Wie kann man in Docker Desktop die Umgebungsvariablen ändern?

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  1. Umgebungsvariablen für Container festlegen
  2. Umgebungsvariablen für Docker Desktop konfigurieren
  3. Änderungen persistent machen und neu starten
  4. Zusammenfassung

Docker Desktop ist ein weit verbreitetes Tool, um Container auf dem eigenen Rechner zu verwalten und auszuführen. Oftmals ist es notwendig, Umgebungsvariablen zu definieren oder zu ändern, um Container mit bestimmten Konfigurationen zu starten oder das Verhalten innerhalb der Container-Umgebung anzupassen. Diese Variablen können auf unterschiedliche Art gesetzt werden, je nachdem, ob sie für die Container selbst oder für Docker Desktop selbst gelten sollen.

Umgebungsvariablen für Container festlegen

Die häufigste Art, Umgebungsvariablen für das eigentliche Container-Setup zu setzen, erfolgt beim Containerstart. Dabei kann man entweder die Option docker run -e verwenden oder Umgebungsvariablen in einer Docker Compose Datei definieren. Beispielsweise wird über docker run -e MEINE_VAR=Wert die Variable MEINE_VAR für den gestarteten Container gesetzt.

In Docker Desktop selbst ändert man nichts an solchen Variablen, weil Docker Desktop in erster Linie die Container-Engine und das UI bereitstellt. Die Variablen werden also an den einzelnen Containern übergeben oder innerhalb der Container definiert.

Umgebungsvariablen für Docker Desktop konfigurieren

Anders sieht es aus, wenn man Umgebungsvariablen für Docker Desktop selbst oder die Docker Engine konfigurieren möchte. Hierfür bietet Docker Desktop keine direkte GUI-Funktion an, um Systemweite Umgebungsvariablen innerhalb der Anwendung zu ändern. Stattdessen hängt die Konfiguration davon ab, welche Plattform benutzt wird. Unter Windows oder macOS kann man in der Regel Umgebungsvariablen über die Systemeinstellungen des Betriebssystems definieren, die dann von Docker Desktop erkannt und verwendet werden.

Ebenso kann es sinnvoll sein, bestimmte Konfigurationen in den Einstellungen von Docker Desktop anzupassen, beispielsweise die Ressourcenbegrenzung oder Proxyeinstellungen, welche indirekt die Umgebungsvariablen beeinflussen können. In manchen Fällen wird eine Datei wie ~/.docker/config.json verwendet, die bestimmte Konfigurationen speichert, aber keine klassischen Umgebungsvariablen im Sinne von Shell-Variablen.

Änderungen persistent machen und neu starten

Wenn man Umgebungsvariablen über das Betriebssystem setzt, sollte man darauf achten, dass diese auch persistiert und für alle relevanten Sessions verfügbar sind. Nach dem Setzen oder Ändern der Umgebungsvariablen empfiehlt sich ein Neustart von Docker Desktop, damit diese Änderungen übernommen und in den Docker-Prozessen aktiviert werden.

Zusammenfassung

Umgebungsvariablen, die innerhalb von Containern verwendet werden sollen, werden über Docker Run Parameter oder Docker Compose definiert. Möchte man allerdings Umgebungsvariablen für Docker Desktop selbst ändern, erfolgt dies in der Regel außerhalb von Docker Desktop über das Betriebssystem. Ein direkter Weg innerhalb der Docker Desktop GUI existiert nicht. Durch einen Neustart der Anwendung werden die Änderungen dann wirksam.

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