Wie kann man in Affinity Designer eigene Pinsel erstellen?
- Grundlagen zu Pinseln in Affinity Designer
- Erstellung einer Pinseltextur
- Konvertierung des Pinsels in ein Pinselobjekt
- Feineinstellungen und Anpassungen des Pinsels
- Speicherung und Wiederverwendung der eigenen Pinsel
- Fazit
Affinity Designer bietet umfangreiche Möglichkeiten, um eigene Pinsel zu erstellen und so einzigartige und individuelle Designs zu gestalten. Statt sich auf vorgefertigte Pinsel zu beschränken, lassen sich eigene Pinsel anfertigen, die genau den Anforderungen und dem Stil des Designers entsprechen. Im Folgenden wird der Prozess zur Erstellung eigener Pinsel in Affinity Designer ausführlich erklärt.
Grundlagen zu Pinseln in Affinity Designer
In Affinity Designer unterscheidet man hauptsächlich zwischen den Vektor- und Pixel-Arbeitsbereichen. Eigene Pinsel können für beide Bereiche erstellt werden, allerdings entstehen die deutlich flexibleren und vielfältigeren Pinselarten oft im Pixel-Personenbereich. Die Pinsel in Affinity Designer basieren meistens auf Graustufen-Bitmap-Texturen, die als Formvorlage für den Pinsel dienen.
Erstellung einer Pinseltextur
Um einen neuen Pinsel anzulegen, benötigt man zunächst eine passende Pinseltextur. Diese wird normalerweise als Schwarz-Weiß-Grafik oder mit Graustufen im Pixel-Arbeitsbereich erstellt. Dabei stellt Schwarz die Bereiche dar, die der Pinsel später vollständig deckt, während Weiß Transparenz symbolisiert. Zwischenstufen in Grau können für halbfeste Übergänge genutzt werden. Man kann diese Pinseltextur selbst zeichnen oder fotografische Texturen importieren und gegebenenfalls anpassen.
Konvertierung des Pinsels in ein Pinselobjekt
Nachdem die Textur fertig erstellt oder importiert wurde, markiert man das Objekt oder den Bereich der Textur im Pixel-Arbeitsbereich. Daraufhin öffnet man das Pinselbedienfeld (Brushes Panel) und wählt dort die Option, einen neuen Pinsel anzulegen. Affinity Designer bietet mehrere Pinselarten wie Kreis, Rund, Spritze oder Texturpinsel. Für eigene Pinsel eignet sich in der Regel ein Texturpinsel, da härtere oder weichere Konturen an der selbst erstellten Textur ausgerichtet werden können.
Feineinstellungen und Anpassungen des Pinsels
Ist der Pinsel erstmal angelegt, bietet Affinity Designer diverse Optionen zur Anpassung. Man kann die Größe, den Abstand, die Rotation, die Streuung oder auch die Dynamik in Abhängigkeit von Geschwindigkeit oder Druck einstellen. Besonders bei der Stiftunterstützung mit Grafiktabletts sind solche Einstellungen unverzichtbar, um natürliche und lebendige Pinselstriche zu erzielen. Es ist wichtig, die Wirkung des Pinsels ausgiebig zu testen und gegebenenfalls zu justieren.
Speicherung und Wiederverwendung der eigenen Pinsel
Einmal erstellte Pinsel können im Pinselstudio gespeichert und jederzeit in anderen Projekten wiederverwendet werden. Zudem lassen sich eigene Pinselsammlungen anlegen, um beispielsweise Pinsel mit einem bestimmten Stil oder Thema zu gruppieren. Auch eine Sicherung oder der Austausch mit anderen Affinity-Nutzern ist so problemlos möglich.
Fazit
Das Erstellen eigener Pinsel in Affinity Designer erlaubt ein hohes Maß an Individualität und Kontrolle über das eigene Design. Der Prozess besteht aus dem Anlegen einer Graustufen-Textur, dem Umwandeln in ein Pinselobjekt und dem Feintuning der Pinselparameter. Mit etwas Erfahrung und Kreativität kann man so Pinsel erzeugen, die perfekt auf das eigene Designprojekt zugeschnitten sind.
