Wie kann ich Umgebungsvariablen in Terminus dauerhaft setzen?

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  1. Einleitung
  2. Umgebungsvariablen dauerhaft über Shell-Konfigurationsdateien setzen
  3. Umgebungsvariablen systemweit setzen
  4. Terminus-Einstellungen für Umgebungsvariablen
  5. Zusammenfassung

Einleitung

Terminus ist ein beliebter Terminal-Emulator, der oft für die Arbeit mit verschiedenen Shells unter Windows, macOS oder Linux verwendet wird. Umgebungsvariablen sind wichtige Einstellungen, die z.B. Pfade, Konfigurationswerte oder Credentials enthalten können. Wenn Sie Umgebungsvariablen in Terminus dauerhaft setzen möchten, damit diese bei jedem Start des Terminals automatisch geladen werden, gibt es dafür einige gängige Methoden, die vom verwendeten Betriebssystem und der Shell abhängen.

Umgebungsvariablen dauerhaft über Shell-Konfigurationsdateien setzen

Terminus nutzt in der Regel das Standard-Terminal und die in Ihrem System konfigurierte Shell, wie bash, zsh, powershell oder cmd. Die beste und einfachste Methode, Umgebungsvariablen dauerhaft zu setzen, ist das Bearbeiten der Konfigurationsdateien der jeweiligen Shell, da diese bei jedem Start der Shell geladen werden.

Unter Unix-artigen Systemen (Linux, macOS) sind dies insbesondere Dateien wie ~/.bashrc, ~/.bash_profile oder ~/.zshrc. Dort können Sie Variablen mit der Syntax export VARIABLENNAME=Wert definieren. Wenn Sie zum Beispiel eine Variable namens MEIN_VAR setzen wollen, fügen Sie am Ende der Datei folgendes hinzu:

export MEIN_VAR="mein_wert"

Speichern Sie die Datei ab. Beim nächsten Start von Terminus wird die Shell automatisch Ihre Variable laden und bereitstellen.

Unter Windows mit Powershell können Sie beispielsweise Ihre benutzerspezifische Profildatei editieren, die sich meist unter Documents\WindowsPowerShell\Microsoft.PowerShell_profile.ps1 befindet. Dort können Sie eine Variable so setzen:

$env:MEIN_VAR = "mein_wert"

Beim Start von Terminus mit Powershell wird diese Definition geladen, sofern das Profil geladen wird.

Umgebungsvariablen systemweit setzen

Falls Sie Umgebungsvariablen systemweit oder für alle Benutzersitzungen setzen möchten, sollten Sie diese global für das Betriebssystem definieren. Auf Windows können Sie über die Systemeinstellungen → System → Erweiterte Systemeinstellungen → Umgebungsvariablen die Variablen sowohl systemweit als auch benutzerbezogen hinzufügen oder ändern. Diese Variablen stehen dann auch in Terminus zur Verfügung.

Auf Linux oder macOS können Sie z.B. globale Dateien unter /etc/profile, /etc/environment oder ähnlichen ablegen. Änderungen dort wirken für alle Benutzer und alle neuen Sitzungen. Achten Sie dabei auf die korrekte Syntax und Rechte.

Terminus-Einstellungen für Umgebungsvariablen

Terminus selbst bietet in seinen Profil-Einstellungen auch die Möglichkeit, Umgebungsvariablen pro Profil zu definieren. In der Terminus-GUI können Sie zu einem Profil wechseln und dort Umgebungsvariablen eintragen. Diese werden dann nur für diese Terminalsitzung gesetzt und gehen nicht systemweit verloren. Diese Einstellmöglichkeit ist sinnvoll für projektspezifische oder temporäre Variablen.

Zusammenfassung

Zum dauerhaften Setzen von Umgebungsvariablen in Terminus ist es am sichersten und komfortabelsten, diese direkt in den Konfigurationsdateien der verwendeten Shell zu definieren, da sie so automatisch bei jedem Start geladen werden. Alternativ können Sie die Variablen systemweit in den Betriebssystem-Einstellungen hinterlegen oder in Terminus-Profilen festlegen, wenn Sie die Variable nur innerhalb eines bestimmten Terminals nutzen möchten. Durch diese Vorgehensweisen bleibt Ihre Umgebung konsistent und Sie sparen sich das manuelle erneute Setzen der Variablen bei jedem Terminalstart.

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