Wie kann man in WinSCP Verbindungsdaten inklusive Passwörter exportieren?

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  1. Einleitung
  2. Standardmäßiges Exportieren von Verbindungen
  3. Speicherung der Passwörter in WinSCP
  4. Möglichkeiten zum Exportieren inklusive Passwörter
  5. Empfehlungen im Umgang mit Passwörtern
  6. Fazit

Einleitung

WinSCP ist ein beliebter kostenloser SFTP-, FTP- und SCP-Client für Windows, der vor allem für die sichere Übertragung von Dateien verwendet wird. Viele Nutzer speichern häufig genutzte Verbindungen in sogenannten Sitzungen oder Verbindungsprofilen ab. Um diese Verbindungen beispielsweise auf einen anderen Computer zu übertragen, ist es praktisch, sie zu exportieren. Hier stellt sich die Frage, ob und wie man die Verbindungsdaten inklusive der damit verbundenen Passwörter exportieren kann.

Standardmäßiges Exportieren von Verbindungen

WinSCP bietet eine eingebaute Funktion zum Exportieren der gespeicherten Sitzungen. Dabei kann man im Programm unter "Speicherplatz" oder über den Bereich "Sitzungen" die Option "Sitzungen exportieren" auswählen. Die Sitzungsdaten werden dann in einer Datei gesichert. Jedoch werden aus Sicherheitsgründen die Passwörter in der exportierten Datei nicht in Klartext übertragen.

Speicherung der Passwörter in WinSCP

WinSCP speichert Passwörter aufgrund von Sicherheitsaspekten in der Windows-Anmeldedatenverwaltung oder verwendet eine eigene sichere Verschlüsselung. Das bedeutet, dass es nicht ohne Weiteres möglich ist, Passwörter im Klartext aus der Exportdatei auszulesen oder zu übertragen. Dadurch soll verhindert werden, dass unbefugte Personen Zugriff auf die Zugangsdaten erhalten.

Möglichkeiten zum Exportieren inklusive Passwörter

Wenn man Verbindungsdaten samt Passwörtern exportieren möchte, gibt es im Wesentlichen zwei Wege. Erstens kann man die Profile mit verschlüsseltem Passwort in eine .ini-Datei exportieren. Dazu muss WinSCP so eingestellt sein, dass es die Sitzungen lokal in einer INI-Datei statt in der Windows-Registry speichert. In diesem Fall werden Passwörter ebenfalls verschlüsselt, sind aber in der Exportdatei enthalten.

Zweitens gibt es die Möglichkeit, die Passwörter manuell aus dem WinSCP-Profil oder aus der Windows-Anmeldedatenverwaltung zu extrahieren. Dies ist allerdings technisch aufwendig und wird von WinSCP nicht direkt unterstützt, da es Sicherheitsrisiken birgt.

Empfehlungen im Umgang mit Passwörtern

Aufgrund der Sicherheitsrelevanz empfiehlt es sich, Passwörter nicht im Klartext zu speichern oder unverschlüsselt zu exportieren. Wenn die Verbindungsdaten auf einen anderen Rechner übertragen werden sollen, ist es besser, die Sitzungs-Exportfunktion ohne Passwörter zu nutzen und anschließend die Passwörter manuell neu einzugeben. Alternativ bieten einige Nutzer an, die WinSCP-Konfigurationsdatei zu exportieren und bei Bedarf die gespeicherten Passwörter direkt im Programm neu einzutragen.

Fazit

WinSCP ermöglicht das Exportieren von Verbindungsprofilen, speichert aber Passwörter aus Sicherheitsgründen verschlüsselt und nicht im Klartext in Exportdateien. Ein direktes Exportieren inklusive unverschlüsselter Passwörter wird nicht unterstützt. Für den sicheren Umgang mit Verbindungsdaten sollte man daher die Exportfunktion ohne Passwörter nutzen und diese bei Bedarf manuell auf dem Zielrechner ergänzen. Wer lokale INI-Dateien nutzt, kann zumindest die verschlüsselten Passwörter übertragen, muss aber wissen, dass eine Entschlüsselung ohne WinSCP kaum möglich ist.

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