Anleitung: Windows-Fehler „Änderungen am Computer werden rückgängig gemacht“ beheben [Schritt-für-Schritt]

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Wenn Windows bei der Installation eines Updates auf ein Problem stößt, versucht das System, die Änderungen zurückzusetzen. Manchmal gerät der Computer dabei jedoch in eine Endlosschleife mit der Meldung „Änderungen am Computer werden rückgängig gemacht“ (engl. „Undoing changes made to your computer“).

In dieser Anleitung erfahren Sie Schritt für Schritt, wie Sie diese Bootschleife durchbrechen und Ihr System wieder einsatzbereit machen.


Vorbereitung: Zugriff auf die Windows-Reparaturumgebung (WinRE)

Wenn Sie gar nicht mehr auf Ihren Desktop zugreifen können, müssen Sie die erweiterte Windows-Reparaturumgebung erzwingen:

  1. Schalten Sie den PC über den Netzschalter ein.
  2. Sobald das Windows-Logo oder das Logo Ihres PC-Herstellers erscheint, halten Sie den Netzschalter etwa 5 bis 10 Sekunden lang gedrückt, bis der PC erzwingt abschaltet.
  3. Wiederholen Sie diesen Vorgang dreimal.
  4. Beim vierten Start sollte die Meldung „Automatische Reparatur wird vorbereitet“ erscheinen.
  5. Wählen Sie nun „Erweiterte Optionen“ aus, um in das Rettungsmenü zu gelangen.

Schritt 1: Starten im abgesicherten Modus

Der abgesicherte Modus lädt Windows nur mit den notwendigsten Treibern. Das reicht oft schon aus, damit Windows den Vorgang des Rückgängigmachens abschließen kann.

  1. Navigieren Sie in den erweiterten Optionen zu:
    Problembehandlung > Erweiterte Optionen > Starteinstellungen > Neu starten.
  2. Drücken Sie nach dem Neustart die Taste 4 oder F4, um den Abgesicherten Modus zu aktivieren.
  3. Startet Windows erfolgreich in den abgesicherten Modus, starten Sie den PC einfach noch einmal ganz normal neu. Oft ist das Problem damit bereits gelöst.

Schritt 2: Den Windows Update-Cache leeren

Ein beschädigter Update-Cache (der Ordner SoftwareDistribution) ist eine der häufigsten Ursachen für diesen Fehler.

  1. Öffnen Sie die Eingabeaufforderung:
    • Wenn Windows startet: Tippen Sie cmd in die Windows-Suche, Rechtsklick darauf > Als Administrator ausführen.
    • Über das Rettungsmenü: Problembehandlung > Erweiterte Optionen > Eingabeaufforderung.
  2. Stoppen Sie die Update-Dienste durch Eingabe folgender Befehle (jeweils mit Enter bestätigen):
    net stop wuauserv
    net stop bits
    net stop cryptSvc
  3. Benennen Sie die temporären Ordner um, indem Sie folgende Befehle eingeben:
    ren C:\Windows\SoftwareDistribution SoftwareDistribution.old
    ren C:\Windows\System32\catroot2 catroot2.old
  4. Starten Sie die zuvor beendeten Dienste wieder:
    net start wuauserv
    net start bits
    net start cryptSvc
  5. Schließen Sie die Eingabeaufforderung und starten Sie Ihren PC neu.

Schritt 3: Systemdateien überprüfen und reparieren (SFC & DISM)

Beschädigte Systemdateien können dazu führen, dass Updates fehlschlagen. Windows bietet bordeigene Reparaturwerkzeuge.

  1. Öffnen Sie die Eingabeaufforderung als Administrator (wie in Schritt 2).
  2. Geben Sie zuerst den DISM-Befehl ein und drücken Sie Enter:
    DISM.exe /Online /Cleanup-image /Restorehealth

    (Hinweis: Dieser Vorgang kann einige Minuten dauern.)

  3. Führen Sie im Anschluss den Systemdatei-Prüfer aus:
    sfc /scannow
  4. Wenn der Scan abgeschlossen ist, starten Sie das System neu.

Schritt 4: Zuletzt installierte Updates manuell deinstallieren

Wenn der Fehler direkt nach einem bestimmten Update aufgetreten ist, sollten Sie dieses wieder entfernen.

  1. Gehen Sie in der Windows-Reparaturumgebung auf:
    Problembehandlung > Erweiterte Optionen > Updates deinstallieren.
  2. Sie haben nun zwei Möglichkeiten:
    • Aktuelles Qualitätsupdate deinstallieren (Dies sind die normalen, monatlichen Sicherheitsupdates – empfohlen).
    • Aktuelles Funktionsupdate deinstallieren (Größere Versions-Updates).
  3. Wählen Sie Ihr Benutzerkonto, geben Sie gegebenenfalls das Kennwort ein und bestätigen Sie die Deinstallation.
  4. Starten Sie den PC neu.

Schritt 5: Systemwiederherstellung nutzen

Wenn Sie vor dem fehlerhaften Update Wiederherstellungspunkte aktiv hatten, können Sie das System auf einen früheren Zeitpunkt zurücksetzen.

  1. Gehen Sie im Reparaturmenü auf:
    Problembehandlung > Erweiterte Optionen > System wiederherstellen.
  2. Wählen Sie Ihr Administratorkonto und geben Sie das Passwort ein.
  3. Klicken Sie auf Weiter und wählen Sie einen Wiederherstellungspunkt aus, der zeitlich vor dem fehlgeschlagenen Update liegt.
  4. Bestätigen Sie den Vorgang und warten Sie, bis die Wiederherstellung abgeschlossen ist. Ihre persönlichen Dateien bleiben dabei erhalten.

Zusätzlicher Tipp für die Zukunft

Sobald Ihr PC wieder normal startet, empfiehlt es sich, Drittanbieter-Antivirensoftware vor dem nächsten Update-Versuch vorübergehend zu deaktivieren oder zu deinstallieren, da diese häufig Windows-Updates blockieren. Nutzen Sie anschließend die integrierte Windows Update-Problembehandlung in den Einstellungen, bevor Sie das Update erneut anstoßen.

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