Wie kann ich in RawTherapee verlorene Bilddetails durch Schattenaufhellung wiederherstellen?

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  1. Einführung
  2. Grundlagen der Schattenaufhellung in RawTherapee
  3. Die wichtigsten Einstellungen zur Schattenaufhellung
  4. Feinabstimmung der Tonwertkurve
  5. Verwendung von lokalen Korrekturen
  6. Vermeidung von Bildrauschen
  7. Abschließende Tipps

Einführung

RawTherapee ist ein leistungsfähiges Open-Source-Rohdatenentwicklungsprogramm, das speziell zur Wiederherstellung von Details in Fotos entwickelt wurde. Besonders bei Bildern, die unterbelichtet oder stark kontrastreich sind, können Schattenbereiche oftmals wichtige Details verlieren. Eine gezielte Schattenaufhellung ist in RawTherapee ein essenzieller Schritt, um diese Details wieder sichtbar zu machen, ohne dass das Bild künstlich oder verrauscht wirkt.

Grundlagen der Schattenaufhellung in RawTherapee

Um verlorene Bilddetails aus dunklen Bildpartien zurückzugewinnen, sollte man die Schatten so aufhellen, dass die dunklen Pixelwerte angehoben werden, ohne dabei die Lichter zu stark zu beeinflussen. RawTherapee bietet hierzu verschiedene Werkzeuge und Regler, die eine subtile und präzise Korrektur erlauben. Wichtig ist es, die Balance zu halten, damit das Bild natürlich bleibt und keine ungewollten Artefakte entstehen.

Die wichtigsten Einstellungen zur Schattenaufhellung

Im Entwicklungsmodul von RawTherapee findet man unter der Sektion "Belichtung" oder "Lichter & Schatten" Regler, die speziell für das Anheben der Schattenbereiche zuständig sind. Der "Schatten"-Regler hebt gezielt die dunkleren Bildbereiche an, ohne die Mitteltöne und Lichter zu beeinflussen. Dazu arbeitet RawTherapee mit einer Tonwertkurve, die Sie manuell anpassen können, um die Schatten präzise heller zu machen. Zusätzlich kann der "Dynamikumfang" oder "Belichtungskorrektur" behutsam justiert werden, um den Gesamtkontrast auszugleichen.

Feinabstimmung der Tonwertkurve

Die Tonwertkurve ist eines der mächtigsten Werkzeuge, um verlorene Details wieder sichtbar zu machen. Sie können die Kurve im Bereich der Schatten leicht nach oben ziehen, um die dunklen Tonwerte aufzuhellen. Dabei ist darauf zu achten, dass der untere linke Punkt der Kurve (der rein schwarze Punkt) nicht angehoben wird, damit die tiefsten Schatten weiterhin schwarz bleiben und das Bild nicht flach wirkt. Durch eine sanfte S-Kurve kann auch der Gesamtkontrast verbessert werden, was die Detailwahrnehmung in den Schatten verstärkt.

Verwendung von lokalen Korrekturen

Neben globalen Einstellungen erlaubt RawTherapee auch lokale Korrekturen über Werkzeuge wie den "Regionen-Korrektur"-Pinsel oder Verlaufsfilter. Damit können Sie gezielt nur die besonders dunklen Bildbereiche aufhellen, ohne dass die hellen Bereiche beeinträchtigt werden. Dadurch bleiben wichtige Bildkontraste erhalten und Schattenaufhellungen wirken natürlicher und kontrollierter.

Vermeidung von Bildrauschen

Eine Schattenaufhellung führt oft zu verstärktem Bildrauschen, da in dunklen Bereichen mehr Bildinformationen hochgerechnet werden. RawTherapee bietet daher unter den Werkzeugen den "Rauschreduzierung"-Regler, um störendes Rauschen zu minimieren, ohne Details zu stark zu verwischen. Es ist empfehlenswert, die Rauschreduzierung erst nach der Schattenaufhellung anzupassen, um ein optimales Gleichgewicht zwischen Detailwiederherstellung und Bildklarheit zu erreichen.

Abschließende Tipps

Um bestmögliche Ergebnisse bei der Schattenaufhellung zu erzielen, sollten Sie die Korrekturen stets in kleinen Schritten vornehmen und die Auswirkungen regelmäßig am Monitor überprüfen. Nutzen Sie das Histogramm, um sicherzustellen, dass keine Tonwerte abgeschnitten werden. Ein kalibrierter Monitor hilft dabei, den natürlichen Bildeindruck besser einzuschätzen. Zusätzlich sind Kombinationen aus Schattenregler, Tonwertkurve und lokalen Korrekturen ideal, um verlorene Bilddetails wirkungsvoll zurückzugewinnen.

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