CPU Underclocking Guide: So senkst du deine Temperaturen effektiv

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Hier ist ein ausführliches Tutorial, wie du deine CPU untertaktest (Underclocking), um die Temperaturen zu senken, die Lebensdauer der Hardware zu verlängern und die Lüftergeräusche zu reduzieren.


Das Underclocking (Untertaktung) ist eine bewährte Methode, um die Hitzeentwicklung deines Prozessors zu kontrollieren. Oft geht dies Hand in Hand mit Undervolting (Spannungsreduzierung), da eine niedrigere Taktrate auch weniger elektrische Spannung benötigt.

Warum Underclocking?

  • Niedrigere Temperaturen: Weniger Hitze schont die Hardware.
  • Leiserer Betrieb: Die Lüfter müssen weniger stark drehen.
  • Stabilität: Besonders bei Laptops oder schlecht gekühlten Systemen verhindert es "Thermal Throttling" (Leistungseinbruch durch Überhitzung).

Schritt 1: Vorbereitung und Monitoring

Bevor du startest, musst du deine Ausgangswerte kennen.

  1. Tools herunterladen:
    • HWInfo64: Zum Überwachen der Temperaturen und Taktraten.
    • Cinebench R23: Um die CPU unter Last zu testen (Benchmark).
  2. Referenztest: Starte Cinebench und beobachte in HWInfo64, wie heiß deine CPU unter Last wird (z. B. 90°C) und wie hoch sie taktet.

Schritt 2: Die verschiedenen Methoden

Es gibt drei gängige Wege, eine CPU zu untertakten.

Methode A: Über das BIOS/UEFI (Empfohlen für Desktop-PCs)

Dies ist die stabilste Methode.

  1. Starte deinen PC neu und drücke mehrmals die Entf-Taste (oder F2), um ins BIOS zu gelangen.
  2. Suche nach Einstellungen wie „OC Settings“, „Advanced CPU Core Settings“ oder „Frequency Control“.
  3. Suche den CPU Ratio (oder Multiplier).
    • Beispiel: Wenn dein Multiplikator auf 45 steht (4,5 GHz), stelle ihn auf 40 oder 38 (4,0 oder 3,8 GHz).
  4. (Optional aber wichtig) Core Voltage (Vcore): Wenn du den Takt senkst, kannst du auch die Spannung senken (z. B. von 1.3V auf 1.2V), um die Temperatur massiv zu senken.
  5. Speichern und Neustarten (F10).

Methode B: Mit Software (Einfacher & Sicherer)

Ideal zum Ausprobieren, da die Einstellungen nach einem Absturz meist zurückgesetzt werden.

  • Für AMD-Nutzer: Nutze AMD Ryzen Master. Dort kannst du den Takt für alle Kerne einfach per Schieberegler nach links ziehen.
  • Für Intel-Nutzer: Nutze Intel Extreme Tuning Utility (XTU) oder für Laptops das Tool ThrottleStop.
  • Vorgehensweise: Senke den Multiplikator schrittweise (z. B. um 200 MHz Schritte) und klicke auf "Apply".

Methode C: Über die Windows-Energieoptionen (Die schnellste Lösung)

Dies ist eine grobe Methode, die besonders bei Laptops Wunder wirkt.

  1. Suche in Windows nach "Energiesparplan bearbeiten".
  2. Klicke auf "Erweiterte Energieeinstellungen ändern".
  3. Suche den Punkt "Prozessorenenergieverwaltung" -> "Maximaler Leistungszustand des Prozessors".
  4. Stelle diesen von 100% auf 99% oder 95%.
    • Hinweis: Bei 99% deaktiviert Windows oft den "Turbo Boost". Die CPU läuft dann nur noch mit ihrem Basistakt. Das senkt die Temperatur oft schlagartig um 10-20°C.

Schritt 3: Stabilitätstest

Nachdem du den Takt gesenkt hast, musst du prüfen, ob das System stabil läuft.

  1. Starte wieder Cinebench.
  2. Beobachte die Temperaturen in HWInfo64.
  3. Absturz? Wenn der PC einfriert oder einen Bluescreen zeigt, hast du entweder die Spannung zu weit gesenkt oder den Takt zu stark verändert. Erhöhe in diesem Fall die Werte wieder leicht.
  4. Erfolg? Wenn der Test durchläuft und die Temperaturen deutlich niedriger sind (z. B. 70°C statt 90°C), hast du dein Ziel erreicht.

Wichtige Tipps & Sicherheitshinweise

  • Gehe in kleinen Schritten vor: Ändere nie zu viele Werte auf einmal.
  • Garantie: Underclocking ist in der Regel sicher, da die CPU kühler läuft. Dennoch erfolgt die Anpassung im BIOS auf eigene Gefahr.
  • Leistungsverlust: Bedenke, dass weniger Takt auch etwas weniger Rechenleistung bedeutet. In Spielen macht das oft nur wenige FPS aus, die Temperaturersparnis ist den Tausch aber meist wert.
  • Undervolting ist der "Heilige Gral": Wenn du den Takt gleich lässt, aber nur die Spannung (Voltage) senkst, bekommst du die gleiche Leistung bei weniger Hitze. Dies erfordert jedoch mehr Feingefühl beim Testen.

Fazit: Für die meisten Nutzer ist Methode C (99% Energieoptionen) der schnellste Weg, um ein hitziges Notebook zu bändigen. Enthusiasten wählen den Weg über das BIOS, um das perfekte Verhältnis aus Leistung und Temperatur zu finden.

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