Wie kann man den Ken Burns Effekt in OpenShot anwenden?

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  1. Einführung in den Ken Burns Effekt
  2. Ken Burns Effekt in OpenShot umsetzen
  3. Schritte zur Umsetzung
  4. Tipps für ein ansprechendes Ergebnis
  5. Fazit

Einführung in den Ken Burns Effekt

Der Ken Burns Effekt ist eine beliebte Technik in der Videobearbeitung, bei der eine langsame Kamerafahrt oder Zoombewegung über ein Standbild oder Foto erzeugt wird. Dies verleiht statischen Bildern mehr Dynamik und macht Präsentationen, Dokumentationen oder Videos ansprechender. OpenShot, als eine kostenlose und open-source Videobearbeitungssoftware, bietet verschiedene Möglichkeiten, um diesen Effekt zu erzielen, auch wenn er nicht direkt als voreingestellte Funktion implementiert ist.

Ken Burns Effekt in OpenShot umsetzen

In OpenShot kann der Ken Burns Effekt durch das Kombinieren von Animationen auf der Zeitachse erzeugt werden. Dazu nutzt man die Schlüsselbilder (Keyframes) für die Skalierung und Position des Bildes. Zunächst fügt man das gewünschte Bild in die Zeitleiste ein. Anschließend öffnet man die Eigenschaften, in denen man die Parameter für Skalierung (Zoom) und Position (Verschiebung) anpassen kann. Durch das Setzen von Schlüsselbildern am Anfang und Ende des Clips kann man definieren, wie stark gezoomt wird und wohin sich das Bild bewegen soll.

Schritte zur Umsetzung

Um den Effekt zu starten, setzt man beispielsweise zu Beginn ein Schlüsselbild mit der vollen Frame-Größe (kein Zoom) und die gewünschte Ausgangsposition. Am Ende des Clips setzt man ein weiteres Schlüsselbild mit einer höheren Skalierung für den Zoom und der neuen Position, auf die das Bild eingefahren werden soll. OpenShot interpoliert dann die Bewegung automatisch zwischen den beiden Schlüsselbildern. So entsteht die charakteristische langsame Zoom- und Pan-Bewegung des Ken Burns Effekts.

Tipps für ein ansprechendes Ergebnis

Es ist wichtig, eine geeignete Bildauflösung zu verwenden, da beim Heranzoomen sonst Qualitätsverluste sichtbar werden können. Zudem sollte man die Geschwindigkeit der Animation an die Länge des Clips anpassen, sodass die Bewegung sanft und nicht zu abrupt wirkt. Für komplexere Bewegungen kann man mehrere Schlüsselbilder einfügen, um die Kamerafahrt dynamischer zu gestalten. Auch das Experimentieren mit der Positionierung erlaubt es, interessante Bildausschnitte zu fokussieren und dem Zuschauer einen gezielten Blickwinkel zu bieten.

Fazit

Der Ken Burns Effekt ist in OpenShot nicht als automatischer Filter vorhanden, lässt sich aber durch die geschickte Verwendung von Schlüsselbildern für Skalierung und Position einfach und flexibel realisieren. Dadurch können auch Nutzer ohne professionelle Videobearbeitungssoftware ansprechende visuelle Effekte erzeugen und ihre Videos aufwerten.

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