Wie richtet man einen Reverse Lookup ein?
- Was versteht man unter Reverse Lookup?
- Voraussetzungen für das Einrichten eines Reverse Lookup
- Der technische Ablauf beim Einrichten
- Praktische Umsetzung auf einem DNS-Server
- Überprüfung und Tests des Reverse Lookups
- Zusammenfassung
Was versteht man unter Reverse Lookup?
Der Begriff "Reverse Lookup" bezeichnet im Bereich der Netzwerktechnik und IT den Vorgang, bei dem aus einer IP-Adresse der zugehörige Hostname ermittelt wird. Dies steht im Gegensatz zum normalen DNS-Lookup, bei dem aus einem Hostnamen die dazugehörige IP-Adresse abgefragt wird. Reverse Lookup ist besonders wichtig für Netzwerksicherheit, Protokollierung und Fehlersuche, da dadurch nachvollzogen werden kann, welche Geräte oder Server hinter bestimmten IP-Adressen stehen.
Voraussetzungen für das Einrichten eines Reverse Lookup
Um einen Reverse Lookup einzurichten, benötigt man Zugriff auf den DNS-Server, der für den betreffenden IP-Adressbereich verantwortlich ist. Bei IPv4-Adressen erfolgt die Zuordnung üblicherweise über spezielle DNS-Zonen, die sogenannten PTR-Einträge. Diese PTR-Einträge verknüpfen eine IP-Adresse mit einem Hostnamen. Außerdem sollte man die Struktur des DNS-Systems und die Besonderheiten von Reverse-Zonen verstehen, da es sich hierbei um eine spezielle Art von DNS-Zone handelt.
Der technische Ablauf beim Einrichten
Der erste Schritt beim Einrichten eines Reverse Lookups ist das Erstellen oder Bearbeiten einer Reverse-DNS-Zone auf dem DNS-Server. Diese Zone basiert auf der IP-Adressstruktur, jedoch in umgekehrter Form. So wird beispielsweise für die IP-Adresse 192.168.1.10 eine Reverse-DNS-Zone unter 1.168.192.in-addr.arpa angelegt. Innerhalb dieser Zone wird ein PTR-Datensatz erstellt, der die IP-Adresse 10 auf den Hostnamen verweist, z.B. "server1.example.com". Damit ist die Rückwärtsauflösung möglich.
Praktische Umsetzung auf einem DNS-Server
Je nach eingesetztem DNS-Server (z.B. BIND unter Linux oder Microsoft DNS unter Windows) erfolgt die Einrichtung unterschiedlich. Allgemein wird eine Reverse-Zone manuell definiert und mit PTR-Einträgen gefüllt. Bei BIND wird die Konfiguration in der Zonendatei vorgenommen, während bei Microsoft DNS die Verwaltung meist über eine grafische Benutzeroberfläche erfolgt. Nach dem Anlegen der PTR-Einträge sollte der DNS-Server neu geladen oder aktualisiert werden, damit die Änderungen wirksam werden.
Überprüfung und Tests des Reverse Lookups
Nach der Einrichtung ist es wichtig, den Reverse Lookup zu prüfen. Dies kann mit Hilfsprogrammen wie "nslookup" oder "dig" erfolgen. Durch die Eingabe der IP-Adresse im Reverse-Format kann der Hostname abgefragt werden. Erscheint der erwartete Hostname, ist der Reverse Lookup korrekt konfiguriert. Falls nicht, gilt es, die Einträge und DNS-Server-Einstellungen sorgfältig zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen.
Zusammenfassung
Das Einrichten eines Reverse Lookups ermöglicht es, aus einer IP-Adresse den zugehörigen Hostnamen zu ermitteln. Die Grundlage bildet eine spezielle DNS-Zone mit PTR-Einträgen, die die Umkehrung der normalen DNS-Abfrage darstellt. Die Einrichtung erfordert Zugriff auf den DNS-Server und Kenntnisse über DNS-Konfigurationen. Nach der Erstellung und Aktivierung der Reverse-Zone sollte die Funktionalität getestet werden, um einen reibungslosen Betrieb sicherzustellen.
