Perflib Event ID 1020 beheben — Lösungen für Berechtigungs- und Registrierungsprobleme bei Performance Countern
Der Windows-Fehler Perflib Event ID 1020 tritt meistens auf, wenn der Leistungsindikator-Dienst (Performance Counter) versucht, auf eine DLL zuzugreifen, dies aber aufgrund von Berechtigungsproblemen oder beschädigten Registrierungseinträgen fehlschlägt.
Hier ist ein Schritt-für-Schritt-Tutorial, um diesen Fehler zu beheben.
Schritt 1: Den Verursacher identifizieren
Bevor du startest, solltest du wissen, welcher Dienst den Fehler auslöst.
- Öffne die Ereignisanzeige (Rechtsklick auf Start -> Ereignisanzeige).
- Gehe zu Windows-Protokolle -> Anwendung.
- Suche nach dem Fehler mit der ID 1020.
- Schau in der Beschreibung nach dem Namen der DLL oder des Dienstes (z.B.
C:\Windows\System32\perfdisk.dlloder ein Dienst wieASP.NET).
Schritt 2: Leistungsindikatoren neu aufbauen (Lösung Nr. 1)
In den meisten Fällen sind die Indikatoren einfach korrupt. Windows bietet ein eingebautes Tool, um diese zu reparieren.
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Drücke die Windows-Taste, tippe cmd ein.
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Klicke mit der rechten Maustaste auf "Eingabeaufforderung" und wähle Als Administrator ausführen.
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Gib nacheinander folgende Befehle ein und drücke jeweils Enter:
cd %systemroot%\system32 lodctr /r cd %systemroot%\syswow64 lodctr /rHinweis: Wenn du die Meldung "Info: Die Leistungsindikatoreinstellung konnte nicht aus dem System-Backupspeicher aktualisiert werden" erhältst, ist das meist normal. Der Befehl arbeitet dennoch.
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Synchronisiere die Indikatoren mit dem WMI (Windows Management Instrumentation):
resyncperf winmgmt /resyncperf
Schritt 3: Registry-Berechtigungen prüfen
Oft tritt der Fehler 1020 auf, weil das Systemkonto oder der Netzwerkdienst keine Leserechte auf die Perflib-Schlüssel in der Registry hat.
- Drücke
Win + R, tippe regedit ein und drücke Enter. - Navigiere zu folgendem Pfad:
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion\Perflib - Rechtsklick auf den Ordner Perflib -> Berechtigungen.
- Überprüfe, ob folgende Benutzer vorhanden sind und Lesezugriff haben:
- ERSTELLER-BESITZER
- SYSTEM
- Lokaler Dienst (Local Service)
- Netzwerkdienst (Network Service)
- Falls einer fehlt, klicke auf "Hinzufügen", gib den Namen ein und gewähre "Lesen".
- Klicke auf Erweitert und aktiviere das Häkchen bei: "Alle Berechtigungseinträge für untergeordnete Objekte durch vererbbare Berechtigungseinträge von diesem Objekt ersetzen".
- Klicke auf OK.
Schritt 4: Deaktivierte Indikatoren prüfen
Manchmal markiert Windows einen Indikator als "defekt" und deaktiviert ihn.
- Bleibe im Registrierungs-Editor.
- Suche unter
HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\nach dem Dienst, der in der Ereignisanzeige (Schritt 1) genannt wurde. - Klappe den Dienst auf und suche den Unterordner Performance.
- Suche im rechten Fenster nach dem Wert Disable Performance Counters.
- Wenn dieser Wert auf 1 steht, ändere ihn auf 0. (Falls der Wert nicht existiert, ist alles okay).
Schritt 5: Den Dienst "Leistungsgegenprotokolle und -alarme" neu starten
Damit die Änderungen wirksam werden, ohne den PC neu zu starten:
- Drücke
Win + R, tippe services.msc ein. - Suche den Dienst Leistungsgegenprotokolle und -alarme (Performance Logs & Alerts).
- Rechtsklick -> Neu starten.
Zusammenfassung: Wann was hilft?
- lodctr /r: Hilft bei beschädigten Datenbanken (Häufigste Lösung).
- Berechtigungen: Hilft, wenn der Fehler direkt nach einem Update oder einer Server-Rollen-Installation auftritt.
- Disable-Flag: Hilft, wenn der Fehler trotz Reparatur immer wieder im Log erscheint.
Tipp: Wenn der Fehler 1020 im Zusammenhang mit SQL Server oder IIS auftritt, hilft oft nur eine Reparaturinstallation der jeweiligen Anwendung über die Systemsteuerung.