Wie richtet man einen Remote Desktop Connection Broker ein?

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  1. Vorbereitung der Infrastruktur
  2. Installation der Remote Desktop Connection Broker Rolle
  3. Konfiguration des Connection Brokers
  4. Einrichten der Hochverfügbarkeit
  5. Testen und Überwachen
  6. Fazit

Der Remote Desktop Connection Broker ist eine zentrale Komponente in der Infrastruktur von Remote Desktop Services (RDS). Er ermöglicht die Verwaltung von Remote Desktop Sitzungen, sorgt für eine reibungslose Verbindung zu bestehenden Sitzungen und verteilt Benutzeranfragen optimal an verfügbare Remote Desktop Hosts. Im Folgenden wird erläutert, wie man einen Remote Desktop Connection Broker einrichtet und welche Schritte dabei zu beachten sind.

Vorbereitung der Infrastruktur

Bevor der eigentliche Remote Desktop Connection Broker eingerichtet werden kann, muss sichergestellt werden, dass die zugrundeliegende Infrastruktur korrekt vorbereitet wurde. Hierzu gehört ein aktives Windows Server Betriebssystem, idealerweise in einer Domänenumgebung, da der Connection Broker auf Active Directory angewiesen ist, um Benutzer- und Sitzungsinformationen zu verwalten. Zudem sollten die Remote Desktop Services Rollen auf einem oder mehreren Servern installiert sein.

Installation der Remote Desktop Connection Broker Rolle

Die Einrichtung beginnt mit der Installation der Rolle "Remote Desktop Connection Broker" über den Server-Manager. Dabei wird der entsprechende Remote Desktop-Dienst auf dem vorgesehenen Server aktiviert. Es ist wichtig, darauf zu achten, dass die Rolle korrekt hinzufügt wird, um späteren Verbindungsproblemen vorzubeugen. Nach der Installation ist häufig ein Neustart des Servers notwendig, um alle Dienste ordnungsgemäß zu starten.

Konfiguration des Connection Brokers

Nach der Installation muss der Connection Broker konfiguriert werden. Dies geschieht über die Remote Desktop Services Verwaltungskonsole oder über PowerShell-Befehle. Zunächst werden die Session Hosts mit dem Connection Broker verknüpft, indem man die Server als Teil einer RDS-Sammlung (Collection) einrichtet. Der Connection Broker übernimmt nun die Aufgabe, Verbindungen und Sitzungszustände zu verwalten.

Einrichten der Hochverfügbarkeit

Für produktive Umgebungen sollte die Hochverfügbarkeit des Connection Brokers berücksichtigt werden. Dafür kann eine SQL Server-Datenbank eingerichtet werden, in der der Sitzungszustand gespeichert wird. Die Verbindung des Connection Brokers mit dieser Datenbank sorgt dafür, dass bei einem Ausfall eines Connection Broker-Servers die Verbindung der Benutzer zu ihren Sitzungen nicht verloren geht. Diese Konfiguration erfordert zusätzliche Schritte im SQL Server und die Anpassung der Connection Broker Einstellungen.

Testen und Überwachen

Nach der Einrichtung und Konfiguration sollte die Funktionalität des Remote Desktop Connection Brokers umfassend getestet werden. Dazu gehören Verbindungsversuche von verschiedenen Benutzerkonten zu den Remote Desktop Hosts und die Überprüfung, ob bestehende Sitzungen korrekt wiederhergestellt werden. Außerdem empfiehlt es sich, die Serverperformance und Verbindungslogs regelmäßig zu überwachen, um mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen und zu beheben.

Fazit

Die Installation und Konfiguration eines Remote Desktop Connection Brokers ist ein wesentlicher Schritt zur zentralen Verwaltung von Remote Desktop Services in einer Windows Server-Umgebung. Durch sorgfältige Vorbereitung, korrekte Installation sowie eine durchdachte Konfiguration gewährleistet man eine stabile und effiziente Benutzererfahrung bei der Nutzung von Remote Desktop Verbindungen.

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