Wie kann man INDD-Dateien in Affinity Publisher öffnen?
- Einleitung
- Direktes Öffnen von INDD-Dateien in Affinity Publisher
- Möglichkeiten zum Übertragen von InDesign-Inhalten in Affinity Publisher
- Praktische Vorgehensweise
- Alternative Lösungen und Fazit
Einleitung
Die INDD-Datei ist das proprietäre Dateiformat von Adobe InDesign, einem der führenden Programme für professionelles Layout und Satz von Print- und digitalen Medien. Affinity Publisher ist eine beliebte Alternative zu Adobe InDesign und erfreut sich dank seines Preis-Leistungs-Verhältnisses und seiner Funktionen großer Beliebtheit. Viele Nutzer möchten jedoch wissen, ob und wie man INDD-Dateien, die mit Adobe InDesign erstellt wurden, in Affinity Publisher öffnen oder importieren kann.
Direktes Öffnen von INDD-Dateien in Affinity Publisher
Leider unterstützt Affinity Publisher das native Öffnen oder Importieren von INDD-Dateien nicht. Die INDD-Dateien sind ein proprietäres Format von Adobe, und Affinity hat bislang keine direkte Möglichkeit integriert, diese Dateien nativ zu lesen oder zu konvertieren. Es gibt daher keine Option, eine INDD-Datei direkt in Affinity Publisher zu öffnen und zu bearbeiten.
Möglichkeiten zum Übertragen von InDesign-Inhalten in Affinity Publisher
Damit man dennoch Inhalte aus einer INDD-Datei in Affinity Publisher verwenden kann, ist ein Umweg notwendig. Adobe InDesign bietet die Möglichkeit, das Dokument in anderen Formaten zu exportieren, die Affinity Publisher lesen kann. Ein häufig verwendeter Weg ist der Export der InDesign-Datei als PDF, IDML oder sogar als EPS oder SVG, wobei diese Formate unterschiedlich gut in Affinity Publisher importiert werden können.
Der Export als IDML-Datei (InDesign Markup Language) ist in vielen Fällen der beste Weg, um Layout und Texte inklusive Stile übertragbar zu machen. Affinity Publisher unterstützt jedoch ebenfalls kein IDML direkt. Daher kann man zum Beispiel mit dem kostenlosen Programm Affinity PDF Import oder Drittanbietertools versuchen, PDFs mit hoher Qualität zu erzeugen und diese dann in Affinity Publisher zu öffnen.
Praktische Vorgehensweise
Um INDD-Inhalte in Affinity Publisher zu verwenden, sollte man zuerst das INDD-Dokument in Adobe InDesign öffnen oder von jemandem öffnen lassen, der Zugriff auf das Programm hat. Danach exportiert man das Dokument als PDF in einer möglichst hohen Qualität, so dass alle Elemente korrekt dargestellt werden. Die PDF-Datei kann dann in Affinity Publisher geöffnet und weiterverwendet werden. Dabei sind allerdings Einschränkungen im Bereich der Bearbeitbarkeit zu beachten, da Texte und Layout oft als feste Elemente importiert werden.
Alternative Lösungen und Fazit
Einige Nutzer wählen dazu auch den Export einzelner Elemente aus InDesign in Formaten wie SVG oder EPS, um Grafiken und Vektorelemente in Affinity Publisher wiederverwerten zu können. Textinhalte müssen oft manuell kopiert oder neu gesetzt werden. Bis Adobe und Serif (Hersteller von Affinity Publisher) eine bessere gegenseitige Kompatibilität implementieren, sind solche Umwege notwendig.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Affinity Publisher derzeit kein direktes Öffnen von INDD-Dateien unterstützt. Der Import über Exportformate wie PDF ist der gängigste Weg, um bestehende InDesign-Projekte zumindest teilweise in Affinity Publisher weiterzuverwenden.
