Pivot-Tabellen in Excel erstellen: Ein umfassender Leitfaden für Anfänger

Melden

Pivot-Tabellen gehören zu den mächtigsten Funktionen in Microsoft Excel. Sie ermöglichen es dir, riesige Datenmengen innerhalb weniger Sekunden zusammenzufassen, zu analysieren und übersichtlich darzustellen – ganz ohne komplizierte Formeln.

In diesem Leitfaden lernst du Schritt für Schritt, wie du deine erste Pivot-Tabelle erstellst.


Schritt 1: Die Daten vorbereiten

Bevor du eine Pivot-Tabelle erstellst, muss deine Datentabelle (die Quelldaten) eine saubere Struktur haben:

  1. Überschriften: Jede Spalte muss eine eindeutige Überschrift in der ersten Zeile haben (z. B. "Produkt", "Region", "Umsatz").
  2. Keine Leerzeilen/Leerreihen: Die Daten sollten ein geschlossener Block sein.
  3. Einheitliche Daten: In einer Spalte sollten nur gleichartige Daten stehen (z. B. nur Zahlen in der Umsatzspalte).

Schritt 2: Die Pivot-Tabelle einfügen

  1. Klicke auf eine beliebige Zelle innerhalb deines Datensatzes.
  2. Gehe im Menüband (oben) auf den Reiter Einfügen.
  3. Klicke ganz links auf die Schaltfläche PivotTable.
  4. Es öffnet sich ein Dialogfenster:
    • Tabellen-/Bereich auswählen: Excel erkennt deinen Datenbereich normalerweise automatisch.
    • Wähle aus, wo der Bericht platziert werden soll: Wähle am besten Neues Arbeitsblatt, um die Übersicht zu behalten.
  5. Bestätige mit OK.

Schritt 3: Das Prinzip der Pivot-Felder verstehen

In deinem neuen Arbeitsblatt siehst du rechts den Bereich PivotTable-Felder. Dieser ist in zwei Teile unterteilt:

  • Oben: Eine Liste aller Spaltenüberschriften deiner Quelldaten.
  • Unten: Vier Bereiche, in die du diese Felder ziehen kannst.

Die vier Bereiche erklärt:

  1. Filter: Hier kannst du Felder ablegen, nach denen du die gesamte Tabelle filtern möchtest (z. B. nur ein bestimmtes Land anzeigen).
  2. Spalten: Die Daten dieses Feldes werden nebeneinander in den Spaltenköpfen angezeigt.
  3. Zeilen: Die Daten dieses Feldes werden untereinander in den Zeilen aufgelistet (ideal für Kategorien).
  4. Werte: Hier ziehst du die Felder hinein, mit denen du rechnen möchtest (z. B. Umsatz oder Menge). Standardmäßig summiert Excel diese Werte.

Schritt 4: Eine einfache Analyse erstellen (Beispiel)

Nehmen wir an, du hast eine Verkaufsliste mit den Spalten „Region“, „Produkt“ und „Umsatz“.

  1. Ziehe das Feld Region in den Bereich Zeilen.
  2. Ziehe das Feld Produkt in den Bereich Spalten.
  3. Ziehe das Feld Umsatz in den Bereich Werte.

Ergebnis: Du erhältst sofort eine Matrix, die dir zeigt, wie viel Umsatz mit welchem Produkt in welcher Region erzielt wurde.


Schritt 5: Berechnungen anpassen

Excel summiert Werte standardmäßig auf. Wenn du stattdessen den Durchschnitt oder die Anzahl der Einträge wissen möchtest:

  1. Klicke im Bereich Werte auf den kleinen Pfeil neben deinem Feld (z. B. "Summe von Umsatz").
  2. Wähle Wertfeldeinstellungen.
  3. Wähle im Reiter „Werte zusammenfassen nach“ die gewünschte Funktion aus (z. B. Mittelwert oder Anzahl).
  4. Bestätige mit OK.

Schritt 6: Daten aktualisieren

Wenn du deine Quelldaten (die ursprüngliche Liste) änderst, übernimmt die Pivot-Tabelle diese Änderungen nicht automatisch.

  1. Mache einen Rechtsklick irgendwo in deine Pivot-Tabelle.
  2. Wähle im Menü Aktualisieren.
  3. Nun sind die Zahlen auf dem neuesten Stand.

Profi-Tipps für Anfänger

  • Datenschnitte verwenden: Gehe auf den Reiter PivotTable-Analyse und klicke auf Datenschnitt einfügen. Damit erhältst du grafische Filter-Buttons, die deine Tabelle interaktiver machen.
  • Design ändern: Über den Reiter Entwurf kannst du die Farben und das Layout deiner Pivot-Tabelle mit einem Klick anpassen.
  • Drag & Drop: Scheue dich nicht, die Felder zwischen Zeilen und Spalten hin und her zu schieben. Du kannst nichts kaputt machen – probiere einfach aus, welche Ansicht am sinnvollsten ist!

Fazit: Mit nur wenigen Klicks hast du aus einer unübersichtlichen Liste eine strukturierte Auswertung gemacht. Viel Erfolg beim Analysieren!

0