Histogramm in Excel erstellen (Alle Versionen) | Klassenbreite und Anzahl der Klassen anpassen

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Hier ist ein umfassendes Tutorial, wie du in jeder Excel-Version ein Histogramm erstellst und die Klassenbreite (Bins) anpasst.

Ein Histogramm hilft dabei, die Verteilung von Daten darzustellen. Excel bietet zwei Hauptwege: Die moderne, integrierte Funktion (ab Excel 2016) und die klassische Methode über das „Analyse-Toolpak“ (für ältere Versionen oder mehr Kontrolle).


Methode 1: Der moderne Weg (Excel 2016, 2019, 2021 und Microsoft 365)

Diese Methode ist am schnellsten und am einfachsten zu bedienen.

Schritt 1: Daten auswählen

Markiere die Datenreihe, die du visualisieren möchtest (z. B. eine Liste mit Testergebnissen oder Preisen).

Schritt 2: Histogramm einfügen

  1. Gehe im Menüband auf den Reiter Einfügen.
  2. Klicke in der Gruppe „Diagramme“ auf das Symbol für Statistikdiagramme einfügen (sieht aus wie drei blaue Balken).
  3. Wähle unter „Histogramm“ das erste Vorschaubild aus.

Schritt 3: Klassenbreite oder Anzahl der Klassen ändern

Excel berechnet die Intervalle automatisch. So passt du sie manuell an:

  1. Klicke mit der rechten Maustaste auf die horizontale Achse (die X-Achse mit den Zahlenbereichen).
  2. Wähle Achse formatieren... aus dem Kontextmenü.
  3. Im rechten Bereich unter „Achsenoptionen“ findest du den Punkt Klassen:
    • Automatisch: Excel entscheidet selbst.
    • Klassenbreite: Gib hier einen festen Wert ein (z. B. „10“, wenn du Gruppen in 10er-Schritten willst).
    • Anzahl der Klassen: Gib an, wie viele Balken insgesamt erscheinen sollen (z. B. genau „5“ Balken).
    • Unterlauf-Klasse: Alles unter einem Wert zusammenfassen (z. B. „< 50“).
    • Überlauf-Klasse: Alles über einem Wert zusammenfassen (z. B. „> 100“).

Methode 2: Der universelle Weg (Für alle Versionen inkl. Excel 2010/2013)

Wenn du eine alte Excel-Version nutzt oder die volle Kontrolle über die Intervalle (Bins) in einer Tabelle brauchst, nutzt du das Analyse-Toolpak.

Schritt 1: Analyse-Toolpak aktivieren (falls nicht sichtbar)

  1. Gehe auf Datei > Optionen > Add-Ins.
  2. Wähle unten bei „Verwalten“ die Excel-Add-Ins aus und klicke auf Los....
  3. Setze einen Haken bei Analyse-Funktionen und klicke auf OK.

Schritt 2: Klassen (Bins) manuell festlegen

Erstelle eine kleine Tabelle neben deinen Daten, die die Obergrenzen deiner Intervalle definiert. Beispiel: Wenn du Gruppen bis 10, bis 20 und bis 30 willst, schreibe 10, 20, 30 untereinander in eine Spalte.

Schritt 3: Das Histogramm-Werkzeug nutzen

  1. Gehe auf den Reiter Daten und klicke ganz rechts auf Datenanalyse.
  2. Wähle Histogramm aus der Liste und klicke auf OK.
  3. Eingabebereich: Wähle deine Quelldaten aus.
  4. Klassenbereich: Wähle die Intervalle aus, die du in Schritt 2 erstellt hast.
  5. Setze unten den Haken bei Diagrammausgabe.
  6. Klicke auf OK.

Excel erstellt nun eine Häufigkeitstabelle und ein statisches Diagramm in einem neuen Blatt.


Tipps zur Optimierung

  • Lücken zwischen den Balken entfernen: Ein echtes Histogramm hat oft keine Lücken zwischen den Balken. Klicke mit der rechten Maustaste auf einen der Balken -> Datenreihen formatieren -> Setze die Abstandsbreite auf 0%.
  • Rahmen hinzufügen: Damit man die Balken bei 0% Abstand besser unterscheiden kann, gehe im gleichen Menü auf den Farbeimer (Füllung & Linie) und wähle unter Rahmen eine solide Linie in einer Kontrastfarbe (z. B. Weiß oder Schwarz).
  • Beschriftungen: Vergiss nicht, die Achsentitel anzupassen, damit der Betrachter weiß, was die X-Achse (Wertebereiche) und die Y-Achse (Häufigkeit) bedeuten.

Welche Methode soll ich wählen?

  • Nutze Methode 1, wenn du schnell eine visuelle Übersicht brauchst und Excel 2016 oder neuer hast. Das Diagramm ist dynamisch und passt sich an, wenn du Daten änderst.
  • Nutze Methode 2, wenn du eine feste Häufigkeitstabelle in deinen Zellen für weitere Berechnungen benötigst oder eine sehr alte Excel-Version verwendest.
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