[GELÖST] 100% Datenträgerauslastung in Windows 10 beheben – Einfaches Tutorial

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Hier ist ein ausführliches und leicht verständliches Tutorial, um das Problem der 100 % Datenträgerauslastung unter Windows 10 dauerhaft zu lösen.


Läuft dein PC extrem langsam und der Task-Manager zeigt eine konstante Datenträgerauslastung von 100 % an, obwohl du kaum Programme offen hast? Keine Sorge, das ist ein bekanntes Windows-Problem. Mit diesen Schritten machst du deinen Rechner wieder schnell.

Schritt 1: Den Verursacher identifizieren

Bevor wir starten, prüfe im Task-Manager, welcher Prozess die Last verursacht:

  1. Drücke Strg + Umschalt + Esc.
  2. Klicke auf den Reiter Prozesse.
  3. Klicke auf die Spalte Datenträger, um die Liste nach der höchsten Auslastung zu sortieren.

Schritt 2: Den Dienst „SysMain“ (ehemals Superfetch) deaktivieren

SysMain soll Programme schneller laden, verursacht aber auf vielen Systemen (besonders bei HDD-Festplatten) eine Dauerlast.

  1. Drücke die Windows-Taste + R, gib services.msc ein und drücke Enter.
  2. Suche in der Liste nach dem Dienst SysMain.
  3. Klicke mit der rechten Maustaste darauf und wähle Eigenschaften.
  4. Ändere den Starttyp auf Deaktiviert.
  5. Klicke auf Stoppen und dann auf OK.

Schritt 3: Windows Search vorübergehend deaktivieren

Die Indizierung der Windows-Suche kann im Hintergrund hängen bleiben.

  1. Öffne erneut die Dienste (services.msc).
  2. Suche nach Windows Search.
  3. Klicke rechts darauf -> Eigenschaften.
  4. Setze den Starttyp auf Deaktiviert und klicke auf Stoppen. Hinweis: Wenn dies das Problem löst, kannst du es deaktiviert lassen. Die Suche dauert dann in Ordnern nur etwas länger.

Schritt 4: Virtuellen Arbeitsspeicher zurücksetzen

Ein falsch konfigurierter Cache auf der Festplatte (Auslagerungsdatei) führt oft zu Fehlern.

  1. Drücke die Windows-Taste, tippe „Systemsteuerung“ ein und öffne sie.
  2. Gehe zu System und Sicherheit > System.
  3. Klicke rechts (oder links) auf Erweiterte Systemeinstellungen.
  4. Unter dem Reiter Erweitert klickst du bei „Leistung“ auf Einstellungen.
  5. Gehe zum Reiter Erweitert und klicke auf Ändern.
  6. Deaktiviere den Haken bei „Dateigröße für alle Laufwerke automatisch verwalten“.
  7. Wähle dein Laufwerk (C:) aus, wähle Keine Auslagerungsdatei und klicke auf Festlegen.
  8. Starte den PC neu.
  9. Wichtig: Wiederhole die Schritte nach dem Neustart und setze den Haken bei „Automatisch verwalten“ wieder, damit Windows die Datei frisch und fehlerfrei neu anlegt.

Schritt 5: Telemetrie (Datenerfassung) ausschalten

Windows sendet oft Diagnoseberichte an Microsoft, was die Festplatte belastet.

  1. Drücke Windows-Taste + R, gib cmd ein und drücke Strg + Umschalt + Enter (um es als Administrator zu öffnen).
  2. Gib folgenden Befehl ein und drücke Enter: sc config "DiagTrack" start= disabled
  3. Gib danach diesen Befehl ein: sc stop "DiagTrack"

Schritt 6: Die Festplatte auf Fehler prüfen (Chkdsk)

Vielleicht ist ein physischer oder logischer Fehler auf der Festplatte schuld.

  1. Öffne die Eingabeaufforderung (CMD) als Administrator (wie in Schritt 5).
  2. Gib folgenden Befehl ein: chkdsk.exe /f /r
  3. Bestätige mit J (für Ja) und starte deinen Computer neu.
  4. Windows prüft nun beim Hochfahren die Festplatte. Das kann je nach Größe der Platte 20–60 Minuten dauern.

Schritt 7: Chrome & Skype Einstellungen anpassen (Bonus)

Einige Apps nutzen „Preload“-Funktionen, die den Datenträger belasten.

  • Google Chrome: Gehe zu Einstellungen > Datenschutz und Sicherheit > Cookies und andere Websitedaten. Deaktiviere „Seiten vorab laden, um das Surfen und Suchen zu beschleunigen“.
  • Skype: Stelle sicher, dass Skype nicht im Hintergrund läuft, wenn du es nicht brauchst (Task-Manager -> Autostart -> Skype deaktivieren).

Fazit

In 90 % der Fälle lösen Schritt 2 (SysMain) oder Schritt 4 (Virtueller Arbeitsspeicher) das Problem. Sollte die Auslastung immer noch bei 100 % liegen, könnte dies ein Anzeichen für einen Hardware-Defekt der Festplatte sein. In diesem Fall ist ein Upgrade auf eine SSD die beste und effektivste Lösung.

Hat es funktioniert? Ein kurzer Neustart nach allen Änderungen ist immer ratsam!

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