Wie kann man ein InDesign-Dokument in Affinity Publisher öffnen?

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  1. Grundlegende Schwierigkeiten beim Öffnen von InDesign-Dokumenten
  2. Möglichkeiten zur Übertragung von InDesign-Dokumenten
  3. Export als IDML-Datei
  4. PDF-Export als Alternative
  5. Manueller Transfer wichtiger Inhalte
  6. Zusammenfassung

Viele Nutzer, die von Adobe InDesign zu Affinity Publisher wechseln möchten, stehen vor der Herausforderung, dass InDesign-Dokumente nicht direkt in Affinity Publisher geöffnet werden können. Dies liegt daran, dass Affinity Publisher keine native Unterstützung für das InDesign-Dateiformat (.indd) bietet. Dennoch gibt es mehrere Wege, um Inhalte eines InDesign-Dokuments in Affinity Publisher zu übernehmen und weiterzuverarbeiten.

Grundlegende Schwierigkeiten beim Öffnen von InDesign-Dokumenten

InDesign verwendet ein proprietäres Dateiformat, das komplexe Layoutdaten, Formatierungen, Bilder und eingebettete Elemente beinhaltet. Affinity Publisher kann dieses Format nicht ohne Konvertierung lesen, da keine direkte Kompatibilität besteht. Ein einfaches Öffnen der .indd-Datei führt daher meistens zu einer Fehlermeldung oder zu einem leeren Dokument.

Möglichkeiten zur Übertragung von InDesign-Dokumenten

Um ein InDesign-Dokument in Affinity Publisher nutzbar zu machen, ist eine Export- oder Konvertierungslösung notwendig. Eine etablierte Methode ist der Export aus InDesign heraus in ein Format, das Affinity Publisher lesen kann. Zu diesen Formaten zählen unter anderem PDF, IDML (InDesign Markup Language) und verschiedene Bildformate.

Export als IDML-Datei

Die beste Möglichkeit bietet der Export als IDML-Datei, da dieses Dateiformat strukturelle Informationen des Layouts und Textes enthält und von Affinity Publisher teilweise unterstützt wird. Voraussetzung dafür ist, dass die InDesign-Version die Option "Export als IDML" bietet. Nach dem Export kann man versuchen, die IDML-Datei in Affinity Publisher zu öffnen. Dabei gehen zwar nicht immer alle Formatierungen und Verknüpfungen vollständig verloren, doch es ist der Weg mit den meisten erhaltenen Informationsanteilen.

PDF-Export als Alternative

Wenn der IDML-Export nicht möglich oder nicht zufriedenstellend ist, kann man das InDesign-Dokument als PDF exportieren und diese PDF-Datei anschließend in Affinity Publisher importieren. Affinity Publisher unterstützt den Import von PDF-Dateien mit mehreren Seiten, allerdings lässt sich der Inhalt nicht so einfach bearbeiten wie bei nativen Dateien. Dieser Weg eignet sich eher zur Erstellung von Druckvorlagen oder als Grundlage für weitere Anpassungen.

Manueller Transfer wichtiger Inhalte

In manchen Fällen kann es sinnvoll sein, Texte und Bilder manuell aus InDesign zu exportieren, beispielsweise Text als RTF oder TXT-Dateien und Bilder als JPG oder PNG. Diese Dateien können dann in Affinity Publisher neu zusammengesetzt und gestaltet werden. Diese Methode ist aufwändiger, bietet aber die maximale Kontrolle über das neue Layout.

Zusammenfassung

Ein InDesign-Dokument lässt sich nicht direkt in Affinity Publisher öffnen. Der beste Weg ist, die .indd-Datei zuerst in ein unterstütztes Format wie IDML oder PDF zu exportieren. Der IDML-Export erlaubt eine relativ gute Übernahme des Layouts, während der PDF-Import eher zur Anzeige und begrenzten Weiterbearbeitung geeignet ist. Für maximale Bearbeitbarkeit empfiehlt sich der manuelle Export und Neuaufbau der Inhalte. Durch diese Methoden ist ein Wechsel von InDesign zu Affinity Publisher zwar mit Aufwand verbunden, aber durchaus machbar.

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