Wie kann ich in Bitrise private npm-Registries sicher verwenden?
- Einführung
- Speicherung von Zugangsdaten über geheime Umgebungsvariablen
- Konfiguration der npm-Registry während des Builds
- Nutzung spezieller Bitrise Steps und Workflow-Konfiguration
- Sicherheitsaspekte und Best Practices
- Zusammenfassung
Einführung
Wenn du in Bitrise eine private npm-Registry verwenden möchtest, musst du sicherstellen, dass die Authentifizierung sicher erfolgt und deine Zugangsdaten nicht im Klartext oder öffentlich zugänglich sind. Private Registries erfordern in der Regel einen Auth-Token oder Benutzername und Passwort, um Pakete zu installieren. Bitrise bietet hierfür Mechanismen zum sicheren Umgang mit sensiblen Informationen wie Umgebungsvariablen und Secrets.
Speicherung von Zugangsdaten über geheime Umgebungsvariablen
Als erster Schritt solltest du deine Zugangsdaten, wie npm-Token oder Credentials, im Bitrise-Tab Secrets speichern. Diese Secrets werden encrypted abgelegt und sind während des Builds nur für die definierten Workflows sichtbar. Auf diese Weise vermeidest du, dass sensible Informationen im Code, in Logs oder in der Versionsverwaltung auftauchen.
Ein typisches Beispiel ist die Speicherung des npm-Auth-Tokens unter einem Namen wie NPM_AUTH_TOKEN. Dadurch kann das Token im Build-Prozess sicher eingebunden werden, ohne im Klartext hinterlegt zu werden.
Konfiguration der npm-Registry während des Builds
Im nächsten Schritt musst du Bitrise anweisen, während des Builds die npm-Registry mit den richtigen Zugangsdaten zu konfigurieren. Dies kann über ein npmrc-File geschehen, das zur Laufzeit mit dem Token befüllt wird. Ein Weg ist, eine Datei .npmrc automatisch zu generieren oder anzupassen, indem du in einem Script Schritt z.B. Folgendes ausführst:
echo "//registry.your-domain.com/:_authToken=${NPM_AUTH_TOKEN}" > .npmrcAuf diese Weise wird der private Registry-URL mit dem Authentifizierungstoken versehen, ohne dass sensible Daten im Code hardcodiert sind.
Alternativ kannst du auch das Vorhandensein der Datei .npmrc im Projekt nutzen und dort Platzhalter verwenden, die in einem Build-Script mit Bitrise-Umgebungsvariablen ersetzt werden.
Nutzung spezieller Bitrise Steps und Workflow-Konfiguration
Bitrise stellt Steps wie Script oder npm Install bereit, die du in deinem Workflow nutzen kannst. Stelle sicher, dass der Script-Step vor dem npm-Install-Step ausgeführt wird und die .npmrc korrekt angelegt wurde. So ist gewährleistet, dass npm beim Ausführen die private Registry korrekt verwendet.
Weiterhin solltest du darauf achten, dass du die Secrets nur für den notwendigen Workflow und ggf. nur für bestimmte Branches oder Builds freigibst, um das Sicherheitsrisiko weiter einzudämmen.
Sicherheitsaspekte und Best Practices
Vermeide es, Zugangsdaten direkt in Konfigurationsdateien, Scripts oder in der Versionsverwaltung abzulegen. Nutze immer die Bitrise-Secret-Umgebungsvariablen, die verschlüsselt gespeichert sind und zur Buildzeit zur Verfügung gestellt werden.
Prüfe außerdem die Build-Logs daraufhin, dass der Token oder sensible Daten nicht ausgegeben werden. Bitrise maskiert standardmäßig Secrets in Logs, jedoch solltest du keine Befehle ausführen, die die Tokens explizit ausgeben.
Unter Umständen kann es sinnvoll sein, die Zugriffsrechte des verwendeten Tokens auf das Nötigste zu beschränken, um im Fall eines Missbrauchs das Risiko zu minimieren.
Zusammenfassung
Die sichere Verwendung privater npm-Registries in Bitrise besteht im Wesentlichen darin, deine Zugangsdaten als Secret im Bitrise-Account zu speichern und während des Builds eine konfigurierte .npmrc-Datei mit diesen Informationen bereitzustellen. So wird gewährleistet, dass npm die private Registry korrekt und sicher ansprechen kann, ohne dass sensible Informationen versehentlich preisgegeben werden.
