Excel-Tutorial: Häufigkeitstabelle und Histogramm für quantitative Daten erstellen

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Hier ist ein ausführliches Tutorial, wie du in Excel eine Häufigkeitstabelle für quantitative Daten erstellst und daraus ein Histogramm generierst.


Diese Anleitung führt dich Schritt für Schritt durch den Prozess, von der Aufbereitung deiner Rohdaten bis hin zur visuellen Darstellung in einem professionellen Histogramm.


1. Vorbereitung der Daten

Bevor du startest, benötigst du quantitative Daten (z. B. Testergebnisse, Körpergrößen oder Umsatzzahlen).

  1. Schreibe deine Daten in eine Spalte (z. B. Spalte A, von A2 bis A50).
  2. Ermittle den Minimalwert und Maximalwert, um die Intervalle (Klassen) festzulegen.
    • Formel Min: =MIN(A2:A50)
    • Formel Max: =MAX(A2:A50)

2. Intervalle (Bins) festlegen

In einer Häufigkeitstabelle musst du entscheiden, in welche „Körbe“ (Bins) du die Daten sortieren möchtest.

  1. Erstelle eine neue Spalte namens "Klassenobergrenze".
  2. Gib hier die Endpunkte deiner Intervalle ein.
    • Beispiel: Wenn du Testergebnisse von 0-100 hast, könnten deine Grenzen 20, 40, 60, 80, 100 sein.

3. Die Häufigkeitstabelle erstellen

Es gibt zwei gängige Wege: Die manuelle Formel oder die automatische Analyse. Wir nutzen hier die professionelle Formel-Variante.

Methode: Die Funktion HÄUFIGKEIT (FREQUENCY)

  1. Markiere den Zellbereich neben deinen Klassenobergrenzen, in dem die Ergebnisse stehen sollen.
  2. Gib folgende Formel ein (noch nicht Enter drücken!): =HÄUFIGKEIT(Datenbereich; Klassenbereich) Beispiel: =HÄUFIGKEIT(A2:A50; C2:C6)
  3. Wichtig: Wenn du eine ältere Excel-Version nutzt, musst du die Formel mit Strg + Umschalt + Enter bestätigen (Array-Formel). In modernen Versionen (Office 365) reicht ein einfaches Enter.

Excel zählt nun automatisch, wie viele Werte in den Bereich bis zur jeweiligen Obergrenze fallen.


4. Das Histogramm erstellen

Schritt A: Diagramm einfügen

  1. Markiere deine Häufigkeitstabelle (die Klassen und die berechneten Häufigkeiten).
  2. Gehe auf den Reiter Einfügen.
  3. Wähle Säulendiagramm -> Gruppierte Säulen.

Schritt B: Das Aussehen anpassen (Histogramm-Look)

Ein echtes Histogramm hat üblicherweise keine Lücken zwischen den Säulen.

  1. Klicke mit der rechten Maustaste auf eine der Säulen im Diagramm.
  2. Wähle Datenreihen formatieren....
  3. Stelle die Abstandsbreite im rechten Menü auf 0 % (oder einen sehr kleinen Wert wie 1 %).
  4. Um die Säulen besser voneinander abzugrenzen, gehe auf den Farbeimer (Füllung & Linie), wähle Rahmen -> Einfarbige Linie und wähle Weiß oder Schwarz als Farbe.

5. Alternative: Der schnelle Weg (Automatisches Histogramm)

Seit Excel 2016 gibt es einen direkten Diagrammtyp für Histogramme, der die Klassenbildung automatisch übernimmt:

  1. Markiere nur deine Rohdaten.
  2. Gehe auf Einfügen.
  3. Klicke auf das Symbol für Statistikdiagramme einfügen (sieht aus wie ein blaues Säulendiagramm).
  4. Wähle Histogramm.
  5. Anpassung: Klicke mit der rechten Maustaste auf die horizontale Achse (X-Achse) -> Achse formatieren. Hier kannst du unter „Kategorien“ die Breite der Intervalle oder die Anzahl der Intervalle manuell festlegen.

Zusammenfassung der Tipps:

  • Quantitative Daten: Achte darauf, dass keine Texte in deinen Zahlenzellen stehen.
  • Beschriftung: Vergiss nicht, Achsentitel hinzuzufügen (Diagrammelemente hinzufügen -> Achsentitel), damit der Betrachter weiß, was die X- und Y-Achse darstellen.
  • Übersichtlichkeit: Wähle die Anzahl der Klassen weder zu groß noch zu klein (meistens sind 5 bis 15 Klassen ideal).

Viel Erfolg beim Auswerten deiner Daten!

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