JSON in Excel importieren: So konvertierst du JSON-Dateien mit Bordmitteln

Melden

Hier ist ein ausführliches Tutorial, wie du JSON-Dateien direkt in Excel importierst und konvertierst, ohne externe Programme oder Online-Konverter nutzen zu müssen.

In dieser Anleitung lernst du, wie du mithilfe des integrierten Tools Power Query (in Excel unter „Daten abrufen und transformieren“ bekannt) eine JSON-Datei professionell in eine Excel-Tabelle umwandelst.


Voraussetzungen

  • Eine installierte Version von Microsoft Excel (Excel 2016 oder neuer, oder Microsoft 365).
  • Eine JSON-Datei, die du konvertieren möchtest.

Schritt 1: Die JSON-Datei importieren

  1. Öffne ein leeres Excel-Arbeitsblatt.
  2. Klicke im Menüband oben auf den Reiter Daten.
  3. Wähle ganz links die Schaltfläche Daten abrufen.
  4. Gehe im Dropdown-Menü auf Aus Datei und klicke dann auf Aus JSON.
  5. Ein Fenster öffnet sich. Navigiere zu deiner JSON-Datei, wähle sie aus und klicke auf Importieren.

Schritt 2: Den Power Query-Editor nutzen

Nach dem Import öffnet sich automatisch der Power Query-Editor. Hier sieht die Datei oft noch nicht aus wie eine Tabelle (meist steht dort nur "List" oder "Record").

  1. In Tabelle konvertieren: Falls deine Daten als Liste angezeigt werden, klicke im Reiter "Transformieren" (oder direkt im Fenster) auf die Schaltfläche In Tabelle.
  2. Bestätige das auftauchende Fenster (Trenner etc. kannst du meist auf Standard lassen) mit OK.

Schritt 3: Spalten expandieren (Entpacken)

Das ist der wichtigste Schritt, um die hierarchische JSON-Struktur in Spalten aufzuteilen:

  1. In der Spaltenüberschrift siehst du ein kleines Symbol mit zwei entgegengesetzten Pfeilen (rechts oben in der Zelle). Klicke darauf.
  2. Ein Menü öffnet sich, das alle verfügbaren Felder (Keys) aus deiner JSON-Datei anzeigt.
  3. Wichtig: Deaktiviere das Häkchen bei "Ursprünglichen Spaltennamen als Präfix verwenden", damit deine Spaltennamen kurz und übersichtlich bleiben.
  4. Klicke auf OK. Deine Daten werden nun in einer sauberen Tabellenstruktur angezeigt.

Hinweis: Falls deine JSON-Datei verschachtelt ist (Listen innerhalb von Records), musst du diesen Schritt eventuell für weitere Spalten wiederholen.


Schritt 4: Datentypen prüfen

Bevor du die Daten nach Excel überträgst, solltest du kurz prüfen, ob die Datentypen stimmen:

  • Klicke auf das kleine Icon links im Spaltenkopf (z. B. "ABC" für Text oder "123" für Zahlen), um den Datentyp bei Bedarf zu ändern.

Schritt 5: Daten nach Excel laden

Wenn alles korrekt aussieht:

  1. Klicke oben links im Menüband auf den Button Schließen & laden.
  2. Deine JSON-Daten werden nun sofort in dein Excel-Arbeitsblatt eingefügt.

Warum diese Methode besser ist als Online-Konverter:

  • Datenschutz: Deine Daten verlassen niemals deinen Rechner.
  • Aktualisierbarkeit: Wenn sich die JSON-Datei ändert, musst du in Excel nur im Reiter "Daten" auf Alle aktualisieren klicken. Die Tabelle zieht sich automatisch die neuesten Informationen.
  • Große Dateien: Excel kann über diesen Weg auch sehr große JSON-Dateien verarbeiten, bei denen Online-Tools oft abstürzen.

Profi-Tipp für Fortgeschrittene

Sollte deine JSON-Datei sehr komplex sein (viele Ebenen), kannst du im Power Query-Editor auf der rechten Seite unter "Angewendete Schritte" jeden deiner Schritte nachverfolgen und korrigieren, falls beim Entpacken etwas schiefgegangen ist.

0