal manipuliert der Virus die Windows-Verknüpfung von Chrome, sodass beim Start automatisch eine schädliche Webseite aufgerufen wird.

  1. Klicke mit der rechten Maustaste auf das Chrome-Icon (auf dem Desktop oder in der Taskleiste) und wähle Eigenschaften.
  2. Wechsle auf den Reiter Verknüpfung.
  3. Suche das Feld Ziel. Dort sollte standardmäßig Folgendes stehen:
    "C:\Program Files\Google\Chrome\Application\chrome.exe"
  4. Falls hinter den Anführungszeichen (oder hinter chrome.exe) noch eine Webadresse oder weitere Zeichen stehen, lösche alles, was nach chrome.exe" kommt.
  5. Klicke auf Übernehmen und danach auf OK.

Schritt 3: Chrome-Einstellungen auf Standard zurücksetzen

Um manipulierte Startseiten, Suchmaschinen und zwischengespeicherte bösartige Skripte loszuwerden, solltest du Chrome zurücksetzen. (Deine Passwörter und Lesezeichen bleiben dabei erhalten).

  1. Klicke auf die drei Punkte > Einstellungen.
  2. Klicke in der linken Seitenleiste ganz unten auf Einstellungen zurücksetzen.
  3. Wähle die Option Einstellungen auf ursprüngliche Standardwerte zurücksetzen.
  4. Bestätige den Vorgang mit einem Klick auf den blauen Button Einstellungen zurücksetzen.

Schritt 4: Verdächtige Software vom Computer entfernen

Oft wird der Browser-Hijacker über ein anderes bösartiges Programm auf deinem Rechner gesteuert.

Unter Windows:

  1. Drücke die Tastenkombination Windows-Taste + R, gib appwiz.cpl ein und drücke Enter (oder gehe über Einstellungen > Apps > Installierte Apps).
  2. Sortiere die Liste nach dem Installationsdatum.
  3. Suche nach Programmen, die um den Zeitpunkt herum installiert wurden, als die Weiterleitungen anfingen, und die dir unbekannt sind (z. B. "Search Bar", "Web Assistant", Converter-Tools etc.).
  4. Klicke auf das verdächtige Programm und wähle Deinstallieren.

Unter macOS:

  1. Öffne den Finder und gehe zu Programme.
  2. Suche nach unbekannten Apps, klicke mit der rechten Maustaste darauf und wähle In den Papierkorb legen.
  3. Leere anschließend den Papierkorb.

Schritt 5: Tiefenscan mit einem Anti-Malware-Tool

Da sich einige Redirect-Viren tief im System einnisten (z. B. in der Windows-Registry), reicht die manuelle Bereinigung oft nicht aus. Führe daher einen Scan mit einem spezialisierten Tool durch.

  1. AdwCleaner (von Malwarebytes):
    • Lade den kostenlosen AdwCleaner herunter. Dieses Tool ist speziell auf Browser-Hijacker und Adware ausgelegt.
    • Starte das Tool und klicke auf Jetzt scannen.
    • Lass alle Funde in die Quarantäne verschieben und starte den PC neu.
  2. Vollständiger Scan mit Windows Defender oder Malwarebytes:
    • Führe ergänzend einen vollständigen Scan deines Systems durch, um sicherzustellen, dass keine weiteren Schädlinge vorhanden sind.

Tipps, um zukünftige Infektionen zu vermeiden:

  • Benutzerdefinierte Installation wählen: Wähle bei Software-Installationen immer die Option „Benutzerdefiniert“ oder „Erweitert“ und deaktiviere Häkchen für zusätzliche, mitgelieferte Toolbars oder Browser.
  • Vorsicht bei falschen Update-Meldungen: Lade Updates niemals über Pop-ups herunter, die behaupten, dein „Flash Player“ oder „Browser“ sei veraltet.
  • Erweiterungen prüfen: Installiere Browser-Erweiterungen nur aus dem offiziellen Chrome Web Store und lies vorher die Bewertungen.
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