Festplattenzustand unter Windows 10 prüfen: 3 einfache Wege

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Hier ist ein ausführliches Tutorial, wie du den Zustand deiner Festplatte unter Windows 10 mit drei verschiedenen Methoden überprüfen kannst.

Eine sterbende Festplatte kündigt sich oft nicht an. Daher ist es wichtig, regelmäßig den „Gesundheitszustand“ (Health Status) deiner HDD oder SSD zu überprüfen, um Datenverlust vorzubeugen.


Methode 1: Das WMIC-Tool (Eingabeaufforderung)

Dies ist der schnellste Weg, um eine grobe Einschätzung des Zustands zu erhalten, ohne zusätzliche Software zu installieren. Windows nutzt hierfür die S.M.A.R.T.-Daten (Self-Monitoring, Analysis, and Reporting Technology) der Festplatte.

  1. Drücke die Windows-Taste und tippe cmd ein.
  2. Klicke mit der rechten Maustaste auf „Eingabeaufforderung“ und wähle Als Administrator ausführen.
  3. Gib den folgenden Befehl ein und drücke Enter: wmic diskdrive get status
  4. Ergebnis deuten:
    • OK: Deine Festplatte funktioniert nach aktuellem Stand einwandfrei.
    • Pred Fail: Windows hat kritische Fehler gefunden. Ein Ausfall steht kurz bevor – sichere sofort deine Daten!

Methode 2: Das Windows-Fehlerüberprüfungstool (GUI)

Dieses Tool scannt das Laufwerk auf Dateisystemfehler und kann diese oft direkt reparieren.

  1. Öffne den Datei-Explorer (Windows-Taste + E).
  2. Klicke auf der linken Seite auf Dieser PC.
  3. Klicke mit der rechten Maustaste auf das Laufwerk, das du prüfen möchtest (meistens Lokaler Datenträger C:).
  4. Wähle Eigenschaften aus.
  5. Klicke auf den Reiter Tools.
  6. Klicke unter dem Abschnitt „Fehlerüberprüfung“ auf die Schaltfläche Prüfen.
  7. Falls Windows meldet, dass kein Scan erforderlich ist, kannst du trotzdem auf Laufwerk scannen klicken, um eine manuelle Prüfung zu erzwingen.

Methode 3: Detaillierte Analyse mit CrystalDiskInfo (Drittanbieter-Tool)

Während die Windows-eigenen Tools oft nur „OK“ oder „Fehler“ anzeigen, liefert dir das kostenlose Tool CrystalDiskInfo detaillierte Informationen wie Temperatur, Betriebsstunden und exakte Fehlerraten.

  1. Lade dir CrystalDiskInfo (Standard Edition) von der offiziellen Website herunter.
  2. Installiere und starte das Programm.
  3. Das Tool zeigt dir sofort den Zustand deiner Laufwerke an:
    • Blau (Gut): Alles in Ordnung.
    • Gelb (Vorsicht): Es wurden erste defekte Sektoren gefunden. Du solltest die Festplatte im Auge behalten und Backups machen.
    • Rot (Schlecht): Die Festplatte ist kritisch beschädigt und sollte ersetzt werden.
    • Grau (Unbekannt): Die S.M.A.R.T.-Werte können nicht ausgelesen werden.
  4. Zusätzlich siehst du oben rechts die Temperatur. (Werte über 50-60°C können dauerhaft schädlich sein).

Fazit: Was tun, wenn Probleme gefunden werden?

Wenn eine der Methoden (insbesondere Methode 1 oder 3) einen schlechten Zustand anzeigt:

  1. Sofortiges Backup: Kopiere deine wichtigsten Dokumente, Fotos und Daten auf eine externe Festplatte oder in die Cloud.
  2. Festplatte ersetzen: Da mechanische oder elektronische Defekte bei Festplatten nicht „geheilt“ werden können, ist der Austausch gegen eine neue SSD/HDD die sicherste Lösung.

Tipp: SSDs halten lange, haben aber eine begrenzte Anzahl an Schreibzyklen. Nutze CrystalDiskInfo, um unter „Lebensdauer“ zu sehen, wie viel Prozent deiner SSD noch „gesund“ sind.

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