PayPal-Zahlungsbutton erstellen: Schritt-für-Schritt für Webseite & Linkversand
Dieses Tutorial führt dich Schritt für Schritt durch den Prozess, wie du einen PayPal-Zahlungsbutton erstellst – sowohl für eine klassische Website als auch für den Versand per Link (z. B. für Social Media oder E-Mails).
Voraussetzungen
- Ein PayPal-Geschäftskonto (Business Account). Mit einem Privatkonto sind die Funktionen für Buttons stark eingeschränkt.
- Eine Website (falls du den Button dort einbetten willst).
Methode 1: Der klassische "Jetzt kaufen"-Button (HTML-Code)
Dies ist die gängigste Methode für einfache Produkte auf Websites.
Schritt 1: Einloggen & Dashboard aufrufen
- Logge dich in dein PayPal-Geschäftskonto ein.
- Gehe oben im Menü auf "Tools" und dann auf "Alle Tools".
- Suche in der Liste nach "PayPal-Buttons" und klicke darauf.
Schritt 2: Button-Typ wählen
Du hast meist drei Hauptoptionen:
- Jetzt kaufen: Für ein einzelnes Produkt.
- In den Warenkorb: Wenn Kunden mehrere Artikel sammeln sollen.
- Spenden: Für gemeinnützige Zwecke.
Wähle für dieses Beispiel "Jetzt kaufen".
Schritt 3: Artikeldetails eingeben
- Artikelname: Gib den Namen deines Produkts ein.
- Preis & Währung: Lege fest, wie viel der Kunde zahlt (z. B. EUR).
- Anpassung (optional): Hier kannst du Dropdown-Menüs (z. B. für Größen wie S, M, L) oder Textfelder hinzufügen.
- Versand & Steuern: Gib hier ggf. die Versandkosten und den Steuersatz ein.
Schritt 4: Inventar & Tracking (Optional)
Im zweiten Reiter kannst du festlegen, ob PayPal den Lagerbestand prüfen soll oder ob du Benachrichtigungen bei niedrigen Beständen erhalten möchtest.
Schritt 5: Erweiterte Funktionen (Checkout-Erlebnis)
Im dritten Reiter kannst du festlegen:
- Ob der Kunde eine Nachricht hinterlassen kann.
- Weiterleitungs-URLs: Wohin soll der Kunde geschickt werden, wenn die Zahlung erfolgreich war (z. B. eine "Danke"-Seite) oder wenn er abgebrochen hat?
Schritt 6: Code generieren & Einbinden
- Klicke auf "Button erstellen".
- PayPal generiert nun einen HTML-Codeblock.
- Kopiere diesen Code und füge ihn im HTML-Editor deiner Website an der Stelle ein, an der der Button erscheinen soll.
Methode 2: Zahlungs-Link erstellen (Ohne Website)
Wenn du keinen HTML-Code einbinden kannst (z. B. in einer Instagram-Bio, WhatsApp oder einer einfachen E-Mail), nutze den E-Mail-Link.
- Führe die Schritte oben (Methode 1) bis zum Ende aus.
- Auf der Seite, auf der dir der Code angezeigt wird, siehst du zwei Reiter: "Website" und "E-Mail".
- Klicke auf den Reiter "E-Mail".
- Kopiere diesen kurzen Link. Jeder, der darauf klickt, landet direkt auf der PayPal-Zahlungsseite für dein Produkt.
Methode 3: Moderne "Smart Payment Buttons" (PayPal Checkout)
Dies ist die modernste Variante. Sie ermöglicht es Kunden, nicht nur mit PayPal, sondern auch direkt mit Kreditkarte oder anderen lokalen Zahlungsmethoden zu bezahlen, ohne die Seite zu verlassen.
- Gehe im Business-Konto zu "App-Center" -> "PayPal Checkout".
- Klicke auf "Einrichten".
- Hier kannst du den Button visuell gestalten (Farbe: Gold, Blau, Silber; Form: Eckig oder Abgerundet).
- Du erhältst einen JavaScript-Code. Dieser ist etwas komplexer einzubauen und erfordert meist Zugriff auf die Header-Dateien deiner Website.
- Vorteil: Er sieht auf Mobilgeräten deutlich besser aus und bietet "Später bezahlen" Optionen an.
Methode 4: PayPal.Me (Die schnellste Lösung)
Für Freelancer oder private Verkäufe ist dies oft der einfachste Weg:
- Gehe auf paypal.me.
- Erstelle deinen persönlichen Link (z. B.
paypal.me/DeinName). - Du kannst einen Betrag direkt an den Link hängen:
paypal.me/DeinName/25öffnet sofort eine Zahlung über 25 Euro.
Wichtige Tipps zum Schluss:
- Testen: Führe immer eine Testzahlung durch (evtl. mit dem Konto eines Freundes), um sicherzustellen, dass die Weiterleitung zur "Danke"-Seite funktioniert.
- Sandbox: Profis nutzen den PayPal Developer Mode, um Zahlungen in einer Testumgebung (Sandbox) zu simulieren, ohne echtes Geld zu bewegen.
- Gebühren: Denke daran, dass PayPal pro Transaktion eine Gebühr einbehält (meist ca. 2,49 % + Fixgebühr, variiert je nach Land und Umsatz).
Welche Methode passt am besten zu deinem Projekt? Wenn du WordPress nutzt, gibt es dafür auch sehr einfache Plugins (z.B. "WP Simple Pay"), die dir die Code-Arbeit komplett abnehmen.