Wie löse ich das Problem, dass PuTTY keine Passwörter speichert?
- Optionen und Gründe für das Speichern von Passwörtern
- Verwendung von Pageant als Schlüssel-Manager
- Alternativen zum Speichern von Passwörtern
- Automatisierung mit Skripten
- Fazit
PuTTY ist ein weit verbreitetes und kostenloses Terminal-Emulationsprogramm, das häufig für SSH-Verbindungen genutzt wird. Standardmäßig speichert PuTTY aus Sicherheitsgründen keine Passwörter. Dieses Verhalten schützt Benutzer davor, dass sensible Zugangsdaten unbeabsichtigt auf dem System verbleiben, insbesondere wenn mehrere Personen Zugriff auf denselben Computer haben.
Optionen und Gründe für das Speichern von Passwörtern
Da PuTTY selbst keine integrierte Funktion bietet, um Passwörter zu speichern, muss man auf alternative Methoden zurückgreifen. Es gibt dabei unterschiedliche Ansätze: Man kann eine Erweiterung nutzen, externe Tools einsetzen oder die Authentifizierung auf Schlüsselbasierung umstellen. Zudem gibt es Tools, die auf PuTTY aufbauen und erweiterten Komfort bieten.
Verwendung von Pageant als Schlüssel-Manager
Statt Passwörter zu speichern, empfiehlt es sich, die Authentifizierung per SSH-Schlüssel zu verwenden. PuTTY bietet dafür das Tool Pageant, einen SSH-Agenten, der private Schlüssel ladet und verwaltet. Wenn der zugehörige Private Key mit Pageant geladen wurde, kann man sich ohne Passwort bei einem Server anmelden. Dies ist sicherer und komfortabler als die Speicherung von Klartextpasswörtern.
Alternativen zum Speichern von Passwörtern
Wenn man dennoch nicht auf die Passwortspeicherung verzichten möchte, können externe Tools wie PuTTY Connection Manager oder SuperPuTTY verwendet werden. Diese Programme erweitern PuTTY um komfortablere Funktionen, darunter oftmals auch die Möglichkeit, Passwörter verschlüsselt zu speichern. Allerdings sollte man hier stets auf die Sicherheit achten und nur vertrauenswürdige Software einsetzen.
Automatisierung mit Skripten
Für automatisierte Verbindungen kann man auch auf Skriptsprachen wie expect (unter Unix-artigen Systemen) oder plink (ein Kommandozeilenwerkzeug von PuTTY) zurückgreifen. Mit plink lassen sich SSH-Verbindungen per Kommandozeile steuern und eventuell Passwortübergaben für Automatisierungsszenarien realisieren. Allerdings wird die Passwortübergabe hierbei meist über die Kommandozeile oder eine Datei realisiert, was Sicherheitsrisiken birgt.
Fazit
PuTTY speichert aus Sicherheitsgründen keine Passwörter. Um dennoch eine bequeme und sichere Anmeldung zu ermöglichen, empfiehlt es sich, SSH-Schlüssel in Kombination mit Pageant zu verwenden. Alternativ können Zusatzprogramme für PuTTY oder Automatisierungstools genutzt werden, deren Einsatz aber immer im Hinblick auf die Sicherheit sorgfältig abzuwägen ist.
