Wie funktioniert ein Reverse Lookup mit der Hosts-Datei?
- Einführung in den Reverse Lookup
- Die Rolle der Hosts-Datei beim Lookup
- Reverse Lookup mit der Hosts-Datei
- Begrenzte Unterstützung des Reverse Lookups durch die Hosts-Datei
- Fazit
Einführung in den Reverse Lookup
Ein Reverse Lookup bezeichnet das Verfahren, bei dem zu einer IP-Adresse der zugehörige Hostname ermittelt wird. Im Gegensatz zum normalen DNS-Lookup, der von einem Hostnamen die IP-Adresse ermittelt, geht es beim Reverse Lookup darum, die Identität hinter einer IP-Adresse herauszufinden. Dies wird häufig zur Diagnose, Netzwerküberwachung oder zur Sicherheitsanalyse eingesetzt.
Die Rolle der Hosts-Datei beim Lookup
Die Hosts-Datei ist eine lokale Textdatei auf einem Computer, die IP-Adressen bestimmten Hostnamen zuordnet. Normalerweise wird die Hosts-Datei verwendet, um vor dem Zugriff auf das Domain Name System (DNS) eine schnelle Auflösung von Namen zu ermöglichen. Im Standardfall wird sie dazu genutzt, um von einem Hostnamen die IP-Adresse zu ermitteln.
Reverse Lookup mit der Hosts-Datei
Für einen Reverse Lookup ist die Hosts-Datei jedoch weniger direkt geeignet, da sie üblicherweise keinen Mechanismus bietet, um IP-Adressen auf Hostnamen abzubilden. Die Hosts-Datei ist typischerweise in der Form IP-Adresse Hostname aufgebaut, wodurch Programme, die eine Namensauflösung vornehmen, von Name nach IP suchen. Ein Reverse Lookup müsste die Datei umgekehrt durchsuchen, also anhand einer IP-Adresse den entsprechenden Hostnamen suchen.
Praktisch bedeutet das, dass viele Werkzeuge und Systeme, die Rückwärtsauflösungen (Reverse Lookups) durchführen, auf spezialisierte DNS-Einträge mit sogenannten PTR-Records zugreifen, die eigens für dieses Szenario erstellt sind. Derartige Einträge sind im DNS-Server konfiguriert und nicht in der Hosts-Datei enthalten.
Begrenzte Unterstützung des Reverse Lookups durch die Hosts-Datei
Einige Betriebssysteme oder Netzwerk-Programme können zwar die Hosts-Datei während eines Reverse Lookup konsultieren, allerdings nur dann, wenn sie speziell so programmiert wurden, die Einträge in der Datei linear nach IP-Adressen zu durchsuchen. Dies ist in der Praxis selten und nicht standardisiert.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Hosts-Datei hauptsächlich für die Vorwärtsauflösung von Domänennamen zu IP-Adressen gedacht ist. Für einen zuverlässigen und systemweiten Reverse Lookup ist die Verwendung eines DNS-Servers mit korrekten PTR-Records der Standardweg. Die Hosts-Datei kann unter Umständen genutzt werden, wenn das zugehörige Programm eine solche Funktion explizit unterstützt und die Datei korrekt gepflegt wurde.
Fazit
Der Reverse Lookup über die Hosts-Datei ist möglich, aber eingeschränkt und nicht der übliche Weg. Für eine umfassende und standardisierte Rückwärtsauflösung von IP-Adressen zu Hostnamen ist der Einsatz von DNS mit Reverse-Zonen und PTR-Einträgen der normale und zuverlässige Standard. Die Hosts-Datei kann ergänzend genutzt werden, ist jedoch kein Ersatz für die DNS-basierte Umkehrauflösung.
