RAM testen: So prüfst du, ob dein Arbeitsspeicher unter Windows richtig funktioniert

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Hier ist ein ausführliches Tutorial, wie du deinen Arbeitsspeicher (RAM) unter Windows 11, 10, 8 und 7 auf Fehler überprüfen kannst.


Ein defekter Arbeitsspeicher kann zu Bluescreens, plötzlichen Abstürzen und merkwürdigem Systemverhalten führen. Windows bietet ein integriertes Werkzeug, um dies ohne Zusatzsoftware zu prüfen.

Methode 1: Das Windows-Arbeitsspeicherdiagnosetool (Empfohlen)

Diese Methode funktioniert bei allen modernen Windows-Versionen (11, 10, 8 und 7) identisch.

Schritt 1: Das Tool starten

  1. Drücke die Windows-Taste + R auf deiner Tastatur, um das "Ausführen"-Fenster zu öffnen.
  2. Gib den Befehl mdsched.exe ein und drücke die Enter-Taste.

Schritt 2: Neustart wählen

Es erscheint ein Fenster mit zwei Optionen:

  • „Jetzt neu starten und nach Problemen suchen (empfohlen)“: Dein PC startet sofort neu und beginnt mit dem Test. (Speichere vorher alle offenen Dokumente!)
  • „Beim nächsten Start des Computers nach Problemen suchen“: Der Test wird beim nächsten manuellen Hochfahren durchgeführt.

Schritt 3: Der Testvorgang

Nach dem Neustart lädt Windows in einer einfachen, blauen Umgebung (die wie ein altes DOS-Programm aussieht).

  • Der Test läuft automatisch ab.
  • Du kannst mit der Taste F1 die Testoptionen ändern (Standard, Einfach oder Erweitert), aber für die meisten Fälle ist die Standardeinstellung völlig ausreichend.
  • Der Vorgang kann je nach Größe deines RAMs 10 bis 30 Minuten dauern.

Schritt 4: Die Ergebnisse finden

Sobald der Test fertig ist, startet Windows normal neu. Die Ergebnisse werden oft als Sprechblase in der Taskleiste angezeigt. Wenn nicht, kannst du sie so manuell auslesen:

  1. Klicke mit der rechten Maustaste auf den Start-Button und wähle Ereignisanzeige (oder suche danach im Startmenü).
  2. Gehe zu Windows-Protokolle -> System.
  3. Klicke in der rechten Spalte auf Suchen und gib MemoryDiagnostics-Results ein.
  4. Klicke auf das gefundene Ereignis. Im unteren Feld siehst du, ob Fehler gefunden wurden oder nicht.

Methode 2: Schnellcheck über den Task-Manager

Wenn du nur prüfen willst, ob Windows deinen RAM überhaupt in voller Kapazität erkennt:

  1. Drücke Strg + Umschalt + Esc, um den Task-Manager zu öffnen.
  2. Klicke auf den Reiter Leistung (bei Windows 11 ist es das Symbol mit den CPU-Kurven) und dann auf Arbeitsspeicher.
  3. Überprüfe oben rechts, ob die korrekte Menge (z. B. 16 GB oder 32 GB) angezeigt wird.
  4. Achte unten auf „Hardware reserviert“. Wenn hier mehrere Gigabyte stehen, wird ein Teil deines RAMs nicht korrekt für das System genutzt.

Methode 3: Für Experten – MemTest86 (Externes Tool)

Falls das Windows-eigene Tool keine Fehler findet, du aber trotzdem Abstürze hast, ist MemTest86 der Goldstandard.

  1. Lade dir die kostenlose Version von memtest86.com herunter.
  2. Erstelle mit dem Tool einen bootfähigen USB-Stick.
  3. Boote deinen PC von diesem Stick (meist über F11, F12 oder Entf beim Start).
  4. Dieses Tool ist wesentlich gründlicher und führt deutlich mehr Testzyklen durch.

Was tun, wenn Fehler gefunden wurden?

Wenn eines der Tools Fehler meldet, ist der RAM höchstwahrscheinlich physisch defekt. Hier sind die nächsten Schritte:

  1. Übertaktung deaktivieren: Falls du XMP-Profile oder manuelles Overclocking im BIOS aktiviert hast, setze alles auf Standard zurück und teste erneut.
  2. Einzeln testen: Wenn du mehrere RAM-Riegel hast, baue alle bis auf einen aus und lass den Test erneut laufen. So findest du heraus, welcher spezifische Riegel defekt ist.
  3. Slots reinigen: Manchmal hilft es, die Kontakte der RAM-Riegel vorsichtig mit einem trockenen Tuch zu reinigen und sie in einen anderen Slot zu stecken.
  4. Austausch: RAM-Fehler lassen sich nicht durch Software reparieren. Wenn ein Riegel defekt ist, muss er ersetzt werden. (Prüfe die Garantie: Viele Hersteller wie Corsair oder G.Skill geben lebenslange Garantie auf RAM).
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