[GELÖST] 100% Datenträgerauslastung in Windows 11 beheben – Ultimativer Guide (2024)

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Hier ist ein umfassendes Tutorial, um das Problem der 100 % Datenträgerauslastung unter Windows 11 zu beheben.

Eine Datenträgerauslastung von 100 % macht Windows 11 extrem langsam und führt zu Rucklern. Oft sind Hintergrunddienste oder falsche Einstellungen die Ursache. Folgen Sie diesen Schritten nacheinander, um das Problem zu lösen.


Schritt 1: Den Verursacher identifizieren

Bevor Sie Einstellungen ändern, prüfen Sie, welches Programm die Last verursacht.

  1. Drücken Sie Strg + Umschalt + Esc, um den Task-Manager zu öffnen.
  2. Klicken Sie auf die Spalte Datenträger, um die Liste nach der höchsten Auslastung zu sortieren.
  3. Wenn eine Drittanbieter-App (wie Chrome oder ein Spiel) die Last verursacht, beenden Sie diese. Wenn es Systemprozesse sind, fahren Sie mit Schritt 2 fort.

Schritt 2: Den Dienst „SysMain“ deaktivieren

„SysMain“ (früher Superfetch) soll Programme schneller laden, verursacht aber auf vielen Systemen (besonders bei HDDs) eine dauerhafte Vollauslastung.

  1. Drücken Sie Windows-Taste + R, geben Sie services.msc ein und drücken Sie Enter.
  2. Suchen Sie in der Liste den Dienst SysMain.
  3. Rechtsklick darauf -> Eigenschaften.
  4. Stellen Sie den „Starttyp“ auf Deaktiviert.
  5. Klicken Sie auf Beenden und dann auf Übernehmen.

Schritt 3: Die Windows-Telemetrie ausschalten

Windows sendet Diagnosedaten an Microsoft, was oft die Festplatte beansprucht.

  1. Drücken Sie Windows-Taste + R, geben Sie services.msc ein.
  2. Suchen Sie den Dienst Benutzererfahrung und Telemetrie im verbundenen Zustand.
  3. Rechtsklick -> Eigenschaften.
  4. Setzen Sie den Starttyp auf Deaktiviert und klicken Sie auf Beenden.

Schritt 4: Virtuellen Arbeitsspeicher zurücksetzen

Wenn der virtuelle Speicher (Auslagerungsdatei) falsch konfiguriert ist, kann dies zu Lastspitzen führen.

  1. Geben Sie in der Windows-Suche „Darstellung und Leistung von Windows anpassen“ ein und öffnen Sie das Ergebnis.
  2. Wechseln Sie zum Reiter Erweitert und klicken Sie unter „Virtueller Arbeitsspeicher“ auf Ändern.
  3. Deaktivieren Sie „Dateigröße für alle Laufwerke automatisch verwalten“.
  4. Wählen Sie Ihr Systemlaufwerk (C:) aus.
  5. Wählen Sie „Benutzerdefinierte Größe“.
    • Anfangswerte: Entspricht Ihrem RAM in MB (z.B. 8192 bei 8GB).
    • Maximale Größe: Das Doppelte Ihres RAMs.
  6. Klicken Sie auf Festlegen und danach auf OK. Starten Sie den PC neu.

Schritt 5: Den Energiesparplan auf „Höchstleistung“ stellen

Manchmal drosselt Windows die Festplatte, um Strom zu sparen, was zu Warteschlangen führt.

  1. Drücken Sie Windows-Taste + R, geben Sie control ein (Systemsteuerung).
  2. Gehen Sie zu Hardware und Sound > Energieoptionen.
  3. Wählen Sie Höchstleistung (falls nicht sichtbar, klicken Sie auf „Zusätzliche Energiesparpläne einblenden“).

Schritt 6: Dateisystem auf Fehler prüfen (Chkdsk)

Beschädigte Sektoren auf der Festplatte können ebenfalls eine 100 % Auslastung erzwingen.

  1. Suchen Sie nach „cmd“, Rechtsklick darauf -> Als Administrator ausführen.
  2. Geben Sie folgenden Befehl ein: chkdsk C: /f /r
  3. Bestätigen Sie mit J und starten Sie Ihren PC neu. Windows prüft nun beim Hochfahren die Festplatte (dies kann einige Zeit dauern).

Schritt 7: MSI-Modus im Registry-Editor deaktivieren (Fortgeschrittene)

Einige SSD-Modelle haben Probleme mit dem „Message Signaled Interrupt“ (MSI) Modus.

  1. Rechtsklick auf Start -> Geräte-Manager.
  2. Unter IDE ATA/ATAPI-Controller machen Sie einen Rechtsklick auf den Controller (z.B. Standard SATA AHCI Controller) -> Eigenschaften.
  3. Reiter Details -> Wählen Sie im Dropdown „Geräteinstanzpfad“. Kopieren Sie den Wert (Rechtsklick).
  4. Öffnen Sie regedit (Registry Editor).
  5. Navigieren Sie zu: HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Enum\PCI\[Ihr kopierter Pfad]\Device Parameters\Interrupt Management\MessageSignaledInterruptProperties.
  6. Ändern Sie den Wert MSISupported von 1 auf 0.
  7. Starten Sie den PC neu.

Zusätzliche Tipps:

  • Antiviren-Scan: Führen Sie einen vollständigen Scan mit dem Windows Defender oder Malwarebytes durch.
  • Treiber-Update: Aktualisieren Sie insbesondere Ihre SATA/AHCI-Treiber über die Website Ihres Mainboard-Herstellers.
  • SSD-Upgrade: Falls Sie noch eine alte HDD (Festplatte) als Systemlaufwerk nutzen, ist der Wechsel auf eine SSD die effektivste Lösung, um Windows 11 dauerhaft flüssig zu machen.

Hat es geholfen? Prüfen Sie nach jedem Schritt im Task-Manager, ob die Auslastung gesunken ist!

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