Arbeitstage in Excel berechnen: 2 einfache und effektive Methoden

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Ob für die Urlaubsplanung, das Projektmanagement oder die Fristenberechnung: In Excel müssen häufig die tatsächlichen Arbeitstage zwischen zwei Daten ermittelt werden – also ohne Wochenenden und Feiertage.

In diesem Tutorial lernst du zwei praktische Funktionen kennen:

  1. NETTOARBEITSTAGE (Der Standardweg für klassische 5-Tage-Wochen)
  2. NETTOARBEITSTAGE.INTL (Der flexible Weg für individuelle Arbeitszeiten und Wochenenden)

Vorbereitung: Eine Feiertagsliste anlegen (Optional)

Für beide Methoden empfiehlt es sich, freie Tage (wie Neujahr, Ostern etc.) in einer separaten Tabelle aufzulisten. Schreibe die Feiertage dazu einfach untereinander, z. B. in den Bereich E2:E5.


Methode 1: NETTOARBEITSTAGE (Klassische Mo–Fr Arbeitswoche)

Diese Methode ist ideal, wenn deine Arbeitswoche standardmäßig von Montag bis Freitag geht. Samstag und Sonntag werden von Excel automatisch als freie Tage abgezogen.

Die Syntax:

=NETTOARBEITSTAGE(Ausgangsdatum; Enddatum; [Freie_Tage])

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Trage dein Startdatum in Zelle A2 ein (z. B. 01.05.).
  2. Trage dein Enddatum in Zelle B2 ein (z. B. 31.05.).
  3. Klicke in die Zelle, in der das Ergebnis stehen soll (z. B. C2).
  4. Gib folgende Formel ein:
    • Ohne Feiertage:
      =NETTOARBEITSTAGE(A2; B2)
    • Mit Berücksichtigung von Feiertagen:
      =NETTOARBEITSTAGE(A2; B2; $E$2:$E$5)
  5. Drücke Enter.

Excel zieht nun automatisch alle Samstage, Sonntage und die in der Liste angegebenen Feiertage ab.


Methode 2: NETTOARBEITSTAGE.INTL (Für flexible Wochenenden & Schichtarbeit)

Nicht jeder arbeitet von Montag bis Freitag. Im Einzelhandel, der Gastronomie oder bei Teilzeitkräften liegen die freien Tage oft anders. Hier kommt das Kürzel INTL (International) ins Spiel.

Mit dieser Funktion kannst du selbst festlegen, welche Tage das Wochenende bilden.

Die Syntax:

=NETTOARBEITSTAGE.INTL(Ausgangsdatum; Enddatum; [Wochenende]; [Freie_Tage])

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Nutze wieder Startdatum (A2) und Enddatum (B2).
  2. Gib in deine Zielzelle Folgendes ein:
    =NETTOARBEITSTAGE.INTL(A2; B2;
  3. Sobald du das zweite Semikolon eingibst, öffnet Excel ein Dropdown-Menü. Hier kannst du dein Arbeitsmodell wählen:
    • 1 = Samstag, Sonntag frei (Standard)
    • 2 = Sonntag, Montag frei
    • 11 = Nur Sonntag frei
    • ...und viele weitere Kombinationen.
  4. Wähle die passende Zahl aus (z. B. 11 für eine 6-Tage-Woche, bei der nur der Sonntag frei ist).
  5. Ergänze optional deine Feiertagsliste und schließe die Klammer.

Beispiel-Formel (Nur Sonntag ist frei + Feiertage werden abgezogen):

=NETTOARBEITSTAGE.INTL(A2; B2; 11; $E$2:$E$5)

Profi-Tipp für NETTOARBEITSTAGE.INTL: Der Text-Code

Wenn du ganz unregelmäßige freie Tage hast (z. B. immer dienstags und donnerstags frei), kannst du das Argument [Wochenende] durch eine 7-stellige Zeichenfolge aus Nullen (0 = Arbeitstag) und Einsen (1 = Freier Tag) ersetzen. Die Zählung beginnt immer am Montag.

  • Beispiel: Montag bis Donnerstag Arbeit, Freitag bis Sonntag frei:
    • String: "0000111"
    • Formel: =NETTOARBEITSTAGE.INTL(A2; B2; "0000111"; $E$2:$E$5)

Fazit: Welche Methode solltest du wählen?

  • Nutze NETTOARBEITSTAGE, wenn es schnell gehen muss und du im Büro-Standard (Montag–Freitag) arbeitest.
  • Nutze NETTOARBEITSTAGE.INTL, wenn du im Schichtdienst bist, Teilzeit arbeitest oder nur ein Tag am Wochenende frei ist.
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