Wie kann ich ein importiertes 3D-Modell in Shapr3D bearbeiten?

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  1. Import des 3D-Modells
  2. Vorbereitung zur Bearbeitung
  3. Direkte Bearbeitung und Umwandlung
  4. Ergänzende Konstruktionen
  5. Feinjustierung und Kontrolle
  6. Speicherung und Export

Import des 3D-Modells

Bevor Sie ein 3D-Modell in Shapr3D bearbeiten können, müssen Sie es zunächst importieren. Shapr3D unterstützt verschiedene Dateiformate wie STEP, IGES, STL oder OBJ. Nachdem Sie die Datei ausgewählt und in Ihr Projekt importiert haben, erscheint das Modell in der Arbeitsfläche. Es ist wichtig, dass das importierte Modell korrekt skaliert und positioniert ist, um effizient weiterarbeiten zu können.

Vorbereitung zur Bearbeitung

Im Unterschied zu nativen Shapr3D-Teilen sind importierte Modelle häufig als einzelne Mesh- oder Volumenobjekte vorhanden, deren Struktur sich nicht direkt in einzelne Features zerlegen lässt. Daher besteht der erste Schritt darin, das importierte Modell zu analysieren. Man kann überprüfen, ob es sich um eine Oberfläche, ein Volumen oder ein Netz handelt, denn dies beeinflusst die verfügbaren Bearbeitungsmöglichkeiten. Zudem empfiehlt es sich, eine Kopie des Modells zu erstellen, um die Originalgeometrie zu bewahren.

Direkte Bearbeitung und Umwandlung

Falls das Modell als Volumen importiert wurde, können Sie vorhandene Flächen oder Kanten mit den Standardwerkzeugen in Shapr3D bearbeiten. Bei dreidimensionalen Volumenkörpern lassen sich Schneidewerkzeuge, Extrusionen oder Fasen benutzen, um gezielt Änderungen vorzunehmen. Handelt es sich um ein Netzmodell (z. B. STL), muss es gegebenenfalls zunächst in ein bearbeitbares Volumen umgewandelt werden, falls Shapr3D dies unterstützt. Alternativ können Sie Teile neu konstruieren oder mit Boolean-Operationen wie Vereinigung, Differenz oder Schnitt arbeiten, um das Modell anzupassen.

Ergänzende Konstruktionen

Ein typischer Workflow beinhaltet das Erstellen zusätzlicher Skizzen auf dem importierten Modell, um neue Features hinzuzufügen. Mithilfe von Skizzen können Sie beispielsweise Löcher bohren, Aussparungen erzeugen oder Flächen modifizieren. Diese Skizzen werden auf Bezugsebenen oder vorhandenen Flächen ausgelegt und anschließend extrudiert oder ausgeschnitten. Somit lässt sich das Originalmodell erweitern oder verändern, ohne dass dessen Grundgeometrie vollständig neu erstellt werden muss.

Feinjustierung und Kontrolle

Nach der Bearbeitung empfiehlt es sich, das Modell mit den Mess- und Analysewerkzeugen von Shapr3D zu überprüfen. So können Sie sicherstellen, dass Abmessungen, Toleranzen und Oberflächen korrekt sind. Gegebenenfalls nehmen Sie weitere Anpassungen vor oder bereiten das Modell für den Export und die Fertigung vor. Dabei ist es hilfreich, Ebenen, Kanten und Flächen gezielt auszuwählen und zu isolieren, um komplexe Änderungen präzise durchzuführen.

Speicherung und Export

Wenn die Bearbeitung abgeschlossen ist, speichern Sie das Projekt ab oder exportieren das Modell in einem geeigneten Format. So können Sie es in anderen CAD-Programmen weiterverarbeiten oder für den 3D-Druck vorbereiten. Shapr3D bietet hierbei verschiedene Exportoptionen an, um den Workflow zu optimieren.

Zusammenfassend erfordert die Bearbeitung eines importierten 3D-Modells in Shapr3D oft eine Kombination aus Analyse, Umwandlung, Ergänzung und Feinkorrektur. Durch den gezielten Einsatz der Werkzeuge und den kreativen Umgang mit Skizzen und Volumenoperationen lassen sich auch komplexe Modelle effektiv bearbeiten.

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