Wie kann man in OpenShot einen Teil eines Videos unscharf machen (blur)?

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  1. Einleitung
  2. Warum gibt es in OpenShot keine direkte Blur-Funktion für einen Teil des Videos?
  3. Wie kann man in OpenShot dennoch einen Bereich im Video unscharf machen?
  4. Alternative Methoden und Programme
  5. Fazit

Einleitung

OpenShot ist ein beliebtes, kostenloses und Open-Source-Videoeditor-Programm, das aufgrund seiner einfachen Benutzeroberfläche oft für kleinere Projekte verwendet wird. Eine häufig gewünschte Funktion bei der Videobearbeitung ist das unscharf Machen oder Verpixeln eines bestimmten Bereichs im Video, beispielsweise um Gesichter oder sensible Informationen zu schützen. In OpenShot gibt es allerdings keine direkte, eingebaute Funktion, um nur einen Teil des Videos gezielt unscharf zu machen. Im Folgenden wird erklärt, wie man dennoch eine solche Wirkung kreieren kann.

Warum gibt es in OpenShot keine direkte Blur-Funktion für einen Teil des Videos?

OpenShot bietet grundlegende Werkzeuge zur Videobearbeitung an, wie das Zuschneiden, Trimmen, Überblenden und Hinzufügen von einfachen Effekten auf die gesamte Videospur. Komplexe Filter und Masken, mit denen man präzise einzelne Bereiche unscharf macht, sind in OpenShot derzeit nicht enthalten. Dies liegt zum Teil daran, dass OpenShot auf Einfachheit ausgelegt ist und keine sehr fortgeschrittenen Compositing- oder Maskierungstools bereitstellt.

Wie kann man in OpenShot dennoch einen Bereich im Video unscharf machen?

Eine mögliche Methode ist der sogenannte Bild-im-Bild-Trick: Man erstellt in einem externen Programm (wie GIMP oder einem anderen Bildbearbeitungsprogramm) einen unscharfen Ausschnitt oder eine unscharfe Version eines Standbildes aus dem Video. Diese unscharfe Version kann dann in OpenShot als separates Bild oder Video über das Originalvideo gelegt werden. Dazu importiert man den unscharfen Bereich als Video- oder Bilddatei in OpenShot und legt ihn auf eine oberhalb liegende Spur. Mit Hilfe der Positions- und Skalierungsfunktionen von OpenShot wird der unscharfe Bereich an die gewünschte Position im Video verschoben und angepasst, so dass er genau über die zu verbergende Stelle passt.

Dies erfordert jedoch einiges an manueller Arbeit und wird schwierig, wenn sich der Bereich im Video bewegt. Für bewegte Unschärfen eignet sich OpenShot daher nur begrenzt. Man müsste die Position der unscharfen Ebene in jedem Frame anpassen oder exportieren und bearbeiten, was sehr aufwändig ist.

Alternative Methoden und Programme

Für komplexere Bearbeitungen, bei denen ein Bereich dynamisch unscharf gemacht werden soll, sind spezialisierte Videoschnitt-Software wie DaVinci Resolve, Adobe Premiere Pro oder kostenlose Alternativen wie Shotcut besser geeignet. Diese Programme bieten Maskierungs- und Tracking-Funktionen, mit denen man gezielt bestimmte Bildbereiche verwischen kann, auch wenn sie sich im Bild bewegen. Falls Sie OpenShot weiterhin nutzen möchten, kann es sinnvoll sein, für solche Effekte externe Programme oder Plugins zu verwenden oder vorab Effekte in anderen Programmen anzuwenden und das Ergebnis dann in OpenShot weiterzubearbeiten.

Fazit

OpenShot verfügt nicht über eine eingebaute Funktion, um gezielt einen Teil eines Videos unscharf zu machen. Eine teilweise Lösung ist das Einfügen eines unscharfen Bildes oder Videos als Überlagerung, was sich bei statischen Bereichen umsetzen lässt. Für dynamische Unschärfen ist OpenShot jedoch nur eingeschränkt geeignet. Für professionelle und genauere Ergebnisse sollte man auf Programme mit erweiterten Maskierungs- und Tracking-Funktionen zurückgreifen.

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