Wie kann ich OBS Studio so konfigurieren, dass die Aufnahme flüssiger läuft?

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  1. Optimierung der Videoeinstellungen
  2. Encoder-Einstellungen anpassen
  3. Erweiterte Aufnahme- und Leistungsoptionen
  4. Systemoptimierungen und Hardwareüberprüfung
  5. Zusammenfassung

Optimierung der Videoeinstellungen

Um die Aufnahme in OBS Studio flüssiger zu gestalten, sollte man zunächst die Videoeinstellungen anpassen. Die Basis-Auflösung (Canvas-Auflösung) und die Ausgabe-Auflösung sollten idealerweise aufeinander abgestimmt sein. Wenn Sie die Ausgabe-Auflösung heruntersetzen, zum Beispiel von 1920x1080 auf 1280x720, verringert sich der Rechenaufwand für die Codierung, was zu einer flüssigeren Aufnahme führt. Außerdem empfiehlt es sich, die Bildrate (FPS) auf einen Wert wie 30 oder 60 einzustellen, je nachdem wie leistungsfähig Ihr System ist und wie flüssig Sie die Aufnahme wünschen. Höhere FPS-Werte erzeugen zwar flüssigere Videos, benötigen aber mehr Ressourcen.

Encoder-Einstellungen anpassen

Der verwendete Encoder hat großen Einfluss auf die Leistung. OBS unterstützt in der Regel entweder die CPU-basierte Codierung (x264) oder die GPU-basierte Codierung (NVENC für Nvidia-Grafikkarten, AMF für AMD). Wenn Ihre Grafikkarte dies unterstützt, sollten Sie NVENC oder AMF bevorzugen, da die GPU-Codierung die CPU entlastet und so flüssigere Aufnahmen ermöglicht. Innerhalb der Encoder-Einstellungen kann außerdem festgelegt werden, ob die Codierung im Qualitäts- oder Geschwindigkeitsmodus laufen soll. Für flüssige Aufnahmen empfiehlt sich der Max Quality Modus auf leistungsstarken Systemen, oder sonst Performance-Modi. Außerdem sollten Sie die Bitrate korrekt einstellen: Eine zu hohe Bitrate kann Ihre Hardware überlasten, eine zu niedrige mindert die Qualität. Für Full-HD-Aufnahmen sind Werte zwischen 10.000 und 15.000 kbps üblich.

Erweiterte Aufnahme- und Leistungsoptionen

In den erweiterten Einstellungen von OBS können Sie zusätzlich die Prozesspriorität von OBS erhöhen, damit das Programm vom Betriebssystem bevorzugt behandelt wird und weniger Dropped Frames entstehen. Außerdem empfiehlt es sich, die V-Sync-Einstellungen beziehungsweise den sogenannten Dynamischen Szenenwechsel zu überprüfen, da unnötige Szenenwechsel die Leistung bremsen können. Für die beste Leistung sollten Sie auch sicherstellen, dass während der Aufnahme keine anderen aufwendigen Programme im Hintergrund laufen. Falls notwendig, kann auch die Verwendung eines schnelleren Speicherorts (z. B. eine SSD statt einer HDD) für die Aufnahmen helfen, Verzögerungen durch Schreibzugriffe zu reduzieren.

Systemoptimierungen und Hardwareüberprüfung

Eine flüssige Aufnahme hängt auch stark von der Gesamtleistung Ihres PCs ab. Es empfiehlt sich, die Systemlast während der Aufnahme zu überwachen und gegebenenfalls die Hardware aufzurüsten, wenn die CPU oder GPU an ihre Grenzen stoßen. Stellen Sie sicher, dass Ihre Treiber auf dem neuesten Stand sind, insbesondere Grafiktreiber, da diese die Leistung der GPU-Codierung maßgeblich beeinflussen. Ebenso sollten Temperatur und Kühlung Ihres Systems überprüft werden, da thermische Drosselung zu Leistungseinbußen führen kann.

Zusammenfassung

Eine flüssigere Aufnahme in OBS Studio erreichen Sie durch eine Kombination aus angepassten Video- und Encoder-Einstellungen, der Nutzung von GPU-basiertem Encoding, Erhöhung der Prozesspriorität, Optimierung der Systemressourcen und gegebenenfalls Hardware-Updates. Durch das Reduzieren der Auflösung oder Bildrate sowie das Einstellen einer geeigneten Bitrate können Sie die Belastung Ihres Systems reduzieren und somit eine höhere Aufnahmequalität ohne Ruckler erzielen.

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