Wie kann ich Jupyter Notebook in einer virtuellen Umgebung nutzen?

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  1. Erstellen und Aktivieren der virtuellen Umgebung
  2. Installation von Jupyter Notebook innerhalb der virtuellen Umgebung
  3. Registrieren der virtuellen Umgebung als Kernel
  4. Starten von Jupyter Notebook
  5. Zusammenfassung

Jupyter Notebook ist ein nützliches Werkzeug für interaktives Programmieren und Datenanalyse. Um Jupyter Notebook innerhalb einer virtuellen Umgebung zu nutzen, empfiehlt es sich, eine eigene isolierte Python-Umgebung zu erstellen. Dies vermeidet Konflikte zwischen verschiedenen Projektabhängigkeiten und erleichtert die Verwaltung von Bibliotheken.

Erstellen und Aktivieren der virtuellen Umgebung

Im ersten Schritt musst du eine virtuelle Umgebung anlegen. Unter Windows funktioniert das beispielsweise über die Kommandozeile mit dem Befehl python -m venv env. Dabei wird eine virtuelle Umgebung namens env erstellt. Auf anderen Betriebssystemen ist der Befehl identisch. Anschließend aktivierst du die Umgebung, indem du unter Windows env\Scripts\activate ausführst, unter macOS oder Linux hingegen source env/bin/activate. Sobald die Umgebung aktiviert ist, ändert sich meist die Kommandozeilen-Eingabeaufforderung und zeigt den Namen der Umgebung an.

Installation von Jupyter Notebook innerhalb der virtuellen Umgebung

Nachdem die virtuelle Umgebung aktiviert ist, installierst du Jupyter Notebook mit pip install jupyter. Es ist wichtig, Jupyter innerhalb der virtuellen Umgebung zu installieren, da nur so die korrekten Abhängigkeiten und Bibliotheken erkannt werden. Falls du bereits ein Jupyter Notebook global installiert hast, wird mit dieser Methode trotzdem sichergestellt, dass die virtuelle Umgebung als Kernel genutzt werden kann.

Registrieren der virtuellen Umgebung als Kernel

Damit du die virtuelle Umgebung auch als auswählbaren Kernel innerhalb von Jupyter Notebook verwenden kannst, musst du den Kernel hinzufügen. Dies geschieht durch die Installation des Pakets ipykernel: pip install ipykernel. Danach registrierst du die Umgebung mit folgendem Befehl: python -m ipykernel install --user --name=env --display-name "Python (env)". Hierbei steht env für den Namen deiner virtuellen Umgebung und Python (env) für den Namen, der später im Jupyter Notebook angezeigt wird. So kannst du beim Anlegen eines neuen Notebooks oder beim Wechseln des Kernels gezielt deine Umgebung auswählen.

Starten von Jupyter Notebook

Zum Schluss startest du Jupyter Notebook in der aktiven Umgebung einfach über den Befehl jupyter notebook. Der Webbrowser öffnet sich automatisch und zeigt das Dashboard an. Beim Erstellen eines neuen Notebooks kannst du dann unter der Option Kernel deine virtuelle Umgebung auswählen. Auf diese Weise läuft der Code deiner Notebooks genau in der zuvor eingerichteten isolierten Umgebung.

Zusammenfassung

Zusammengefasst erstellst und aktivierst du eine virtuelle Umgebung, installierst Jupyter und ipykernel darin, registrierst die Umgebung als Kernel und startest Jupyter Notebook. Diese Vorgehensweise sorgt für eine saubere Trennung zwischen verschiedenen Projekten und ermöglicht dir, für jedes Projekt individuelle Bibliotheksversionen zu verwenden.

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